
21.5. bis 25.5.
Bushmills, Belfast, Dublin
Der heutige Tag stand zur freien Verfügung. Natürlich stand ein Besuch der Giants Causeway and Causeway Coast auf dem Programm. Heute waren wir getrennt unterwegs, Ute mit dem Bus, ich mit dem Fahrrad. Die Küste ist wirklich spektakulär und es gibt schöne Wege zum Wandern. Wenn man sich etwas von den Basaltsäulen entfernt hat, geht man fast alleine.


















Am nächsten Tag sahen wir – nichts. Es war unglaublich neblig, so dass wir die geplante Küstenroute strichen zugunsten des direkten Weges nach Belfast.


Auf dem Weg lag jetzt allerdings die Black Heads, die wir sonst nicht angefahren hätten. Hier handelt es sich um eine uralte Eichenallee, die sich schon bei einigen Filmen als Kulisse anbot, so zum Beispiel bei Game of Thrones.





Gott sei Dank war es im Inland besser mit dem Nebel. Wir erreichten Belfast und fuhren direkt zum Titanic Museum, für das wir uns am Vortag schon Eintrittskarten gesichert hatten. In Belfast wurde die Titanic gebaut und das Museum ist sehr kreativ aufgebaut, zum Beispiel fährt man mit einer Seilbahn durch das Innere des Schiffes. Viele Details sind sehr anschaulich präsentiert.






Da wir gut in der Zeit waren und der Hop on Hop off Bus direkt vor dem Museum hielt entschlossen wir uns spontan zu einer Stadtrundfahrt. Leider regnete es so dass Fotos aus dem fahrenden Bus kaum gelangen. Es wurde mehr als deutlich, dass die Menschen immer noch unter dem Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken leiden und es wahrscheinlich Generationen und viel guten Willen bedarf diesen zu überwinden.













Abends freuten wir uns auf das Leverkusenspiel und wurden leider enttäuscht.
Wettermäßig erlebten wir den schlechtesten Vormittag der gesamten Reise. Nachts hatte es geregnet und es kam Sturm auf. Die Temperatur sank auf 9°C. Trotzdem starteten wir früh, da wir einen gemeinsamen Besichtigungstermin von Newgrange hatten, nach 120 km. Vorher schauten wir bei den Hohlkreuzen von Monasterboice, einem verfallenen Kloster aus dem 9. Jahrhundert von dem gut erhaltene bis zu 5,5m hohe Hohlkreuze übrig geblieben sind, auf denen Szenen aus dem alten und neuen Testament eingemeisselt sind.



Von Newgrange hatte ich offen gestanden noch nie gehört. Es zählt allerdings zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Irlands. Es handelt sich um jungsteinzeitige Hügelgräber 5200 Jahre alt. Diese wurden erst per Zufall im 16. Jahrhundert entdeckt und erst in den 1970iger Jahren der Öffentlich zugänglich gemacht. Hier ist das weltweit größte und am besten erhaltene Grab zu besichtigen, das so ausgerichtet ist, dass durch einen kleinen Spalt zur Wintersonnenwende für 15 Minuten Licht auf den Altar fällt, auf dem die Toten gebettet wurden. Leider sind Fotos vom Inneren nicht erlaubt. Dort sieht man die Konstruktion aus großen, zum Teil verzierten Steinen, die verschachtelt dafür sorgen, dass auch nach 5000 Jahren kein Wasser eindringen kann.







Dann ging es nach Dublin, wo wir 2 Nächte blieben.
Der nächste Tag fing verregnet an. Wir starteten dehalb erst am Mittag und fuhren mit dem Bus in die Innenstadt. Dort nahmen wir den Hop On Hop Off Bus und fuhren eine Runde. Dublin war voll von Menschen, es herrschte ein komplettes Verkehrschaos.




Dann folgte ein Bummel durch die Innenstadt. Wir blieben beim Trinity College hängen. Alle Besucherslots bis abends waren vergeben. Ute schaffte es, dass wir nach Lösen der Eintrittskarte, sofort eintreten konnte. Das College verfügt über eine beeindruckende, alte Bibliothek, die 700000 Bücher besitzt.









Dort befindet sich seit dem 16. Jahrhundert das Book Of Kelts. Dies ist eins der wichtigsten Kulturgüter Irlands. Es beinhaltet eine Illustrierte handschriftliche Aufzeichnung christlicher Texte, die im 8. Jahrhundert im Kloster Iona von Mönchen erstellt wurde. In der Zeit der Wickingereinfälle, die nicht viel vom Christentum hielten, brachte man sie zur Westküste. Im Jahr 2011 wurde si zum Weltdokumentenerbe erklärt. Das Original befindet sich streng geschützt in einem klimatisierten Glascontainer, kann besichtigt aber nicht fotografiert werden.

Um 18 Uhr hatten wir unser Abschiedsessen im Arlington Hotel. Hier stießen auch wieder 2 Mitreisende zu uns, die vor 3 Tagen im Norden wegen Kupplungsschaden hängen blieben. Sie mußten auf das Ersatzteil warten und gestern bis 23 Uhr wurde die Kupplung eingebaut.
Danach streiften wir noch etwas durch das Temple Street Viertel. Aus allen Pubs drang Musik, es war überall übervoll, man kam in keinen Pub mehr.






Damit endet unsere Irlandreise. Morgen gehts per Fähre nach Cherbourg und dann nach Hause. Das Land hat uns sehr gut gefallen, wir haben wieder viel Neues gelernt – nur auf die engen Strassen hätten wir gerne verzichtet – nichts für Wohnmobilanfänger.
















































































































































































































































