
2.9.25 bis 7.9.25
Frankfurt
Die Anreise war DB typisch, alle Strecken hatten Verspätung. Einchecken war ok, jedoch blieb Ute beim Betreten des Sicherheitsbereich hängen, der Barcode auf der Bordkarte hatte zu wenig Tinte. In Köln trafen wir übrigens noch Maria, die Frau von Joachim, mit dem ich in Kopenhagen war. Maria wird morgen ein Seminar in Karlsruhe leiten.
Abflug war pünktlich in einem Airbus 380 und dann lagen 12,5 Stunden Flug vor uns.


Singapur
Der Flug war ok wir haben beide viel schlafen können. In Singapur kamen wir pünktlich an und befanden uns gleich in einer anderen Welt. Alles war sauber, und funktionierte.Das Immigration Prozedere findet komplett digital statt, d.h. man muß 2 Tage vor Einreise online ein Formular ausfüllen, erhält dann unmittelbar einen Visit Pass, der 3 Monate gültig ist. In Singapur kommt man vor eine Schranke, scannt seinen Pass, das System erkennt, der hat einen gültigen Visit Pass und läßt dich dann bis zur 2. Schranke durch. Dort muß man seinen Daumenabdruck scannen und dann hört man: Welcome in Singapur. Das dauert 1 Minute. Das Gepäck kam auch extrem schnell, und wir fanden auch unseren Pickup Service in Form einer sehr jungen Dame, die uns und ein 2.Paar zum Hotel brachte.




Kurze Zeit später machten wir uns zur Marina Bay auf um dort den Abend zu genießen. Wirklich beeindruckend, wie sich Singpur dort verändert hat, ich war zuletzt vor 20 Jahren dort. Wir fanden ein schönes Restaurant mit direktem Blick auf die Bay und erlebten den Wechsel vom Tag zum Abend, der hier sehr schnell verläuft. Dann umrundeten wir die Bay noch und machten wieder viel zu viele Fotos.



















Singapur
Heute haben wir uns die Kante gegeben. Es standen viele Sehenswürdigkeiten in fußläufiger Nähe zur Bay auf dem Programm: Old Hill Street Police Station, Merlion Park, Raffles Hotel, National Galerie, Helix Brücke, ArtScience Museum, Haji Lane, Muslimisches Viertel, Gardens by the Bay.
Im ArtScience Museum besuchten wir eine Licht-Video-Musikinstallation, die in mehreren Räumen, durch die o.g Technik, interessante Stimmungen schuf.
Im Gardens by the Bay schauten wir uns abends die Lightshow an. Auf dem Rückweg zum Hotel konnten wir dann auch noch die Wassserspiele in der Bay anschauen. Diese waren ganz anders, als wir Wasserspiele so kennen, neben den bekannten Fontänen zur Musik wurde hier mit Wasservorhängen eine Projektionsfläche für Laser geschaffen.
Nach 12 Stunden und 21 km auf der Uhr kamen wir spät wieder zurück ins Hotel. Bei 31 Grad C und hoher Luftfeuchtigkeit, war dies ein gutes Herz-Kreislauftraining.






















































Pleiten, Pech und Pannen – so könnte man den heutigen Tag betiteln, zumindest für mich. Es begann mit einem Feueralarm im Hotel. Die Aufzüge waren sofort stillgelegt worden, und so suchten wir ein Treppenhaus, das uns vom 5. Stock nach unten führte. Singapur ist eine extrem saubere Stadt, selbst die Glastüren sind so sauber, dass man sie übersehen kann. So geschehen am Ausgang des Hotels, ungebremst knallte ich mit Kopf und Knie gegen die Glasscheibe. Gott sei Dank gab es nur eine Beule und eine leichte Prellung am Knie. Unterwegs wollte ich die Grünphase einer Ampel noch erwischen, war aber etwas zu langsam und beim Bremsen rutschte ich auf den nassen Fliesen des Bürgersteigs aus und legte mich hin – Ergebnis eine leichte Hautabschürfung am Knie, sonst alles ok. Das dritte Erlebnis kommt später im Bericht.
Heute wollten wir Chinatown und Little India besuchen, dazu gehörten: Buddah Tooth Relic Temple, Sri Mariamman Temple, The Pinnacle Duxton, Mustafa Center Tekka Center uns Boat Quay.
Im Buddah Toothe Relict Tempel wurde gerade eine große Zeremonie vorbereitet mit einem Mandala aus Reis und vielen Spenden.









The Pinnacle Duxton ist ein 3 türmiger Wolgenkratzerkomplex, der mit einem Skywalk verbunden ist. Darauf kann man 360° über Singapur blicken. Der ist bei Touristen nicht sonderlich bekannt, man findet den Hinweis z.B. bei Google „coole Plätze in Singapur“. Ich fand die Fahrstühle und fuhr auf die 50. Etage. Dort umrundete ich den Komplex und wunderte mich schon, dass ich bis auf 2 Kinder alleine war. Ich ging dann zurück zur Tür und fand sie verschlossen. Ich lief alle 3 Türme ab fand unzählige Türen und Drehkreuze, die alle verschlossen waren. Endlich sah ich noch ein Pärchen, das ich fragen konnte. Zurück kann man durch die Drehkreuze nur mit dem Barcode auf dem Ticket. Ich hatte kein Ticket, in dem Tower, wo ich den Aufzug nahm, gab es keinen Ticketschalter, allerdings in Tower 3. Der nette Italiener bot an, mir unten ein Ticket zu kaufen und dann wieder hoch zu kommen. Gott sei Dank war das nicht notwendig, da sein Ticket auch mich durch das Drehkreuz ließ. Zwischenzeitig hatte ich Ute, die auf diesen luftigen Ausflug verzichtet hatte und unten wartete, telefonisch informiert, dass es mit mir etwas dauern könnte.


















Boat Quay
Für abends hatten wir uns Karten für die Nacht Safari im Zoo von Singpur gekauft. Der Zoo liegt ziemlich weit draussen, und so nahmen wir ein Taxi. Ich muß sagen, das haben die gut hingekriegt. Der Zoo ist als reiner Nachtzoo konzipiert. Man kann sich zu Fuß und mit einer Bahn durch den Nachtzoo bewegen. Wir konnten tatsächlich alle Tiere beobachten, die größten Teils nachtaktiv sind.






Singapur
Nach 2 Tage extremer Urbanität, war uns wieder nach Natur zumute. Der MacRichie Reservoir Park liegt nur 8 km vom Hotel entfernt und ist ein Nationalpark mit dem Tree Top Walk, ein 12 km langer Wanderweg durch den Regenwald. Höhepunkt ist die 250 m lange Hängebrücke über den Baumwipfeln.












Nach der Rückkehr machte ich einen „welchen Schärfegrad halte ich aus“ Test. In einem Food Court bestellte ich eine Suppe, mußte allerdings nach der Hälfte passen, da ich noch mehr Schweißausbrüche hatte, als bei heute 35°C draussen.
Singapur
Heute haben wir nach dem Frühstück die Gruppe getroffen. Eva und Lukas als Reiseleiter sind uns bekannt , da wir mit den beiden die Across Amerika Tour gemacht haben und wir sie sehr positiv in Erinnerung haben. Außerdem kennen wir noch ein Pärchen, mit dem wir in Kanada/Alaska waren.
Wir starteten mit Gepäck zu einer ausführlichen Stadtrundfahrt. Allerdings regnete es den ganzen Tag, so dass die zu Fuß Passagen nicht ganz so schön waren . Im Botanischen Garten fotografierten wir dann doch die wunderschönen Orchideen, auch ohne Sonnenlicht.




















Alwin, unser Stadtführer, gab uns dann noch einige Informationen über Singapur, die neu für uns waren. Singapur verfügt über kein Süßwasser. Nach der Trennung von Malaysia in den 60er Jahren wurde ein Vertrag über 100 Jahre abgeschlossen, der Malaysia verpflichtet Singapur mit Süßwasser zu versorgen. Dieser läuft 2061 aus und wird nicht verlängert. Singapur hat deshalb damit begonnen Regenwasser in riesigen Süsswasserreservoirs zu speichern und Meerwasserentsalzungsanlagen zu bauen.
Das Marina Bay Sands Hotel it 2500 Zimmern erhält einen 4. Turm. Die Auslastung des Hotels liegt bei 85%, der jährliche Gewinn beträgt 1 Mrd. SDollar. Die 450 in Singapur ansässigen Hotels haben eine durchschnittliche Auslastung von 75 %.
Es wird eine 20 km lange Schnellstrasse im Untergrund gebaut, damit der tägliche zunehmende Verkehr zwischen Malaysia und Singapur aus der Stadt gehalten wird.
Alle Hochhäuser, die in den 70er Jahren gebaut wurden mit nur einem Fahrstuhl, erhalten weitere Außenfahrstühle, damit die in die Jahre gekommenen Bewohner dort wohnen bleiben können.
Ein Toyota Corolla kostet etwa 75000€, eine Mercedes A Klasse etwa 130000 €, damit versucht der Statt dem Autoverkehr entgegen zu treten und die Menschen auf die vorbildlichen Alternativen Bus und U Bahn zu bringen.
Anschließend ging es zum Flughafen um den Flug nach Perth anzutreten.
Fazit Singapur: Eine Stadt die funktioniert, sauber, grün und sehr spannend ist. Wir sind allerdings überall auf riesige Baustellen getroffen, auch an der Bay, die darauf schließen lassen, dass die Stadt in 5 Jahren wieder anders aussieht.

Hallo ihr Beiden,
Manfred wünschen wir erstmal gute Besserung mit seinen ganzen Verletzungen. Eure Bilder sind mal wieder der Wahnsinn und der Text ist wie immer super. Habt weiterhin eine tolle Zeit. Wir machen im Moment noch Sommerurlaub in Deutschland.
Lg. Renate und Uwe