Das 1. Lebenszeichen aus New York

Die An-  und Einreise verlief reibungslos. Unsere bestellten XL Sitze entsprachen unseren Vorstellungen und so kamen wir entspannt in New York an.

Die eigentliche Einreise hat mich mehr als positiv überrascht. Wir sind noch nie so schnell in ein Land mit Grenzkontrollen eingereist, wie in die USA trotz Abgabe von 10 Fingerabdrücken und Fotografieren.

Für die Taxifahrt brauchten wir Geduld, da wir immer in Begleitung Tausender anderer Autos waren, die alle in die Stadt wollten. Wir brauchten 75 Minuten.

Beim Einchecken im Hotel war ich dann innerhalb einer Millisekunde hellwach und voller Adrenalin. Ute verlangte nach meiner Kreditkarte. Ich nahm meinen Rucksack von den Schultern und wunderte mich sofort, dass er geöffnet war. Das Portemonaie war weg, inklusive aller Kreditkarten, Geld usw. Sofort nahm ich an, dass ich Opfer eines Diebes geworden war, der die Ablenkung, Taxi verlassen, Gepäck ausladen, Hotel betreten für seine Zwecke nutzte. Ich war bestimmt 10 Minuten nicht in der Lage, vernünftig zu handeln und suchte immer wieder geschockt meine Sachen durch, ohne Erfolg. Auf einmal nach dem bestimmt 5. Durchsuchen meiner Jacke, fand ich es. Ich weis, weder warum ich es nicht bei den vorherigen 4 Versuchen gefunden hatte, noch warum es überhaupt in meiner Jacke war und warum der Rucksack geöffnet war. Ich war zu 100 % sicher, dass es im Rucksack hätte sein müssen. Ende gut alles gut.

Wir haben ein super Hotel Riu Plaza direkt am Times Square. Nachmittags hatten wir dann noch einen ausgiebigen Bummel gemacht, Pizza gegessen und für Donnertag abend Theaterkarten gekauft für den Wintergarden, in dem ein neues Musical von Andrew Lloyd Webber, „The School Of Rock“, gezeigt wird. Um etliche 100 Dollar ärmer sind wir dann wieder ins Hotel.

Times Square

Am nächste Tag hieß es zeitig aufstehen, da Ute eine auführliche Stadtrundfahrt gebucht hatte, die um 9 Uhr vor dem Sheraton Hotel starten sollte. Pünktlichn um 8:45 Uhr standen wir vor dem Hotel und warteten…und warteten…und warteten. Es kam kein Bus. Ute fand in den Unterlagen eine Tel.-Nr.,  die im Falle von Schwierigkeiten anzurufen wäre. Dies versuchte sie auch aber auf der Strasse war es zu laut. Also ab ins Hotel zum Concierge. Dieser stellte mit seinem Telefon eine Verbindung her und nach etlichem Hin und Her erfuhren wir, dass die Fahrt bereits um 8:30 gestartet war. Unsere Unterlage von Neckermann war falsch.  Ute vereinbarte, dass wir die Fahrt am Freitag nachholen können.

Wir hatten dann ein 2 Tagesticket für den Hop On Hop Off Bus gekauft und eine ausgiebige und schöne Stadtrundfahrt   gemacht. Mittags gab es dann sehr gutes indisches Essen.

 

Unser nächster Plan war, die Linie zu wechseln um  im Norden die Circle Line zu erreichen, mit der wir dann auf dem Hudson River bis zur Freiheitsstatue und zurück fahren konnten. Leider war der Bus gerade weg und so machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Anlegestelle.

 

Die Fahrt auf dem Hudson war auch wieder schön. Sie Skyline von Manhatten ist wirklich sehr eindrucksvoll. Dann fuhren wir einmal um die Liberty und wieder zurück.

Da wir noch Zeit hatten bis zum Theaterbesuch, machten wir noch einen längeren Spaziergang an der Pier entlang und dann Richtung Midtown Manhatten durch den Central Park zum Times Square und dann zum Hotel.

Anschließend  war Frischmachen und kurz Ausruhen angesagt und um 19 Uhr waren wir wieder pünklich im Theater am Broadway.

Um es kurz zu machen, das Musical war der Hammer. Die Darsteller waren super. Die Handlung könnt ihr sicher im Internet recherchieren, das würde hier zu weit führen. Die Darsteller der Schüler, alle ca. 12 Jahre alt, konnten singen, tanzen, schauspielern und Instrumente spielen. Das Publikum, wir eingeschlossen, war begeistert.

Wintergarden

Spät abends versuchten wir noch auf den „Top of the rock“, der Aussichtsplattform vom Rockefellercenter zu gelangen, wieder waren die Unterlagen von Neckermann nicht vollständig, denn man verlangte den Reisepass als Identifikation, den wir natürlich nicht dabei hatten. Also verschoben wir das auch auf später.

Am Donnerstag hieß es wieder früh aufstehen, um um 8:30 am Treffpunkt zu sein für unsere geführte „Triboro Tour“. Diese Tour sollte durch die 3 sogenannte boroughs: The Bronx, Queens und Brooklyn führen. Pünklich wurden wir von unserem chilenischen Führer Francesco abgeholt. Mit uns an Bord eine 70 jährige Amerikanerin mit ihrer 96 jährigen Mutter.

Die gesamte Tour war ausgesprochen schön und interessant. Sie führte durch Upper West Side nach Harlem und dann in die Bronx, dann nach Queens über Greenpoint, Williamsburg nach Brooklyn. Zum Schluß fuhren wir über die Brooklyn Bridge durch Greenwich Village wieder zurück nach Midtown Manhatten. So bekamen wir einen umfassenden und  erweiterten Eindruck von New York, das nicht nur aus Manhatten besteht.

Yankee Stadium
Skyline Manhatten

Unser Reiseleiter war sehr engagiert uns die Eigenheiten der einzelnen Stadtteile mit den unterschiedlichen Ethnie  zu zeigen und an besonders schönen Stellen einen Stop einzulegen. Bei einem Italiener in Brooklyn, der der Sage nach früher Kontakte zur Mafia gehabt haben sollte, gab es dann noch einen guten Capuccino und einige Pastries. Da vor dem Laden eine fette Harley Davidson der New Yorker Polizei stand und der Cop innen genüßlich seinen Espresso schlürfte, nahmen wir an, dass die wilden Zeiten vorbei waren.

Nach unserer Rückkehr folgte dann noch eine Hop On Hop Off Tour aus unserem 2 Tagespass von gestern.

Diesmal befuhren wir die nördliche Uptown Route vom Times Square über Upper West Side, Morningside Hights, Harlem, East Harlem, Upper East Side wieder zurück zum Times Square.

Apollo Theater Harlem
Guggenheim Museum

Ihr seht, dies ist kein Erholungsurlaub.

 

 

 

 

 

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2. Lebenszeichen aus New York

Nach dem gewohnten frühen Aufstehen standen wir pünktlich um 8:15 Uhr vor dem Sheraton Hotel um unsere vor 2 Tagen verpaßte, geführte New York Tour zu machen. Auch unser Guide Stephan, ein Amerikaner, der in München aufwuchs und vor 12 Jahren in die USA ging, holte uns pünktlich ab.

 

Zuerst fuhren wir am Central Park die Upper West Side entlang bis zum Dakota, in dem neben anderen Stars auch John Lennon und Yoko Ono wohnten. Direkt vor dem Wohnhaus wurde er 1980 von einem Fan erschossen, der immer mit Lennon verbunden sein wollte. Yoko Ono wohnt übrigens immer noch in dem Haus. Im direkt angrenzenden Central Park wurde von Ono ein Mosaik initiiert, mit dem Wort „Imagine“ in Anlehnung an den Song.

Dakota
Central Park
„Imagine“ Mosaik

Die Upper West Side direkt am Central Park ist im Gegensatz zur gegenüberliegenden Upper East Side gerade zu günstig. Der durchschnittliche Preis einer Wohnung dort beläuft sich nur auf 45 Mio. Dollar im Gegensatz zur Upper East Side, wo man 87 Mio. Dollar berappen muß, wenn man dort überhaupt eine Wohnung erhält, weil auf der Seite die Altreichen New Yorker Familien , wohnen, die unter sich bleiben wollen.

Überhaupt hat New York einige Zahlen zu liefern, die interessant sind:

Einwohnen ca. 8.500.000

davon Illegale 120.000

Jährliche Besucher 60.000.000

Sprachen 800

Millionäre 400.000

Milliardäre 67

Die teuerste bisher verkaufte Wohnung in der 432 nd Park Avenue kostete 175.000.000 $

Anteil, den ein Durchschnittsverdiener für Miete aufbringen muß 70 %

Jährliche Kosten für einen Studienplatz an der New Yorker Universität  60.000 $

 

Über die Upper Eastside ging es dann am Empire State Building vorbei zum Trump Tower. Er ist eines von 19 Wolkenkratzer, die Trump in New York gebaut hat. Melania und ihr Sohn bewohnen die obersten 6 Stockwerke des Towers, der Sohn allein 2. Nach den Ferien steht der Umzug ins Weisse Haus an. Das kann eng werden.

Empire State Building

 

Trump Tower

Vorbei am Flatiron Building (Bügeleisenhaus), fuhren wir südwärts nach Greenwich Village. Auf der Christopher Street erfuhren wir die Geschichte dieses Bezirks, der in den 70er Jahren berühmt wurde durch die Schwulen- und Lesbenbewegung. Als die Polizei die illegalen Bars räumen und schließen wollte, gab es auch aus der Bevölkerung so starke Proteste, dass die Gesetze liberal geändert wurden.  Heute ist das Viertel  auch ein beliebtes Künstlerviertel geworden.

Flatiron House

Gleich anschließend fuhren wir durch Soho, dass schon lange seinen schlechten Ruf abgelegt hat und zu den angesagtesten Vierteln New Yorks gehört. Hier wurden die sogenannten Lofts erfunden, da Soho früher fast nur aus Fabrikgebäuden bestand.

Danach folgte Little Italy und  Chinatown, wobei Chinatown Litte Italy fast aufgefressen hat und sich immer weiter ausdehnt. Eine Begründung bestej

hat darin, dass sich die europäischen Auswanderer über Generationen integriert haben und sich in New York verteilten, die Chinesen dies nicht tun und über Generationen ihre Viertel nicht verlassen und auch kein Englisch sprechen.

Brooklyn BridgeWir erreichten dann den südlichen Financial District mit der Wall Street und fuhren dann am Ground Zero  vorbei zurück nach Midtown.

Brooklyn Bridge
Manhatten Bridge

Es wurde knapp, denn wir hatten um 14 Uhr unseren Termin für eine Walking Tour durch den Theater District mit Lunch im Hardrock Cafe. Leider warteten wir wieder vergebens, kein Führer kam. So machten wir uns direkt auf zum Hardrock Cafe, tauschten unseren Voucher gegen ein leckeres 3 Gänge Essen mit Getränken ein. Unsere Enttäuschung hielt sich in Grenzen, da der  Theater District direkt vor unserem Hotel liegt und wir schon einige Strassen abgelaufen waren.

Dann haben wir noch Karten gekauft für die Aussichtsplattform auf dem Rockefeller Center für morgen früh 8 Uhr.

Auf dem Heimweg kamen wir am Ambassador Theater vorbei, wo das Musical „Chicago“ läuft. „Chicago“ ist das am längsten am Broadway aufgeführte Musical. Kurzentschlossen hatten wir noch mal beide Augen bei den Preisen zugedrückt und für Samstag Abend Karten gekauft.

Um 22 Uhr waren wir zum Empire State Building aufgebrochen, um Manhatten von oben bei Nacht zu betrachten. Die Wartezeit vor den Aufzügen hielt sich in Grenzen und oben konnten wir in alle Himmelsrichtungen die beleuchteten Häuserschluchten von New York  betrachten. Das war wieder ein super Erlebnis.

Samstag morgen waren wir pünktlich am Rockefeller Center und mit dem ersten Aufzug auf dem  „Top of the Rock“. Der Himmel war bewölkt, trotzdem hatten wir eine gute Sicht. Auch diese Aussichten hatten wir genossen.

Meine Krankenkasse, jetzt weis ich wo die Beiträge bleiben
Central Park mit Upper Westside
Richtung Empire State Building
Richtung Central Park
Empire State Building

Dann stand unser Einstand bei der New Yorker U Bahn an. Wir wollten einige Stunden in Greenwich verbringen, das uns bei der Stadtrundfahrt gut gefallen hatte. Das Kartenziehen war schnell erledigt aber im Gegensatz zu Ute kam ich mit meiner Karte nicht durch die Sperre. Nach einiger Zeit öffnete man mir eine Tür, durch die ich zum Bahnsteig gelangte. Unser geplanter Ausstieg war die Christopher Street. Was wir nicht wußten war, dass wir in eine Expresslinie eingestiegen waren, die fast bis zur Endstation durchfuhr. Also auf der anderen Seite wieder zurück und darauf achten die Normallinie zu erwischen. Man lernt immer wieder etwas dazu.

In Greenwich sind wir durch das schöne Viertel gebummelt und haben am Hudson River eine Kaffeepause, bei mittlerweile wieder herrlichem Wetter, eingelegt.

Christpher Street
Kunst in Greenwich
Musik im Park

Danach wanderten wir durch Soho südwärts bis zum Ground Zero.

Die Mahnmale auf den alten Fundamenten der beiden Türme sind sehr eindrucksvoll. Auf den Rändern stehen die Namen aller Opfer. Täglich werden an die Namen der Opfer, die an diesem Tag Geburtstag gehabt hätten eine weiße Rose abgelegt. Die Wasserfälle an den Rändern und in der Mitte sollen an den Augenblick des Einsturzes erinnern.

Ground Zero
Ground Zero
Geburtstagsehrung eines Opfers

Rührend ist auch der Anblick eines Baumes, der monatelang unter den Trümmern verborgen und fast völlig zerstört war. Als man noch einen kleinen Rest leben in ihm fand, wurde er an einer exponierten Stelle neu eingepflanzt, gepflegt und hat sich mittlerweile zu einem stattlichen Baum entwickelt.

Survival Tree

Abends stand noch der Besuch des Musicals Chicago an. Das war ein klassisches Musical, ähnlich wie Cabaret. Vom Stil her, hatte uns das erste besser gefallen wobei die musikalische und tänzerische Qualität der Darsteller sehr gut war.

Ambassador Theater
Unser Limousinenservice zum Theater

 

 

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3. und letztes Lebenszeichen aus New York

Heute durften wir das erste mal ausschlafen, da wir nur das Metropolitan Museum of Art auf dem Programm hatten. Der Weg führte uns die 5th Avenue nach Norden. Auf Höhe der Mitte des Central Parks ist das Museum angesiedelt. Auf der 5th gerieten wir erst einmal in die Israel Parade, eine Parade aller in New York und Umgebung jüdischer Organisationen. Dafür hatten sie die 5th gesperrt und wir mußten uns im Zickzack dem Museum nähern.

Israel Parade

Im Museum gibt es alles, die drittgrößte Ägypthenausstellung der Welt, Kunst geordnet nach allen Regionen der Welt und damit meine ich wirklich allen Regionen, sowie Bilder von allen weltbekannten Künstlern.  Dort hängen dann nicht nur 1 oder 2 Picasso, sondern 20. Die Größe des Museums ist ebenfalls eindrucksvoll, was meine Beine soeben bestätigten.

 

Metropolitan Museum Of Art
Selbstbildnis des jungen Picasso
Selbstbildnis des älteren Picasso

Henri Matisse
Marc Chagall

Unterbrochen durch 2 Kaffeepausen hatten wir uns einige Stunden im Museum aufgehalten. Es war kurz vor 4 Uhr, als wir das Museum wieder verließen. Mir taten die Knochen weh und ich freute mich auf einen gemütlichen Abend auf dem Hotelzimmer mit hochgelegten Beinen.

Eigentlich hätte ich es wissen müssen, dass es anders kommen würde. Ute war unerbittlich und bestand auf den Besuch des sich in der Nähe befindlichen Solomon R. Guggenheim Museums.

Das Museum hat eine außergewöhnliche Architektur und ist innen sehr gut aufgebaut. Man schraubt sich spiralförmig bis ganz nach oben und kann unterwegs die Kunstwerke betrachten. Übrigens unter anderem wieder 20 Picasso. Auch dieser Besuch war wieder gut.

 

Solomon R. Guggenheim

Danach konnten wir die 5th bis zu unserem Hotel benutzen und haben damit das Besichtigungsprogramm erledigt.

Unterwegs wünschte sich Ute diese Louis Vuitton Tasche aber leider war die Reisekasse leer

Heute werden wir noch packen und morgen geht es um 5 Uhr zum JFK Flughafen zum Flug auf die Bermudas.

Übrigens, ich versuche seit 4 Tagen tel. Kontakt mit unserer Vermieterin auf Bermuda aufzunehmen aber es nimmt niemand ab. Ob uns dort ein weiteres Abenteuer erwartet?

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