9. Lebenszeichen Singapur und Down Under September 25 bis Dezember 25

10.11. bis 24.11.

Sydney – Forster

Heute verließen wir Sydney und mußten uns morgens erst einmal durch den Berufsverkehr wühlen. Unterwegs sahen wir schön blühende Bäume.

Forster – Port Macquarie

Morgens machten wir noch einen kleinen Spaziergang ans Wasser und konnten zuschauen, wie Pelikane 2 Angler besuchten, die gerade ihren Fang filetierten. Außerdem lief mir noch ein Maskenkiebitz über den Weg.

Dann ging es über den Highway 1 nach Norden. In Kew verließen wir diesen und fuhren auf dem Ocean Drive eine scenic route an der Küste entlang. Leider verläuft diese Küstenstrasse nicht wie der Highway 1 in den USA direkt am Ozean entlang, sondern es gibt zwischen Strasse und Strand immer einen Grüngürtel. Man muß also verschiedene Lookouts anfahren um die Küste zu sehen – das taten wir dann auch.

Dann lag noch ein subtropisches Regenwaldbiotop auf dem Weg, in dem man Baumriesen und Würgefeigen finden konnte.

Wir stehen in Port Macquarie direkt am Kanal, der den Hafen mit dem offenen Ozean verbindet. Wie auch woanders, hat man die Ufer mit großen Felsbrocken gesichert. Diese wurden hier genutzt um an Verstorbene zu erinnern, zum Geburtstag zu gratulieren oder einen Heiratsantrag auf besondere Weise zu stellen – außergewöhnlich.

Port Marquarie – Byron Bay

Eine weitere längere Etappe von 390 km stand an. Vorher besuchten wir im Ort einen Park mit einer großen Flughundkolonie.

Auf der M1 fuhren wir weiter nordwärts. In Coffs Harbour machten wir eine Mittagspause. Die sind bekannt für frischen Fisch und Meeresfrüchte, und die ließen wir uns schmecken. Ansonsten gab es nur noch den Port Morton Lookout auf der Strecke, den wir anfuhren.

Relativ spät kamen wir in Byron Bay an. Bayron Bay ist eine sehr lebendige alternativ angehauchte Ferienstadt mit einem wunderschönen Surfstrand und das Cape Byron Lighthouse in der Nähe. Abends nahmen wir unser Abendbrot mit an den Strand und picknickten dort.

13.11. Byron Bay

Heute hatten wir unseren 1. Urlaubstag der Reise. Nichts war geplant, es hieß ausspannen. Wir besuchten den Farmers Market im Ort, wo es Musik und Angebote der Farmer aus der Region gab. Wir erstanden tatsächlich ein Dinkelbrot vom deutschen Bäcker.

Mittags begannen wir die Wanderung zum Leuchtturm. Auf einem schön angelegten Weg gingen wir am Strand, durch Eukalyptuswälder und an der Steilküste entlang bis zum Turm. Unterwegs erreichten wir den östlichsten Punkt Australiens. Nach einer Pause ging es wieder retour. Unterwegs sahen wir Koalas, ein Buschtruthahn, Australische Raben und Australische Wasseragame. 

Den Rest des Tages hieß es dann relaxen. Ach ja, abends bekamen wir wieder Besuch, diesmal von einer Familie Buschsteinbrachvögel, die gerne von meinen Haferflocken naschten.

Byron Bay – Brisban

Das Wetter wurde schlechter. Es ging in die Berge zum Springbrook N.P. Je höher wir kamen, desto weniger Aussicht hatten wir. Trotzdem versuchten wir die ersten Lookouts zu besuchen.

Vom Wunburra Lookout war im Nebel die Skyline von Gold Coast zu erahnen, das noch 80 km entfernt war.

Die Purling Brook Falls erreichten wir pitschnass. Allerdings war der Gang durch den Regenwald, der seinen Namen verdiente, trotzdem schön, neben dem Wasserfall, waren wieder einige eindrucksvolle Baumriesen zu sehen.

Wir beschlossen, auch noch die Natural Bridge zu besuchen. Hier fließt ein Fluß unter einer natürlichen Brücke hindurch.

Dann brachen wir ab, auf 1000m Höhe sah ich kaum die Strasse.

Es zog sich ziemlich bis Brisbane und dort erreichten wir einen 14 km langen Stau. Die Großstadt hatte uns wieder.

Beim Briefing um 18 Uhr wurden wir von einem schweren Gewitter überrascht, so dass es abgebrochen wurde.

Zurück im Mobil stellten wir wieder einen Wassereinbruch durch das Dachfenster fest, außerdem stand das Bad unter Wasser, und es lief bereits in den Wohnbereich.

Brisbane

Wir hatten bei der Reiseleitung um den Austausch des Wohnmobils gebeten. Am Morgen hörten wir nichts, außer, dass auf eine Reaktion vom Vermieter gewartet würde.

Der Tag begann dann mit einer geführten Stadtrundfahrt, die von einer Thüringerin durchgeführt wurde, die seit 20 Jahren in Brisbane lebt. Zunächst fuhren wir zu einem Aussichtspunkt, von dem man eine Sicht auf die ganze 2,3 Mio Metropole hat. Dann gings zu South Bank. Dort bummelten wir am Brisbane River entlang, immer mit Blick auf die Skyline. Unterwegs sahen wir einige schöne, in Blüte stehende Bäume. Außerdem steht hier die nepalesische Friedens Pagode, das letzte Exponat der Weltausstellung von 1988.

Weiter ging die Rundfahrt durch die teuren Vororte Hamilton und Ascot. Dann fuhren wir zurück zum Campingplatz.

Es war 14 Uhr, und wir hatten immer noch nichts bezüglich Womotausch gehört. Dann informierte Eva uns, dass wohl 1 Wohnmobil vorbereitet sei und wir es sofort abholen könnten. Das machten wir dann auch. Vorort bestand ich erst einmal darauf das Tauschmobil zu begutachten. Ich fragte nach Gas, Kraftstoff, Wasser usw. Alles in Ordnung war die Antwort. Dann begann ich mit der Inspektion. Im Gasfach fehlte schon einmal 1 Flasche. Ute entdeckte einen fehlenden Schließer an einer Seitenscheibe. Die 2. Gasflasche wurde dann geliefert und eingebaut und tatsächlich bauten sie ein komplett neues Fenster ein. Das wäre einfacher als den Schließer zu reparieren. Nachdem alles zu unserer Zufriedenheit vorbereitet war, begannen wir mit dem Umräumen. Das Wohnmobil ist erheblich jünger als das alte und viel gepflegte. Wir hoffen das unser 4. Wohnmobil das Ziel der Reise erleben wird und sind erst einmal zufrieden.

Den abends einsetzenden tropische Regen, überstand es erst einmal ohne Wassereinbruch.

Brisban – Noosa Heads

Wieder ein Tag ohne Bilder – schade eigentlich, denn die Strecke führte in die Berge des Noosa N.P. auf einer sehr schönen scenic route. Wir befinden uns jetzt an der sunshine coast, die mit über 300 Sonnentagen im Jahr wirbt. Wir haben mindestens 2 Regentage erwischt mit 0 Sicht.

Das neue Wohnmobil will liebgahabt werden. Die Dachluke im Bad ist undicht. Da das Wasser in die Dusche läuft, stört uns das nicht – der Rest des Mobils schein weiterhin trocken zu sein. Die Toilette hakte, man konnte sie nur teilweise öffnen. Nach einiger Fummelei an der Mechanik, konnte ich den Fehler beheben. Bei der Abfahrt stellten wir fest, dass der Zigarettenanzünder ohne Strom ist. Das ist nicht gut, da unser Navi darüber versorgt wird. Wir entschlossen uns gerade, wieder zur Werkstatt zu fahren, da entdeckte Ute eine 2. Stromquelle am Armaturenbrett, die auch Strom führte. Jetzt mögen wir unser Mobil wieder.

Noosa Heads

Jetzt hatten wir richtiges Sunshine Coast Wetter. Wir fuhren mit dem Bus bis Noosa und liefen dann zum Noosa N.P. Dort begann unsere geplante Wanderung. Es ging auf einem herrlichen Küstenwanderweg mit Blicken auf wunderschöne Strände bis zum Kap Hells Gate. Unterwegs konnten wir von oben sogar Delphine beobachten.

Dann bogen wir ab und gingen durch einen schönen Regenwald zurück zur Stadt. Auf dem 2. Teil waren wir ganz alleine, die meisten wählen als Rückweg den Küstenweg, den sie auch gekommen sind.

Dann gings zum Mittagessen und zum Friseur. Nach einem leckeren Frozen Joghurt bummelten wir noch ein wenig durch die Hastings Street. Noosa ist ein komplette Ferienstadt und so ist auch das Angebot an Geschäften – sehr teuer. Dann suchten wir den Fähranleger. Es gibt hier eine Fähre, die bis auf 2 km zum Campingplatz fährt. Sie fährt nur jede Stunde, und wir hatten eine gerade verpasst. Draussen war es heiss und direkt am Fähranleger befindet sich das beste Haus am Platze, das Sofitel Hotel. Wir gingen dort hinein und setzten uns in die gut gekühlte Lobby. Ute entdeckte einen Tisch mit mit Erfrischungsgetränken zur freien Verfügung. Das eiskalte Mineralwasser mit Zitrone und Gurke schmeckte fantastisch. Nach einiger Zeit wollte sich Ute ein 2. Glas holen. Ein Kellner trat zu ihr und fragte sie, ob sie nicht ein Glas Champagner möchte. Nachdem sie bejahte, öffnete er eine Flasche gab ihr ein Glas. So kann man 1 Stunde Wartezeit gut überbrücken. Von der Fähre konnten wir sehen, wie die Schönen und die Reichen hier leben.

Hatte ich ganz vergessen – morgens wollten wir unsere Wanderschuhe anziehen, und ich öffnete das Staufach, wo unsere Schuhe lagern. Alle Schuhe pitschnass und das Wasser stand im Staukasten.

Noosa Heads – Rainbow Beach

Unser erster Stop war bei Searys Creek. Hier gibt es einen kleinen Fluß mit einer merkwürdigen Färbung, die von den Teebäumen stammen. Es sind Tannine und andere organische Stoffe aus den Blättern und Rinden – sind völlig ungefährlich.

In der Bymien Picnic Area machten wir wieder eine kleine Wanderung zum Poona See. Diese führte wieder durch einen schönen subtropischen Regenwald. Unterwegs konnten wir einige Buntwarane entdecken.

Am Rainbow Beach gibt es die Carlo Sandblow, eine riesige Wanderdüne, sowie einen endlosen Sandstrand.

Abends gab es wieder das tägliche Briefing, dem Ute eine rockige Note verlieh.

Rainbow Beach

Heute stand ein Höhepunkt der Reise auf dem Programm. Wir fuhren mit 4×4 Kleinbussen nach Fraser Island oder wie es seit 2023 heißt, K‘gari, das ist der ursprüngliche Name der Butchulla-Aborigenies und bedeutet Paradies. K‘gari ist die größte Sandinsel der Welt mit einer Länge von 123 km und einer Breite von 22 km. Es beherbergt den ältesten Regenwald der Welt mit Arten, die schon zu Gondwanas Zeiten existierten und sich bis heute nicht verändert haben. Es gibt sehr viele endemische Pflanzen, die weder auf dem Festland noch sonst wo in der Welt existieren können, man rätselt noch, warum das so ist. Ein Beispiel ist der leuchtend grüne Foxtail Fern. Interessant ist auch, dass K‘gari über 100 Süsswasserseen besitzt, teilweise Regenwasserreservoires oder Quellen.

Wir starteten die Fahrt mit einer völlig überdrehten, aber trotzdem sympatischen Fahrerin, die durch rockige Musik und permanenten Redeschwall, gute Laune verbreitete. Die Fähre, hat weder einen Ableger noch Anleger und sucht sich jedes Mal den günstigsten Platz. Auf K‘gari angekommen, dauerte es 10 Minuten, da hatte ein Fahrzeug einen Reifenschaden, und unser Fahrzeug sprang nicht mehr an. Man begann den Wagenheber zu suchen und fand ihn nach einer halben Stunde nicht. Ein anderes Fahrzeug wurde per Funk zu uns beordert, und der hatte einen Wagenheber. Der war aber zu kurz. Mittlerweile übernahm einer aus unserer Gruppe die Initiative und begann kreativ und immer unter dem Wagen liegend, mit der Demontage des Rades. Nach 1 Stunde war es vollbracht, und auch unser Fahrzeug bekam Strom über ein Überbrückungskabel und sprang wieder an.

Dann begann der Ritt, erst durchs Inland auf Sandpiste mit tiefen Löchern und dann, am Strand entlang bis Lake McKenzie, ein Regenwasserbecken, in dem wir ein erfrischendes Bad nahmen. Unterwegs sahen wir noch einen Dingo, einen Weißbauchadler und den größten Adler Australiens, den Keilschwanzadler mit eine Flügelspannweite von bis zu 3m.

Dann ging es weiter zum Maheno Wrack, ein ehemaliger Luxusliner, der 1935 zum Verschrotten nach Japan gebracht werden sollte. Ein heftiger Taifun sorgte dafür, dass die Schleppketten rissen und das Wrack an den Strand gespült wurde, wo es seitdem verrottet. Dort gibt es auch die Möglichkeit einen Rundflug zu machen, von der Strandpiste aus.

Bevor es auf 65 km Strandpiste mit bis zu 85 km/h zurück ging, hielten wir bei Eli Creek, einer Süsswasserquelle, die jeden Tag 40000l Wasser ins Meer fließen läßt. Dort nahmen wir noch einmal ein erfrischendes Bad.

“Zuhause“ angekommen, erhielt ich wieder Besuch, diesmal von einem Gelbhaubenkakadu, der von meiner Salamischnitte etwas ab haben wollte. Er näherte sich in kleinen Schritten, bis er auf meinem Arm saß und ich mich nur „retten“ konnte, indem ich ihm ein Stück auf den Boden warf.

Rainbow Beach – Bundaberg

Was noch wissenswert ist: In Australien begrüßt man sich mit neben den bekannten Hi oder How `re you doing am Tage mit Good day. Ich bin einige Male mit „Hello my love“ begrüßt worden und war sichtlich beeindruckt über meine anscheinend sympatische Wirkung. Leider erfuhr ich später die wahre Bedeutung – diese Begrüßung wird bei seniors, also bei alten Männern benutzt, so auch heute bei Tanken.

Um 8 Uhr waren wir pünktlich zur Delphinfütterung in Tin Can Bay. Hier kommen jeden Morgen einige Delphine um sich Leckerlis abzuholen. Sie erhalten aber nur kleine Mengen, damit sie weiter jagend ihre Nahrung finden.

In Marybourough machten wir eine längere Pause. Dies ist ein schmuckes Städtchen mit wunderschönen alten Fassaden. Es war gerade Markttag und an dem ersten Stand wurde deutsche Bratwurst angeboten. Die probierte ich und ich muß sagen – wie zuhause. Dann fanden wir noch einen deutschen Bäcker, bei dem wir 2 Brote kauften. Ich entdeckte eine auffällig, im Stil der 1920er Jahre gekleidete Frau, die sich gerne fotografieren ließ. Auch die Ampelfrauen waren ganz dem Stil der alten Zeit angepaßt. Ute fand dann noch einige witzige Street Art Bilder.

Es ging weiter nordwärts, die Landschaft veränderte sich wieder. Links und rechts erstreckten sich große landwirtschaftliche Flächen und Zuckerrohrplantagen. Diese gehören zur alt eingesessenen Rumdestillerie von Bundaberg. Der statteten wir einen kurzen Besuch ab, verzichteten aber auf eine geführte Führung.

Interessant ist noch, dass das Great Barriere Reef im Süden bis vor die Küste Bundabergs reicht.

Die Küste von Bundaberg ist Heimat der größten Population der Karettschildkröten. Wir haben Glück, denn zur Zeit legen sie an den Stränden ihre Eier ab. Im Mon Repos Turtle Centre trafen wir uns abends und hofften, dass an diesem Abend Schildkröten an Land kommen. Nach 3 Stunden Wartezeit gab es das Signal, dass sich 2 Schildkröten am Strand befinden. In völliger Dunkelheit gingen wir mit einem Ranger zu den Stellen. Licht war für uns verboten, fotografieren auch und wenn nur sehr eingeschränkt für ein paar Sekunden nach Freigabe. Wir konnten über 1 Stunde sehen, wie die Eier abgelegt und dann mit Sand abgedeckt wurden. Dann verschwand die Schildkröte wieder im Meer. Diese war das erste Mal 2015 hier am Strand. Die Tiere werden vermessen, markiert und von Seepocken gesäubert. Alle 3 Jahre legen sie bis zu 120 Eier.

Bundaberg – Rockhampton

Wieder lag eine lange Transferstrecke mit nur einem Highlight vor uns. Dieses war der Abstecher nach 1770. So heißt die Stadt, an deren Strand James Cook 1770 Australien entdeckte und betrat. Heute ist es eine Ferienstätte mit einem Gedenkstein und einer schönen Lage.

Der Rest der Fahrt zog sich und schließlich kamen wir in Rockhampton an. Seit 2 Tagen haben wir wieder über 30°C, wir befinden uns jetzt wieder in den Tropen.

Sehenswert in Rockhampton sind die schön restaurierten Hausfassaden von Gebäuden aus den 1860er bis 1900er Jahren.

Abends gab es wieder ein Seabridge Essen.

Rockhampton – Eungella N.P.

Die letzte wirklich lange Etappe lag mit 420 km vor uns. Da es wieder schwül und mit 35°C heiß geworden ist, läßt es sich im klimatisierten Fahrerhaus gut aushalten. Trotzdem zog sich die Etappe und Ute sprang wieder ein.

Die letzten 20 km waren dann wieder nach meinem Geschmack. Es ging bis auf 700 m auf einer extrem steilen und engen Strasse. Oben waren es dann auch „nur“ 28,5°C. Von einem Outlook hatte man wieder eine schöne Aussicht auf das langgestreckte Tal.

Der Eungella N.P. ist bekannt für seine Platypuspopulation. Wir kennen die merkwürdigen Tiere unter Schnabeltiere.

Diese Tiere haben bei ihrer „Konstruktion“ allerlei durcheinander bekommen. So sind es eierlegende Säugetiere. Sie haben einen Entenschnabel, einen paddelförmigen Schwanz, wie ein Biber, das Fell eines Otters und Krallen wie ein Bär. Zwischen den Zehen haben sie Schwimmhäute. Männliche Tiere haben einen Giftstachel. Unter Wasser schließen sie die Augen und spüren ihre Beute durch elektrische Impulse ihres Elektrosinns auf. Es hat keine Zähne sonder Hornplatten. Unter UV Licht leuchten die Tiere, da ihr Fell fluoreszierende Farbstoffe enthält. Sie sind sehr selten und nur in dieser Region Australiens beheimatet.

Große Erwartung eines zu sehen hatte ich nicht. Wir legten uns am späten Nachmittag auf die Lauer und tatsächlich erblickten wir dann eins in großer Entfernung und später ein weiteres etwas näher. Beim entfernteren Tier konnte man sogar blaue Färbung am Kopf, Beinen und Schwanz erkennen.

Abend gab es wieder ein gemütliches Lagerfeuer.

Eungella N.P. – Cape Hillsbourough

Eine kurze Etappe führte uns durch die Zuckerrohrfelder und Farmen der Gegend.

Ein kleiner Loop, kurz vor dem Ziel, führte uns erstmals durch Mangroven.

Auf dem Campingplatz leben auch die Großen Braunen Kanguruhs und Wallabies. Wie man sieht, lassen sie es sich gutgehen. Ich entdeckte noch einen neuen Vogel, den Jägerliest.

Am nächsten Morgen gab es noch eine kleine Kanguruhparade am Strand, der zum Baden förmlich einlädt. Hier badet niemand, denn es gibt die Stinger Qualle, die durch ihre Nesseln furchtbare Verbrennungen hervorrufen kann. Es gibt Stingersuits, Ganzkörperanzüge die davor schützen sollen.

Dann noch schnell eine Morgenwanderung zum Outlook. Da sahen wir von oben einige Meeresschildkröten.

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8. Lebenszeichen Singapur und Down Under September 25 bis Dezember 25

3.11. bis 9.11.

Lakes Entrance – Eden

Immer dem Snowy River entlang, ging es heute durch Eukalyptuswälder nach Eden.

Unseren Ersten Stop machten wir bei den Salmon Rocks, einer Granitfelsenansammlung an einem schönen Sandstrand.

Bei Orbost, lud ein angelegter Park, mit schönen Bäumen und ein altes Bahnhofsgebäude zu einer kurzen Rast ein.

Dann ging es zum Mackenzie River Rainforest, ein warm gemäßigter Regenwald mit außergewöhnlichen Pflanzen. Hier gingen wir den angebotenen Walk und staunten über die bis zu 6m hohen Baumfarne.

Wir verließen Victoria und reisten in den Bundesstaat New South Wales ein. Nach weiteren 50 km erreichten wir Eden. Hier entwickelten sich während der Zeit, wo noch Wale gejagt wurden, eigenartige Verhaltensweisen der Orcas. Diese lernten, wenn sie Glatt- und Buckelwale in die Bucht von Eden trieben und diese dadurch von den Walfängern leicht getötet werden konnten, erhielten sie bestimmte Teile des Wals wie Zunge und Lippen als Dankeschön. Dies funktionierte über Jahrzehnte.

An der Wharf fanden wir einige ausgefallene Plastiken.

Eden – Canberra

In der Nacht gab es wieder ein Unwetter mit Blitz und Donner – und mit einem nassen Bett von Ute. Die Reparatur der Dachluke hat nichts gebracht. Mal sehen, wie wir damit umgehen.

Wir verließen Eden, nicht ohne vom Viewpoint noch einen Blick auf die Walbucht zu werfen, gestern war es am regnen.

Heute ging es in die Berge. Auf dem Snowy Mountains Highway fuhren wir durch riesige Eukalyptuswälder, immer bergauf. Auf 1000m änderte sich die Landschaft, wir hatten hier die Baumgrenze erreicht. Die Snowy Mountains gehören zur „Great Dividing Range“, der Gebirgskette, die von Südost bis Nordost Australien durchzieht. Hier liegt auch der höchste Berg Australiens, der Mount Kosciuszko mit 2228m, und hier liegen auch die einzigen Skigebiete Australiens.

Es ging nach Canberra, der Hauptstadt von Australien. Canberra hat einen unabhängigen Status von den Bundesländern, ähnlich wie Whashington D.C. in den USA. Es wurde 1913 Hauptstadt, um die Streitigkeiten zwischen Melbourne und Sydney zu beenden.

Unterwegs fanden wir noch einen Outlook an einem kleinen Regenwaldbiotop.

In Bega besuchten wir das Bega Cheese Heritage Center, um es einfacher auszudrücken, eine alte Käserei.

Kurz vor unserem Campingplatz in Canberra fuhren wir noch zu dem Mount Ainslie Outlook, von dem man eine wunderbare Sicht auf die Stadt hat.

Die Temperatur ist auf 9°C gefallen, wir befinden uns auf 800 m Höhe.

Übrigens, seit Melbourne sind wir wieder vollzählig. Edmund, der die Reise aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen mußte, ist wieder zu uns gestoßen und fährt die Tour zu Ende.

Canberra

Heute unternahmen wir wieder eine Stadtrundfahrt. Canberra hat ca. 480000 Einwohner und ist damit eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Es ist eine reine Dienstleistungs- und Verwaltungsstadt mit wenig Industrie. Der Lebensstandard in Canberra ist hoch, das Durchschnittseinkommen liegt höher, als im übrigen Australien. Es ist eine ruhige und sichere Stadt mit wenig Verkehr, eingebettet in einer schönen Landschaft, mit den Hausbergen Mount North und Mount Ainslie, sowie einigen Seen.

Die Stadtrundfahrt offenbarte keine Überraschungen. Spektakuläres gibt es hier nicht zu entdecken. Wir starteten bei der National Galerie of Australia. Wir sind eigentlich Museumsmuffel, fanden aber dennoch einige schöne Exponate Aboriginekunst.

Dann ging es zum Australian War Memorial. Nicht so mein Ding, mir waren die Bilder und Exponate im Museum zu heroisch – das Grauen der Krieges konnte man nur erahnen.

Das Parlament war die nächste Station. Es gibt ein altes Parlamentsgebäude, das als Provisorium diente, bis das neue fertig war. Heute befindet sich darin ein Museum.

Abends bekam ich dann noch netten Besuch von Pennantsittichen.

Canberra – Blue Mountains

Wir verließen den Bundesdistrikt Australian Capitol Territory und reisten wieder in New South Wales ein. In Goulburn hielten wir um uns „The Big Merino“ anzuschauen. Dies soll das Zentrum der Schafzucht symbolisieren. In dem Viech befindet sich ein Souveniershop. Übrigens werden die meisten Fotos vom Hinterteil gemacht.

Dann ging es direkt in Richtung Blue Mountains. Hier gibt es tiefe Schluchten, spektakuläre Felsformationen und Eukalyptuswälder. Der Name stammt von dem bläulichen Dunst der über den Wälder liegt. Dieser stammt von den ätherischen Ölen, die von den Eukalyptusbäumen an die Luft abgegeben werden und das Licht brechen.

Wir unternahmen eine Wanderung auf dem Prince Henry Cliff Walk, über den man alle relevanten Outlooks inklusive der „Three Sisters“ erreicht.

Abends besuchte mich diesmal ein Gelbhaubenkakadu

Blue Mountains – Sydney

Nach einem frühen Einkauf, stellten wir uns auf den Parkplatz der Scenic World, um möglichst mit der ersten Gondel runter in den Regenwald zu gelangen. Wir hatten nämlich später wieder einmal einen Termin bei Apollo in Sydney, wegen unseres Sorgenkinds, der Dachluke. Apollo Sydney liegt ungünstig, und darum erwarteten wir jede Menge Staus, da wir anschließend quer durch Sydney zu unserem Campingplatz fahren müssen.

Aber erst einmal ging es mit der Gondel 250 m abwärts in den Regenwald. Wir waren so früh, dass wir tatsächlich den Walk völlig alleine gehen konnten. Der Wald ist wieder einmalig mit den uns mittlerweile bekannten Baumfarnen. Interessant fand ich auch die unterschiedlichen Strukturen der Baumrinden.

Dann fuhren wir mit einer anderen Seilbahn quer über den Canyon und zurück.

Anschließend ging es dann nach Sydney zu Apollo, wo ein Techniker noch einmal mit Sikaflex das Dachfenster abdichtete und nach meinem Wunsch hin auch noch mal abklebte. Bin gespannt auf den nächsten Regen.

Auf dem Campingplatz hatte ich gleich wieder Kontakt mit einem Pennantsittich.

Sydney

Heute hatten wir „frei“ und beschlossen mit dem BigBus die Stadt zu erkunden. Dies erwies sich aufgrund der Verkehrslage als nur mäßig sinnvoll. Wir schlichen von Ampel zu Ampel. Also galt es einen neuen Plan zu entwickeln. Wir wechselten auf eine andere Linie des BigBus und fuhren zum Bondi Beach. Hier muß man ja angeblich gewesen sein, wenn man Sydney besucht. Naja, die Bucht ist schon ganz schön anzuschauen, war mega besucht, aber wir haben schon schönere Strände gesehen. Es gab auch keine Welle, also waren auch keine Surfer auf dem Wasser.

Wir nahmen dann einen regulären Bus, der uns wieder in die Innenstadt brachte. Hier bummelten wir durch die Viertel „The Rocks“ und „Circular Quay“ und sahen die Wahrzeichen von Sydney: die Oper und die Sydney Harbour Bridge, sowie die Skyline.

Dann ging es mit der Fähre zur Pyrmont Bay. Das Queen Victoria Building war unser Ziel. Dies ist wieder eine riesige Shopping Mall mit vielen Restaurants aus der viktorianischen Epoche. Davor standen 3 weiße Rolls Royce Oldtimer, die zu einer indischen Hochzeit gehörten. Dann gönnten wir uns noch eine kleine Stärkung.

Es war mittlerweile 18 Uhr und wir steuerten Sydney Eye, den Fernsehturm an. Hier hatten wir für die letzte Fahrt des Tages gestern noch Tickets bekommen, um den Sonnenuntergang von oben und die 360° Aussicht auf Sydney zu genießen. Die Observation Plattform befindet sich in 150 m Höhe.

Dann ging es mit der Metro zurück zum Platz. Der öffentliche Nahverkehr ist super einfach organisiert. Man kann sich überall mit seiner Kreditkarte beim Ein- und Aussteigen an- bzw, abmelden. Fahrscheine gibt es nicht. Es wird nach Länge der Fahrstrecke berechnet, wobei der Tageshöchstsatz bei 5,90 Aust. Dollar liegt. Die Metro fährt Fahrerlos.

Sydney

Heute hatten wir unere Stadtrundfahrt mit einem sehr guten, deutschsprachigen Stadtführer. Wieder ging es nach Bondi Beach, allerdings war heute starker Wellengang mit vielen Surfern zu beobachten.

Wir fuhren an vielen wichtigen Gebäuden vorbei und betraten mittags das Schiff zur Hafenrundfahrt mit Mittagessen. Hier hatten wir wieder eine andere Perspektive auf die Stadt.

Dann erfolgte noch die Besichtigung der Oper. Wir erhielten Informationen über die Entstehungsgeschichte der Oper mit den nicht ganz so schönen „Nebengeräuschen“ um den dänische Architekten Jörn Utzon. Dieser hatte sich nach einem Regierungswechsel mit dem neuen Premierminister zerstritten und wurde gekündigt. Daraufhin verließ er Australien und kehrte nie wieder zurück. Die Oper wurde dann mit 2 jährfiger Unterbrechung von australischen Architekten fertig gestellt. Utzon hat somit nie seine Oper vorort erleben können.

Wir wurden durch verschiedene Foyers geführt und in den Opernsaal und dem Konzertsaal. Fotos waren nur eingeschränkt erlaubt. Es gab einige sehr interessante geometrische Strukturen im Innerein zu sehen.

Abends fuhren wir nicht mit der Gruppe zurück, sondern mit der Fähre Nach Manley. Dort aßen wir zu Abend und fuhren dann wieder zurück, um die Skyline Sydneys bei Nacht zu sehen.

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7. Lebenszeichen Singapur und Down Under September 25 bis Dezember 25

24.10. bis 2.11.

Grampians N.P. – Port Campbell

Heute wartete ein Highlight dieser Reise auf uns, die Great Ocean Road, die zu den spektakulärsten Küstenstrassen der Welt zählt. Diese Strasse wurde in den 1920er Jahren von 3000 Kriegsveteranen gebaut, denen man damit eine Aufgabe gab und gleichzeitig die abgelegenen Küstenorte mit Melbourne verband, die bisher nur per Schiff erreichbar waren. Das Wetter spielte mit, und so fuhren wir einige Stunden die Küste entlang und hielten an allen Lookouts, die uns angeboten wurden. Der Steinbogen die London Bridge stürzte 1990 plötzlich ein. 2 Touristen waren gerade über sie auf die andere Seite gegangen und mußten dann mit dem Helokopter gerettet werden. Weitere bekannte Küstenformationen sind die Twelve Apostel, wobei es nur noch 7 zu sehen gibt, die anderen sind mittlerweile eingestürzt und Loch Ard Gorge. Hier sank Ende des 19. Jahrhunderts das Segelschiff Loch Ard.

Am späten Nachmittag fuhren wir noch einmal zum Sonnenuntergang zu den 12 Aposteln. Ich mußte noch einmal ins Wohnmobil und als ich raus kam, fragte Ute: wollen wir fliegen? Ich hatte vor dem Heliport geparkt, und Ute hatte die Zeit genutzt nachzufragen, ob es noch einen Flug gäbe. Es war zwar kurz vor Feierabend aber sie machten noch einen kleinen Helikopter fertig, und so kamen wir ungeplant und spontan noch zu einem wunderschönen Helikopterflug an der Steilküste entlang.

Dann galt es noch den Sonnenuntergang nicht zu verpassen.

Port Campbell – Wye River

Heute genossen wir weiter die schönen Aussichten von der Great Ocean Road. Wir steuerten den Leuchtturm am Cape Otway an, kehrten dann aber wieder um, da uns 22 Dollar Eintritt nur um den Leuchtturm zu sehen nicht wert waren. Außerdem war er geperrt, man konnte ihn nicht besteigen. Aber – der Abstecher war trotzdem nicht umsonst, da wir 2 Koalas beobachten konnten. Auch war die Stichstrasse zum Leuchtturm im Otway N.P. sehr schön.

Dann fuhren wir noch einige Lookouts an und erreichten einen mit Hunderten Kindern und verkleideten Erwachsenen voll ausgebuchten Campingplatz, die so was ähnliches wie Junggesellenabschiede feierten – schon um 14:30Uhr. Mal sehen was der Abend bzw. die Nacht zu bringt. Wir wurden aber auch von den Königssittichen in Empfang genommen. Einer wollte sich nicht fotografieren lassen und setzte sich einfach auf meine Kamera.

Wye River – Ballarat

Eigentlich sollte dies eine Tour in die Vergangenheit werden. Ziel war der Sovereign Hill Historical Park. Dies ist ein großes Freilichtmuseum, in dem die Geschichte der Goldgräberzeit nachgestellt wird. Es gibt Vorführungen über Goldwaschen, Pillendrehen und viele Handwerke mehr.

Das Wetter meinte aber etwas dagegen zu haben. Es goss wieder ununterbrochen, und wir waren froh endlich unfallfrei in Ballarat anzukommen und schenkten uns den Besuch.

Wie wir später erfuhren, hatten wir nicht viel verpaßt. Für 50$ wird eine Mischung aus Disneyland und Freilichtmuseum geboten.

Ballarat – Melbourne

Heute hieß es wieder früh aufstehen. Wir hatten einen Werkstatttermin bei Apollo in Melbourne. Seit 2 Wochen hat Ute ein nasses Bett, wenn es regnet, da die Dachluke undicht ist. Alle Klebeversuche waren umsonst. Außerdem ist die Dachantenne vom TV lose und droht uns irgendwann zu verlassen, und der Abfluss vom Spülbecken ist dicht. Die anderen ca. 10 Mängel haben wir nicht gemeldet, da sie nur den Komfort betreffen und nicht die Reise wesentlich beeinträchtigen.

Bis 40 km vor Melbourne kamen wir gut voran, dann gerieten wir in die Rushhour der 5 Millionen Metropole. Trotzdem waren wir pünklich um 9:00 Uhr an der Station. Nachdem wir unsere Mängel kund getan hatten, hieß es warten. Um 11:30 Uhr kam ein Monteur und fragte, welche Mängel wir hätten. Nach einmaligem tiefen Durchatmen erklärte ich ihm diese noch einmal. Nach weiteren 1 1/2 Stunden meldete er Vollzug. Wir erhielten noch neue Handtücher , AdBlue und 2 weitere Stühle, zum Beine drauf legen. Bestimmt regnet es den Rest der Reise nicht mehr, so dass wir die Qualität der Dachlukenabdichtung nicht beurteilen können.

Nach weiteren 10 km erreichten wir dann unseren Campground in Melbourne und es wurde sonnig.

Melbourne

Morgens wurden wir für eine ganztägige Stadtbesichtigung abgeholt. Es dauerte über 1 Stunde, bis wir im Zentrum von Melbourne, während der morgentlichen Rushhour, angekommen waren. Melbourne ist die Hauptstadt von Victoria, dem kleinsten Bundesstaat Australiens, wenn man Tasmanien als Insel nicht berücksichtigt. Es hat 5,3 Mio. Einwohner, wobei ganz Victoria nur 6,5 Mio. Einwohner hat. Victoria hat ungefähr 2/3 der Größe Deutschlands. Melbourne war von 1901 bis 1927 sogar Hauptstadt von Australien und aufgrund des Victorian Gold Rush lange Zeit die reichste Metropole der Welt.

Wir starteten mit dem Besuch des riesigen Queen Victoria Markets.

Dann besuchten wir den Shrine of Remembrance, ein Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten aller Kriege, die Australien geführt hat.

In den Fitzroy Gardens steht die Statue von James Cook und Cook‘s Cottage, das älteste Gebäude Australiens.

Dann stand die St.Patrick‘s Cathedral auf dem Programm

Wir fuhren in den 88. Stock des Eureka Wolkenkratzers und hatten eine spektakuläre 360° Aussicht auf Melbourne.

Dann besuchten wir noch einige Parks

Melbourne

Der nächste Tag stand wieder zur freien Verfügung. Wir hatten von Eva Tickets bekommen, mit denen man mit der Strassenbahn nach Melbourne rein fahren konnte. Innerhalb des Citybereichs von Melbourne ist die Benutzung von Bus und Bahn frei.

Wir fuhren bis zur Endstation Docklands. Dies ist ein komplett neuer Teil von Melbourne, der auf dem alten Hafengelände errichtet wird. Vor dort folgten wir dem Yarra River über die South Warf Promenade und hatten viele schöne Perspektiven auf die Skyline.

Dann fuhren wir mit der nostalgischen, alten Strassenbahn einige Stationen um das Zentrum herum bis wir den Startpunkt unserer Route für die Streetartbesichtigung erreicht hatten.

Wir liefen die genannten Strassen ab, in denen sich die sogenannten Murals, die riesigen von internationalen und nationalen Künstler geschaffenen Kunstwerke. Wir mögen die Kunst.

Danach hatten wir das Zentrum erreicht und schauten uns die aus Victorianischer Zeit stammenden Royal Arcade und Block Arcade an.

Am späten Nachmittag, und mit 16 km auf dem Tacho, machten wir uns wieder auf den Heimweg mit der Strassenbahn. Auf den letzten Metern kamen wir noch an einem Grundstück vorbei, da will man kein Nachbar sein, der in der Urlaubszeit des Eigentümers, das Blumengießen übernehmen soll.

Melbourne – Phillip Island

Melbourne wollte uns nicht ziehen lassen. Wir startete zu einer moderat klingenden 140 km Etappe und befanden uns nach 1 Stunde immer noch im Stau von Melbourne. Dann erreichte uns eine Nachricht, dass auf der geplanten Route eine Höhenbegrenzung von 3,30m vorhanden ist. Wir sind 3,60m hoch, also galt es während der Fahrt eine alternative Route zu finden. Ute kämpfte bravorös und lotste mich mit Google Maps nach 1 1/2 weiteren Stunden wieder auf die geplante Route.

Auf Phillip Island machten wir eine schöne Wanderung am Cape Woolamai

Dann fuhren wir zum Koala Conservation Center. Hier werden verletzte Koalas wieder aufgepäppelt. Ein Schnabeligel war auch zugegen.

Danach ging es zu The Nobbies. Dieses Gebiet war lange gesperrt, da es auch durch Sturm verwüstet war. Ausgerechnet heute wurde ein Teil freigegeben. Die erwarteten Robben waren nicht zu sehen, dafür aber neben der schönen Steilküste, Gänse und wieder ein Schnabeligel.

In Cowes gab es, nach einem weiteren Spaziergang, ein Eis, bevor es zum Höhepunkt des Tages kam, der gleichzeitig das Highlight von Phillip Island darstellt – der Pinguinparade.

Jeden Abend, nach Sonnenuntergang, kommen Hunderte von Zwergpinguine aus dem Meer, um zu ihre Bruthöhlen an Land zu gehen. Daraus hat man ein Riesengeschäft entwickelt, mit großem Informationszentrum, Holzstegen über den Höhlen und Tribünen für mehrere Tausend Besucher. Die Zwergpinguine sind nur etwas über 30 cm groß und die kleinste Art von Pinguinen.

Pünktlich um 8:20Uhr kamen sie tatsächlich an Land. In vielen Gruppen sammelten sie sich, machten sich Mut, um dann so schnell wie möglich über den Strand zu rennen, in die Hänge, wo die Bruthöhlen sind. Fotografieren ist strengstens verboten daher hier nur zwei heruntergeladene Foto.

Phillip Island – Lakes Entrance

Vor 430 km haben wir mittlerweile wenig Respekt, aber es ist ein Unterschied, ob man die Strecke im Outback auf leeren, geraden Strassen fährt, oder in besiedelten Gebieten mit einspurigen Landstrassen und vielen Ortsdurchfahren. Es versprach also ein langer Tag zu werden.

Nach Passieren einer fotogenen, alten Eisenbahnbrücke, steuerten wir den Wilsons Promontory N.P. an.

Hier unternahmen wir einige kleine Wanderungen am Squeaky Beach, Whisky Beach und am Lilly Pilly Gully

Auf dem Wildlife Walk konnten wir Emus Kängurus und einige schöne Vögel beobachten.

Sehr spät kamen wir am Campground in Lakes Entrance an.

Lakes Entrance

Hier bleiben wir 3 Nächte. Lakes Entrance beherbergt eine der größten Fischereiflotten Australiens und trennt durch eine Lagune das Meer von der nachgelagerten Seenplatte. Jahrelang hatte man Anfang der 1920er Jahre an dieser Verbindung gebaut, bis ein heftiger Sturm den jetzigen Zugang schuf.

Wir entschlossen uns heute das 55 km entfernte Raymond Island zu besuchen. Aus dieser kleinen Insel leben 500 Menschen und viele Koalas. Die Koalas wurden in den 50er Jahren dort angesiedelt, da sich der Bestand auf dem Festland verringerte. Hier fühlten sie sich so wohl, dass jetzt einige Hundert dort leben sollen. Mit einer Fähre gelangten wir auf die Insel und entdeckten auf unserer Wanderung einige der putzigen Tiere meist schlafend. Koalas ernähren sich ausschließlich von Eukalyptusblätter, die wenig Nährstoffe enthalten. Sie haben einen sehr langsamen Stoffwechsel, ihre Verdauung dauert mehr als 40 Stunden. Darum schlafen sie etwa 20 Stunden am Tag.

Auf der Rückfahrt hielten wir noch an einem Outlook, von dem man die schöne Küstenlinie von Lakes Entrance sehen konnte

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Lakes Entrance

Aufgrund der interessanten Wasserlandschaft der Lagune und den angrenzenden Seen, versuchten wir für den Nachmittag noch Karten für eine Bootsfahrt zu bekommen. Wir hatten Glück und bekamen noch welche.

Vorher begannen wir aber die geplante Wanderung über den Hummocks Walk und zurück über den 9o Miles Beach. Der Walk war sehr schön angelegt, der Rückweg über den weichen Sand allerdings sehr anstrengend.

Am Nachmittag unternahmen wir dann die 3 stündige, 70 km lange Bootsfahrt durch die Lagune und den angrenzenden Seen. Bei schönem Wetter war die Fahrt sehr entspannend, und man konnte schöne Häuser von der Wasserseite aus sehen. Zum Schluß begleiteten uns noch einige Seelöwen.

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