5. Lebenszeichen Irland Mai 2024

21.5. bis 25.5.

Bushmills, Belfast, Dublin

Der heutige Tag stand zur freien Verfügung. Natürlich stand ein Besuch der Giants Causeway and Causeway Coast auf dem Programm. Heute waren wir getrennt unterwegs, Ute mit dem Bus, ich mit dem Fahrrad. Die Küste ist wirklich spektakulär und es gibt schöne Wege zum Wandern. Wenn man sich etwas von den Basaltsäulen entfernt hat, geht man fast alleine.

Am nächsten Tag sahen wir – nichts. Es war unglaublich neblig, so dass wir die geplante Küstenroute strichen zugunsten des direkten Weges nach Belfast.

Auf dem Weg lag jetzt allerdings die Black Heads, die wir sonst nicht angefahren hätten. Hier handelt es sich um eine uralte Eichenallee, die sich schon bei einigen Filmen als Kulisse anbot, so zum Beispiel bei Game of Thrones.

Gott sei Dank war es im Inland besser mit dem Nebel. Wir erreichten Belfast und fuhren direkt zum Titanic Museum, für das wir uns am Vortag schon Eintrittskarten gesichert hatten. In Belfast wurde die Titanic gebaut und das Museum ist sehr kreativ aufgebaut, zum Beispiel fährt man mit einer Seilbahn durch das Innere des Schiffes. Viele Details sind sehr anschaulich präsentiert.

Da wir gut in der Zeit waren und der Hop on Hop off Bus direkt vor dem Museum hielt entschlossen wir uns spontan zu einer Stadtrundfahrt. Leider regnete es so dass Fotos aus dem fahrenden Bus kaum gelangen. Es wurde mehr als deutlich, dass die Menschen immer noch unter dem Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken leiden und es wahrscheinlich Generationen und viel guten Willen bedarf diesen zu überwinden.

Abends freuten wir uns auf das Leverkusenspiel und wurden leider enttäuscht.

Wettermäßig erlebten wir den schlechtesten Vormittag der gesamten Reise. Nachts hatte es geregnet und es kam Sturm auf. Die Temperatur sank auf 9°C. Trotzdem starteten wir früh, da wir einen gemeinsamen Besichtigungstermin von Newgrange hatten, nach 120 km. Vorher schauten wir bei den Hohlkreuzen von Monasterboice, einem verfallenen Kloster aus dem 9. Jahrhundert von dem gut erhaltene bis zu 5,5m hohe Hohlkreuze übrig geblieben sind, auf denen Szenen aus dem alten und neuen Testament eingemeisselt sind.

Von Newgrange hatte ich offen gestanden noch nie gehört. Es zählt allerdings zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Irlands. Es handelt sich um jungsteinzeitige Hügelgräber 5200 Jahre alt. Diese wurden erst per Zufall im 16. Jahrhundert entdeckt und erst in den 1970iger Jahren der Öffentlich zugänglich gemacht. Hier ist das weltweit größte und am besten erhaltene Grab zu besichtigen, das so ausgerichtet ist, dass durch einen kleinen Spalt zur Wintersonnenwende für 15 Minuten Licht auf den Altar fällt, auf dem die Toten gebettet wurden. Leider sind Fotos vom Inneren nicht erlaubt. Dort sieht man die Konstruktion aus großen, zum Teil verzierten Steinen, die verschachtelt dafür sorgen, dass auch nach 5000 Jahren kein Wasser eindringen kann.

Dann ging es nach Dublin, wo wir 2 Nächte blieben.

Der nächste Tag fing verregnet an. Wir starteten dehalb erst am Mittag und fuhren mit dem Bus in die Innenstadt. Dort nahmen wir den Hop On Hop Off Bus und fuhren eine Runde. Dublin war voll von Menschen, es herrschte ein komplettes Verkehrschaos.

Dann folgte ein Bummel durch die Innenstadt. Wir blieben beim Trinity College hängen. Alle Besucherslots bis abends waren vergeben. Ute schaffte es, dass wir nach Lösen der Eintrittskarte, sofort eintreten konnte. Das College verfügt über eine beeindruckende, alte Bibliothek, die 700000 Bücher besitzt.

Dort befindet sich seit dem 16. Jahrhundert das Book Of Kelts. Dies ist eins der wichtigsten Kulturgüter Irlands. Es beinhaltet eine Illustrierte handschriftliche Aufzeichnung christlicher Texte, die im 8. Jahrhundert im Kloster Iona von Mönchen erstellt wurde. In der Zeit der Wickingereinfälle, die nicht viel vom Christentum hielten, brachte man sie zur Westküste. Im Jahr 2011 wurde si zum Weltdokumentenerbe erklärt. Das Original befindet sich streng geschützt in einem klimatisierten Glascontainer, kann besichtigt aber nicht fotografiert werden.

Um 18 Uhr hatten wir unser Abschiedsessen im Arlington Hotel. Hier stießen auch wieder 2 Mitreisende zu uns, die vor 3 Tagen im Norden wegen Kupplungsschaden hängen blieben. Sie mußten auf das Ersatzteil warten und gestern bis 23 Uhr wurde die Kupplung eingebaut.

Danach streiften wir noch etwas durch das Temple Street Viertel. Aus allen Pubs drang Musik, es war überall übervoll, man kam in keinen Pub mehr.

Damit endet unsere Irlandreise. Morgen gehts per Fähre nach Cherbourg und dann nach Hause. Das Land hat uns sehr gut gefallen, wir haben wieder viel Neues gelernt – nur auf die engen Strassen hätten wir gerne verzichtet – nichts für Wohnmobilanfänger.

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3.Lebenszeichen Irland Mai 2024

Killarney National Park, Dingle, Tralee, Doolin, Galway

9.5. bis 14.5.

Jetzt wurde es richtig sommerlich. Das Radio verkündete den heißesten Tag des Jahres mit 25 Grad. Weiter ging es auf den Wild Atlantic Way. Wir fuhren zum Killarney National Park, wo wir eine ausgedehnte Wanderung machten.

Dann ging es auf die Dingle Halbinsel zum Inch Beach. Den kann man befahren aber wir zogen es vor, uns bei einer langen Pause die Szenerie von oben anzuschauen.

Da wir noch Zeit hatten, hängten wir noch den Slea Head Drive an die Etappe, der erst für den morgigen Tag geplant war. Hier wurde es richtig eng aber spektakulär. 

Etwas außerhalb von Dingle konnten wir dann übernachten.

Abends fuhren wir mit 7 Mitreisenden per Taxi nach Dingle um unseren ersten Irischen Pub zu besuchen. Im Old Sullivan Pub fanden wir etwas Passendes und um kurz vor 22 Uhr begann ein Duo mit der Musik. Hat uns gut gefallen. Der Musiker Thomas Sullivan war wohl einer der Headliner des Irish Music Festivals 2009 in Bremerhafen, so sagte es ein aufgehängtes Plakat im Pub.

Kurz vor Mitternacht kehrten wir zurück zum Platz und wurden von Nordlichtern empfangen. Das hatten wir wirklich nicht erwartet.

Wir starteten den nächsten Tag mit dem Besuch des über 1000 Jahre alten Steinhauses Ghallarius Oratory, das wir fußläufig vom Platz erreichen konnten. In einem Video erfuhren wir die Geschichte der Steinhäuser, von denen sich 80 % im County Derry befinden. Sie sind so kunstvoll konstruiert, dass kein Wasser eindringen kann, obwohl sie Stein auf Stein errichtet wurden. Auch tausende von Stürmen konnten ihnen nichts anhaben.

Wir befuhren den Rest des Slea Head Drives, den wir gestern noch ausgelassen hatten.

Es folgte wieder ein Strandbesuch in der Brandon Bay, wo wir pausierten.

Kurz vor unserem Tagesziel in Tralee schauten wir uns die größte noch funktionstüchtige Windmühle Irlands, Blennerville Mill, an.

Blennerville Mill

Abends gab es ein gemeisames Grillen.

Morgens regnete es und es war sehr neblig. Von Trailee ging es nach Tarbert. Dort nahmen wir die Fähre nach Killimer.

Fähre nach Killim

Wir nahmen die Küstenstrasse nach Loop Head. Dort erwartet uns eine grandiose Steilküste mit heftiger Brandung. Pünktlich kehrte der Sommer zurück, und so hatten wir schöne Sichten und unternahmen eine kleine Wanderung.

Nach der Mittagspause ging es auf sehr engen Strasse zu den Cliffs von Moher. Hier entstand vor Millionen Jahre eine bis zu 200 m hohe Steilküste. Nach dem Besuch des Informationszentrums, begannen wir unsere zweite Wanderung den Klippen entlang. Es ist wirklich eine einzigartige Landschaft.

Relativ spät und ziemlich müde erreichten wir unseren Campingplatz in Doolin.

Endlich irisches Wetter. Nachts trommelte es heftig aufs Womo und der Blick nach drausßen zeigte waagerechten Regen.

Macht nichts, vorausschauend hatten wir am Vortag schon Tickets für die Doolin Höhle und der Caherconnell Sheepdog Demonstration gebucht.

Los ging es mit der Höhle, für die ich eigentlich keine große Lust hatte, da wir schon viele Höhlen gesehen haben und ich nichts Spektakuläres erwartete. Weit gefehlt, dort gibt es den zweitgrößten Stalaktiten der Welt zu bewundern. Etwa 7,20m lang und 16 t schwer ist er, und er wächst weiter. Wir befinden uns im Burrengebiet eine Kalksteinlandschaft, die vor 400 Millionen Jahre Meeresboden eines warmen Ozeans war. Nachdem der Ozean verschwunden war sorgte Sturm und Regen für die Erosion. Übrig blieben die ausgewaschenen Steinplatten in deren Spalten sich dann wieder Vegetation entfaltete.

In der Höhle konnte man in den Wänden Fossilien sehen. Entdeckt wurde sie von 2 Studenten 1952, die den Mut hatten, in einer Spalte einen engen Gang kriechend 2,5 Stunden entlang einen kleinen Bachs zu folgen um dann die große Kammer mit den Stalaktiten zu finden.

Dann schauten wir uns die Shepdog Demonstration an. 4 ausgebildete Hunden wurden nur durch unterschiedliches Pfeifen zu den unterschiedlichsten Aufgaben geführt. Jeder Hund hört auf einen bestimmten Ton. Sie mußten Schafe zusammentreiben, vereinzeln, in ein Gatter bringen usw. War wirklich eindruckvoll, wie exakt die Hunde reagierten.

Das Wetter wurde trockener, und so hängten wir noch eine Wanderung in das Burrengebiet an.

Abends besuchten wir den 1 km entfernten O‘Conner Pub. Musik wurde versprochen. Es begannen 2 Musiker und im Verlauf des Abends wurden es 6. War wieder schöne irische Mucke.

O‘Conner Pub

Die nächste Etappe unserer Tour schien einfach zu sein, nur 85 km ohne Zwischenattraktionen. Wir wählten die Küstenstrasse und erlebten unser blaues Wunder. Die von mir schon früher erwarteten Reisebusse, die nie kamen, kamen geballt heute. Es ging teilweise um Millimeter. Die Strasse war für so große Fahrzeuge ungeeignet, man könnte auch sagen so Fahrzeuge, wie wir sie fahren habe dort nichts zu suchen. Ohne Blessuren überstanden wir auch diese Prüfung und erreichten unseren Stellplatz direkt an der Küste. Wir entschieden heute mal zu Chillen.

Abends stand der Besuch einer irischen Tanzvorführung an. „Trad on the Prom“ heißt die Veranstaltung, die es seit 20 Jahren gibt. Sie hatten alles aufgefahren was Rang und Namen hat, den Produzenten und Erfinder von „Lord of the Dance“, die 6fache Weltmeisterin im Stepptanz, den Weltmeister im Stepptanz, den irischen Vertreter für den ESC und eine super Band. Das war ein wahrer Genuss die irische Musik in all ihren Facetten zu hören, Balladen und die gewohnten schnellen Lieder und nicht zuletzt die atemberaubenden Tanzeinlagen.

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2. Lebenszeichen Irland Mai 2024

Fähre Dublin, Redcross, Kilkenny, Blarney

3.5. bis 8.5.

Es wurde tatsächlich Sommer. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang durch Valognes, ein kleines nettes Städtchen, mit der gewaltigen Kathedrale Notre Dame. Wir kauften noch etwas zum Mittagessen ein, denn alles Frische war aufgebraucht, da wir auf der Fähre 18 Stunden weder Kühlschrank noch Gefrierfach benutzen dürfen.

Die Mittagspause machten wir beim empfohlenen Hafen Le Becquet, 5 km vor dem Fähranleger.

Wie immer bei Fähren begann dann das Warten. Schließlich ging es los und ohne Probleme fanden wir dann auch unsere Kabine. Die Fähre ist riesig und hat Kreuzschiffniveau. Die Kabine ist klasse, die einzelnen Lounges, Shops und Restaurants sind sauber und gepflegt und selbst das Essen schmeckt gut.

Halbwegs gut ausgeschlafen, nach einem kleinen Frühstück ging es dann von der Fähre runter. Wir waren mit unseren guten Reisebekannten Anke und Jürgen am Fähranleger verabredet, da sie gerade ihre Irlandreise beendet hatten und mit „unserer“ Fähre wieder nach Deutschland fahren wollten. Das war wieder ein sehr schönes Wiedersehen.

Dann ging es kreuz und quer durch Dublin, ich weis nicht was das Navi da mit uns veranstaltet hatte. In Dublin herrschte viel Verkehr und das Linksfahren erforderte dann doch einige Konzentration. Durch das Rumgegurke verloren wir so viel Zeit, dass wir gerade noch pünktlich in Redcross zur Besichtigung der Wicklow Brewery ankamen. Dort erhielten alle Teilnehmer nach einer Einführung in das Brauwesen zur Verköstigung 6 verschiedene Biere. 

Danach gab es im angeschlossenen Mickey Finn`s Pub ein super leckeres 3 gängiges Willkommensdinner.

Es folgte um 22:15Uhr unser erstes Briefing.

Am nächsten Tag starteten wir früh mit dem Besuch der Klostersiedlung Glendalough.

Anschließend unternahmen wir eine knackige Wanderung auf „The Spinc“ eine Anhöhe in den Wicklow Mountains.

Den Rest des Tages erlebten wir überall das absolute Verkehrschaos. Es war Sonntag, super Wetter und alle Dubliner entschieden sich in dieser Region den Tag zu verbringen. Sie verbrachten ihn aber vorwiegend im Stau auf engen Strassen. 

Unser nächstes Ziel, den größten Wasserfall Irlands, den Powerscourt zu besuchen endete 4 km vor dem Ziel im Stau zum Parkplatz. An jedem entgegenkommenden Fahrzeug mußte ich mich zentimeterweise vorbeiquetschen.

Der Wasserfall war sehenswert. Dort campierten Hunderte mit Grill, Kind und Kegel.

Dann ging es, ebenfalls in Zeitlupe, zum Powerscourt Garden, einer wunderschönen Garten- und Parkanlage.

Dann fuhren wir, Gott sei Dank, auf der Autobahn zurück zum Platz, wo wir noch einmal den Pub zum Abendessen besuchten.         

Tags drauf fuhren wir nach New Ross. Dort liegt das Auswandererschiff Dunbrody. Mit solchen Schiffen versuchten Millionen Iren 1840 dem Hungertod zu entkommen indem sie nach Amerika auswanderten. Trotzdem verhungerten Millionen Iren, da das einzige Gemüse was damals angebaut wurde, die Kartoffel war. In der Zeit grassierte die Kartoffelfäule und führte in 2 aufeinanderfolgenden Jahren zum Totalausfall der Ernte. Im kleinen Ausstellungsraum hing eine Karte mit den Prozentzahlen der irischstämmigen Bürgern der einzelnen Bundesstaaten von Amerika, insgesamt sind dies 35 Millionen.

In New Ross fanden wir noch eine interessante Strasse mit monumentalen Fassadenmalereien.

Dann ging es weiter zum John F. Kennedy Arboretum. Zu seinen Ehren wurde ein wunderschöner Park angelegt.

Jürgen hatte uns den Tip gegeben den Leuchtturm in Hook Head und die schroffe Küste dort zu besuchen. Dies stand zwar nicht im Programm, wir machten es dann zusätzlich. War wirklich schön dort, sogar Seelöwen zeigten sich im Atlantik.

Anschließen machten wir uns auf den Rückweg zum Tagesziel Kilkenny. Jerpoint Abbey          ereichten wir aber zu spät, sie war bereits geschlossen. Also blieb es nur bei einer kurzen Aussenbesichtigung.

Abends gab es noch eine Geburtstagslage einer Mitreisenden und eine ausführliche Vorstellrunde aller Teilnehmer – war sehr interessant.

Den nächsten Tag begannen wir mit einer kleinen Wanderung nach Kilkenny. Die anderen Teilnehmer nahmen das Fahrrad oder ihr Womo. In Kilkenny machten wir einen Stadtspaziergang, der von unserem Reiseleiter moderiert werden sollte. Die Infos, die wir bekamen waren aber sehr dürftig.

Dann machten wir uns nach der Rückkehr zum Womo auf eine 60 km Etappe nach Rock of Cashel. Dort sollten wir um 15 Uhr eine Führung bekommen. Die gab es aber nicht, sondern ein langweiliges 15minütiges Video. Hier herrschten die Könige von Munster 500 Jahre lang ehe es im 11 Jahrhundert an den Bischof von Limerick also an die Kirche überging. 

Es folgten die restlichen 80 km nach Blarney. Unterwegs machten wir noch Halt beim Cahir Castle,einer  mittelalterlichen sehr gut erhalten Festung, die der Familie Butler gehörte, ehe sie an den Staat überging. Die Butlers waren Normannen und  ab dem 11 Jahrhundert 200 Jahre sehr einflußreich. 

Dann, nach den letzten stauträchtige 30 km erreichten wir unseren Stellplatz in Blarney. 

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Tagesausflug nach Cork. Der erste Stop war bei dem Buttermuseum. Hier wird sehr anschaulich beschrieben, wie der EU Beitritt Irlands das Land wirtschaftlich positiv am Beispiel der Butter verändert hat. Es gab um 1920 etwa 170000 Buttermacher in Irland, die unwirtschaftlich wirtschafteten, da sie sehr klein waren. Nach dem Eu Beitritt blieben davon 6 große Player übrig. Es wurde die Marke Kerrygold etabliert und mittlerweile weltweit vermarktet.

Dann hatten wir einige Freizeit um den English Market und die Innenstadt zu besuchen. War ok aber nichts Besonderes. Außerdem gab es von der Reiseleitung keine weiteren Informationen zu Cork, ebensowenig zu Cobh unserer nächsten Station.

Cobh hat den zweitgrößte natürliche Binnenhafen der Welt nach Sydney. Es gibt dort einTitanic Museum, da die Titanic von Cobh zu ihrer tragischen Reise aufbrach. Etwas verloren schlenderten wir durch den kleinen Ort.

Ich glaube der Reiseleiter wird sein Engagement schon noch steigern müssen, will er Ärger vermeiden. Im Übrigen seht ihr auch auf den Fotos, dass wir uns zur Zeit mehr mit alten Steinen in Form von Festungen, Schlössern und Kirchen beschäftigen als mit der Natur – dass soll sich in den nächsten Tagen ändern.

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1. Lebenszeichen Irland Mai 2024

Anreise vom 25.4. bis 2.5.24

Denain, Etretat, Le Havre, Honfleur, Dives Sur Mer, Arromanches, Carentan Les Marais

Vormittags starteten wir unsere Reise. Das Ziel war, nach 350 km, ein Übernachtungsplatz in Denain, kurz nach der französischen Grenze. Dort mußte man erst einmal eine Tel.-Nr, anrufen, um den Code für das verschlossenen Tor zu bekommen. Das klappte aber gut. 

Ich machte dann einen kleinen Spaziergang in den Ort. Dort möchte man nicht tot über den Zaun hängen. Der Ort hatte gar nichts. Ein Park lud zu einer kleinen Runde ein, das war es dann aber auch. 

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich nach Honfleur. Beim Programmieren des Navies sah ich dann aber, dass in unmittelbarer Nähe Etretat liegt, berühmt für seine aussergewöhnlichen Klippen. Wir erinnerten uns, schon mal da gewesen zu sein und beschlossen unser heutiges Ziel zu ändern.

Nach 280 km und 47 Euro Maut erreichten wir auf sehr guten Autobahnen Etretat. Pünktlich bei Ankunft fing es an zu regnen. Wir wetterten dann diese Phase in horizontaler Lage im Wohnmobil ab. 

Erfrischt und ausgeruht, bei mittlerweile 16°C und trockenem Wetter, begannen wir unsere kleine Wanderung in den Ort und zu den wirklich sehenswerten Klippen.

Tags drauf beschlossen wir, noch Le Havre in unsere Tour einzuschieben. Nach 25 km erreichten wir es. Direkt an der Promenade konnte ich parken und beschäftigte mich dann 20 Minuten mit der Parkuhr. Als ich endlich für 4 Stunden 2,80€ eingegeben hatte, fehlte nur noch das Bezahlen mit der Kreditkarte. Meine PIN enthält eine 4 und diese nahm der Automat nicht an. Also alles umsonst. Zusätzlich fing es an zu regnen, und ein Blick in die Wetterapp (hätte man auch vorher machen können) zeigte, bis zum nächsten Tag Dauerregen. Wir steuerten den aus dem Internet ausgesuchten Stellplatz an, den es nicht mehr gab. Im Navie des Womo fanden wir einen Promobil Stellplatz in der Nähe – den gab es auch nicht mehr. Dann fanden wir einen dritten etwas außerhalb gelegen, der sogar kostenlos war.

Ab da konnten wir das Womo nicht mehr verlassen, so schüttete es. Es folgte ein gemütlicher, wenn auch langweiliger Fernsehnachmittag.

Nachts stürmte es, und es hörte auf zu regnen. Mittags versuchten wir per Bus in die Stadt zu fahren, doch die „nette“ Busfahrerin fuhr einfach an uns vorbei. Also riefen wir einen Uber. Es folgte ein ausgedehnter Spaziergang an der ausgedehnten Waterfront. Unterwegs gab es noch ein leckeres Mittagsessen.

Spät am Nachmittag unternahmen wir unseren 2. Versuch mit dem Bus „nach Hause“ zu fahren. Als wir beim Fahrer bezahlen wollten, wurden wir darauf hingewiesen, dass Tickets nur online oder per SMS zu erwerben seien. Es gab nur einen Automaten gut einen Kilometer entfernt. Also machten wir uns wieder auf, diesen zu finden und zu verstehen. Das gelang dann doch. Nach Rückkehr zur Haltestelle konnten wir dann doch einmal, 1 Stunde später, eine Busfahrt in Le Havre genießen.

Am nächsten Tag sahen wir das erste Mal blauen Himmel. Nach Ent- und Versorgung stellten wir zum zweiten Mal Wasser im Eingangsbereich fest. Leider waren auch die Böden der Schränke und der Spüle nass. So was brauche ich gar nicht. Blöderweise waren alle Zu- und Ableitungen der Spüle schön mit einer Abdeckplatte abgeschottet. Ich machte mich dann trotzdem an die Demontage. Die Ursache war ein aus dem Abwassertankstutzen rausgerutschter Gummischlauch. Der war so knapp bemessen, dass er nur 1 cm in den Stutzen reichte. Also mußte das Panzerband herhalten. Ich hoffe, die Verbindung hält.

In Honfleur fanden wir auf dem uns bekannten Stellplatz einen Platz und begannen gleich mit der Ortsbesichtigung. Mit einem Schlag wurde es touristisch. 2 250 m lange Flußkreuzfahrschiffe hatten fest gemacht. Die reichlich vorhandenen Restaurants waren voll. Nur mit Mühe fanden wir dann doch noch einen schönen Platz und hatten dort ein leckeres Mittagsessen. 

Honfleur hat eine sehr schöne Altstadt, dort haben sich Künstler aller Coleur angesiedelt. Man sieht wirklich schöne, aber auch schräge Sachen.

Dives Sur Mer war unser nächstes Ziel am nächsten Tag. Wir ergatterten den letzten Platz auf dem kommunalen Stellplatz und machten einen Spaziergang durch Cabourg und auf der Promenade Marcel Proust am Kanal entlang.

Die nächste Etappe führte uns nach Arromanches, eins der zentralen Orte des D-Days. Hier landeten vor 80 Jahren die Engländer. In einem 360 Grad Kino konnten wir uns die Dokumentation anschauen.

Dann begann ein 14 stündiger, heftiger Dauerregen.

Tags drauf war es wenigstens trocken, wenn auch frisch bei 10 Grad. Wir fuhren nach Carentan Les Marais, unserem Treffpunkt für die Irlandreise. Unterwegs tankten wir noch einmal Gas.

Nachmittags hatten wir unser erstes Briefing mit Dirk, unserem Tourleiter. Der erste Eindruck ist gut, scheint ein lockerer Typ zu sein. Abends lud er die Gruppe noch zu Rotwein Baguette und Käse an seinem Wohnmobil ein.

Morgens gehts auf die Fähre nach Dublin.

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