4. Lebenszeichen Überwintern in Benajarafe und Gran Canaria von November 2024 bis Januar 2025

18.12.2024 bis 25.12.2024

Unser erster Ausflug führte uns in den Westen der Insel zum Puerto de las Nieves in der Nähe von Agaete. Dort kann man die Salinas de Agaete, die natürlichen Meerwasserpools besuchen.

Wir unternahmen dann noch eine kleine Wanderung zum Archäologiepark Maipés de Agaete, wo man bis zu 1300 Jahre alte Gräber in alten Lavaströmen besichtigen kann.

Der nächste Ausflug führte uns zum Barranco de las Vacas, einem ausgewaschenen Canyon, der nur schwer zu finden ist, da man dort so gut wie keine Parkplätze hat. Auch der zu Fuß zurück zu legende Weg ist nicht markiert, so dass wir uns auch erst einmal verliefen. Die Struktur des ausgewaschenen Tuffgesteins erinnerte uns an den Antelope Canyon in Arizona, nur war der erheblich größer.

Wir entschlossen uns dann kurzfristig quer über die Insel nach Galdar, der früheren Hauptstadt der Insel zu fahren. Dies bedeutete 3 Stunden Serpentinen fahren. Zunächst durch eine trockene felsige Landschaft und zum Schluß plötzlich, als wir den letzten Pass überquerten, eine grüne, fruchtbare Landschaft, hier regnen sich die Passatwinde ab. Wir unternahmen einem Bummel durch die wunderschön weihnachtlich geschmückte Altstadt die Cueva Pintada. Dort befindet sich ein sehr liebevoll gestaltetes Museum über einer Ausgrabungsstätte, einer Siedlung der Ureinwohnen Gran Canarias aus dem 15. Jahrhundert.

Tags drauf ging es nach Puerto de Mogan, auch Kleinvenedig genannt, wegen des Baustils und den vielen Brücken dort. Ich entdeckte ein U-Boot, mit dem man eine 40 minütige U-Bootfahrt unternehmen konnte. Hatte ich noch nie gemacht. Man hat dort begonnen, in 2016 mit verschiedenen Strukturen ein künstliches Riff zu bauen, da der Meeresboden dort sehr eben ist und für Fische keinen Rückzugsort bot. Mittlerweile haben sich bereits Fische angesiedelt. Auch 2 echte Wracks konnte man vom u-Boot aus sehen und auch diese wurden von den Meeresbewohnern in Beschlag genommen. Spektakulär war der große Rochen der plötzlich am Boot vorbeizog.

Dann stand eine Fahrt mit Wanderung zum Wahrzeichen Gran Canarias an, dem Roque Nublo an. Mit über 1800 m ist er einer der größten Berge der Insel. Nach tausend Kurven erreichten wir einen Parkplatz von dem wir die Wanderung starten konnten. Es war anstrengend aber schön und wir waren nicht alleine, wie ihr seht.

Am späten Nachmittag besuchten wir dann noch das Städtchen Teror, dass für seine gut erhaltenen Holzbalkone bekannt ist. Dort gab es neben dem üblichen Cafe con leche noch ein Stück Mandelkuchen.

Wir hatten uns vor einigen Tagen zu einem weihnachtlichen Rundgang durch die Altstadt angemeldet, der von der Stadt angeboten wurde. Schwerpunkt dieses 2 stündigen Rundgangs waren weihnachtliche Sitten und Rituale der unterschiedlichsten Nationalitäten, die auf Gran Canarial lebten oder leben und deren Einfluß auf die heutigen Traditionen. Dazu besuchten wir ein Museum und eine riesige Modellanlage, auf der mit äußerster Detailtreue die unterschiedlichsten Lebensräume auf der Insel zur Weihnachtszeit gezeigt wurde. Dabei wird Jesus tatsächlich erst am 24.12. in die Krippe gelegt, bis dahin wird eine schwangere Maria gezeigt. War überraschend interessant.

Für abends hatten wir uns Karten für den Cirque du Soleil und dem Stück „Bazzar“ in Maspalomas besorgt. Hat uns auch gut gefallen.

Am Sonntag, unserem letzten Tag mit Mietwagen, besuchten wir zunächst den 570 m hohen Vulkankegel Pico de Pandama. Von dort hat man eine 360 Grad Sicht auf die Insel und in die 200 m tiefen Caldera de Baldama mit einem Durchmesser von 1100 m der größte Vulkankrater der Insel.

Wir entschlossen uns spontan zu einer Wanderung auf dem Kraterrand, die anstrengend aber schön war.

Dann besuchten wir den Jardin Canario, einen schön angelegten Botanischen Garten.

Den Abschluß bildete Arucas mit einer netten Altstadt und der beindruckenden Kathedrahle, die leider geschlossen war.

Am Montag gaben wir den Mietwagen wieder ab, was komplett problemlos funktionierte. Jetzt sind wir auf Beine und Bus angewiesen und werden, wie in Spanien ,ohne Hektik und touristischen Druck den Alltag genießen.

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3. Lebenszeichen Überwintern in Benajarafe und Gran Canaria von November 2024 bis Januar 2025

Vom 2.12.24 bis 17.12.24

In den nächsten Wochen hatte sich eine Art Alltag eingestellt. Nach dem Frühstück wurde entweder am Strand oder in benachbarten Städtchen eine Wanderung oder eine Radtour unternommen. Zwischenzeitlich meldete sich Ute‘s Problemzahn wieder, indem er die Krone abstieß. In Torre Del Mare fanden wir eine Zahnarztpraxis, modern eingerichtet, 5 sprachig, die Ute nach 1 Stunde Wartezeit direkt annahm. Die Behandlung dauerte inklusive Röntgenbild erstellen keine 30 Minuten und kostete 45€. In Deutschland hätten wir bestimmt das 4fache bezahlt.

In der letzten Woche änderte sich das Wetter. Es wurde merklich kühler, bedeckt und wir hatten an 2 Tagen Regen. Leider fiel damit der geplante Ausflug mit unseren Vermietern in den Botanischen Garten nach Malaga zur Lichtershow aus.

Wir begannen mit der Vorbereitung unserer Gran Canaria Reise, Kontaktaufnahme mit dem Vermieter, Mietwagenbuchung für die erste Woche, sowie grobe Programmplanung für die Woche mit Mietwagen.

Dann hieß es packen. Der Aufenthalt hier hat uns sehr gut gefallen und wir können es uns vorstellen dies zu wiederholen. Nachfolgend noch einige Impressionen aus der Anlage und dem Strand.

Dann hieß es Abschied nehmen von Burgi, Angela, Robert und Harald. Mit dem Uber ging es zum Flughafen und dann Richtung Gran Canaria.

Die Übernahme unseres Mietwagens erfolgte sehr geschmeidig. Wir wurden schon am Flughafen erwartet und erhielten wieder einen Wagen in der nächst höheren Kategorie, einen Toyota HRC. Ich versuchte mich zurecht zu finden, trotz Drücken des Startknopfes passierte nichts. Nach mehreren Versuchen meldete ich mich dann wieder beim Personal, was aber beschäftigt war und mir nur den Startvorgang so beschrieb, wie ich ihn schon gefühlt 20 Mal durchgeführt hatte. Dann hatte Ute die Nase voll und ging noch mal zum Vermieter. Er sagte dann sein Kommen zu. Dann plötzlich setzte sich der Wagen lautlos in Bewegung. Wir hatten einen Hybrid bekommen und der sondert beim Starten kein Motorgeräusch ab. Ich mußte also auf meine alten Tage auch diese Technik kennen lernen. Sie macht allerdings auch Spaß.

Wir trafen dann in einem kleinen Hotel in der Altstadt Leonardo, unseren Vermieter, den wir im Sportstudio telefonisch erreichten und der uns vergessen hatte und nach 15 Minuten mit Entschuldigungen erschien. Er scheint ein echter Chaot zu sein, denn er führte während er uns Schlüssel und Erklärungen lieferte parallel 3 Telefonate. Lange Rede kurzer Sinn, wir fanden, nachdem wir noch eingekauft hatten, die Unterkunft und die Tiefgarage.

Wir wußten, dass diese Unterkunft einen völlig anderen Charakter hat als die in Malaga. Wir wohnen hier in einem ultra modernen Neubau, allerdings von Schnellstrassen umgeben, ohne Balkon und neben einer Großbaustelle, da hier wohl ein neuer Stadtteil von Gran Canaria entsteht.

Am nächsten Tag lernten wir dann allerdings auch die Vorteile dieser Unterkunft kennen. Sie verfügt über einen 25 m Pool und ein neuwertiges Gym mit Spinningräder (wichtig). Fußläufig ist man in 10 Minuten in dem neuen Einkaufszentrum Arenas und am Strand mit einer neuen Promenade. Wir werden uns also in den nächsten 6 Wochen anders als in Malaga aber trotzdem wohlfühlen können.

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2. Lebenszeichen Überwintern in Benajarafe und Las Palmas von November 2024 bis Januar 2025

vom 14.11.24 bis 1.12.24

Das Unwetter kam dann am Nachmittag und Abend, glücklicherweise nicht zu uns, aber Malaga traf es hart. 3000 Einwohner mußten evakuiert werden, die in der Nähe von einem Fluß wohnten, und der Flughafen stand unter Wasser. Es gab aber keine Verletzten oder Tote – man hat durch die frühzeitige Warnung aus der Katastrophe in Valencia gelernt.

Auf unseren Spaziergängen konnten wir jedoch schwere Schäden an der Uferbefestigung feststellen und Richtung Torre Del Mara standen noch nach 2 Tagen die Felder unter Wasser.

Da wir bald den Leihwagen abgeben mußten, planten wir noch eine Fahrt nach Ronda ein. Dort waren wir schon einmal aber die außergewöhnliche Lage der Altstadt war auch einen 2. Besuch wert.

Auf der Rückfahrt schauten wir noch in Marbella vorbei, das uns aber enttäuschte.

Am Sonntag hieß es früh aufstehen um um 9 Uhr das Mietfahrzeug abzugeben. Ich erwartete ähnliche Schwierigkeiten wie bei der Abholung aber diesmal ging alles schnell und freundlich vonstatten. Wir blieben in Malaga, machten eine HoppOn HoppOff Tour und schlenderten dann noch durch die Altstadt bis zum Beginn unserer gebuchten Flamencoshow.

Die Flamenco Show hat uns gut gefallen. Die Protagonisten waren sehr überzeugend und man nahm ihnen ab diese spezielle Kultur zu leben.

Dann machten wir in den nächsten Tage Urlaub ohne Ausflüge. Wir bewegten uns zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus.

Auf einer dieser Radtouren mit Hartmut versuchten wir da Hinterland zu erkunden, obwohl mir klar war, dass es sofort steil bergauf ging. Ich habe noch nie so oft das Rad schieben müssen wegen der Steigungen oder den noch vom Unwetter mit Schlamm bedeckten Strassen. Irgendwann waren wir dann in einem Ort und leckten uns bei Tapas unsere Wunden. Als wir dann weiterfahren wollte, stellte ich einen weitern Platten fest, obwohl ich neue Mäntel habe aufziehen lassen. Beim Austausch des defekten Schlauch stellte ich fest, dass dieser ein Autoventil besaß, für das ich keine Pumpe habe. Also den defekten wieder eingebaut, tüchtig aufgepumpt und gebetet das es bis zuhause reicht. Hatte es dann auch.

Aufgrund des Unwetters vor einigen Tage wurde die gebuchte Wanderung auf dem Caminito Del Rey vom Veranstalter abgesagt. Ein neuer Versuch war dann erfolgreich, und so ging es von Malaga aus 1 Stunde mit dem Bus zum Camenito. Dort wurden wir mit Helmen ausgestattet, und dann ging es auf den spektakulären ca. 5 km langen Weg. Auf ausgesetzen Wegen oder auf der senkrechten Felswand angebrachten sogenannten Balkons, 150 m über dem Fluß, gab es nicht nur ein Mal Nervenkitzel. Das war das bisherige Highlight meines bisherigen Aufenthalts hier.

Es folgte eine Radtour nach Malaga mit Hartmut, die ich erstmals pannenlos bewältigte.

Nach und nach stellte sich dann ein entspannter Alltag ein. Morgens frühstücken auf dem Balkon, die grünen Papageien begrüßen, die jeden Morgen und jeden Abend vorbeischauen, dann entweder eine Wanderung oder eine Radtour, Treffen mit Hartmut und das Ganze bei schönem Wetter und Cafe con leche.

Heute ist der 25.11. und ich feiere meinen 1. Geburtstag ganz bewußt. Ich denke ihr wisst, was ich meine. Es gab auch einen kleinen lieben Geburtstagstisch. Mit Hartmut gehen wir abends schön essen in der Taberna Magador in Torre Del Mare.

Einige Tage später trafen sich alle Gäste, das sind zur Zeit ein Paar aus Österreich und der Bruder unserer Gastgeberin Burgi mit Ehefrau, sowie die beiden Angestellten Angela und Harald sowie einer Freundin von Angela zum gemütlichen Lagerfeuer.

Am 30.11. wird in Malaga traditionell die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Dieses Event wollten wir uns nicht entgehen lassen und fuhren per Bus in die Stadt. Die Calle Marques de Larios war abends gut gefüllt und wir mischten uns unters Volk. Bei fetziger Musik entstand eine gute Stimmung und es wurde fleißig getanzt. Um 19 Uhr begann der Countdown und die Strasse erstrahlte, wobei die Beleuchtung im Takt der Musik gesteuert wurde. Wir haben es genossen.

Um 20 Uhr wollten wir dann wieder per Bus nach Hause. An der Station gab es schon ein Gedränge und wir erfuhren, dass für den heutigen Tag alle Tickets ausgebucht waren und wir erst wieder am nächsten Tag Bus fahren könnten. Nicht nur wir, sondern viele andere waren überrascht, dass zu einem solchen Event, wor hunderttausend Besucher zusätzlich nach Malaga kommen, keine Sonderbusse eingesetzt wurden. Wir suchten uns eine etwas ruhige Stelle und buchten einen Uber. Während wir warteten, erreichte uns ein deutsches Ehepaar, das auch gestrandet war und in den Nachbarort von Benajarafe wollten. So fuhren wir zusammen, teilten uns den Fahrpreis und mußten uns nicht in Malaga die Nacht um die Ohren schlagen.

Tags drauf hatte ich eine Wanderverabredung mit Harald, der mich auf eine 4 1/2 Stunden und knapp 18 km lange und mit 550 Höhenmeter gespickte Wanderung mitnahm, auf Strassen, Wegen und Flussbetten. Wieder war mein Limit erreicht, und es reichte nicht mal zu Fotos, obwohl die Strecke sehr schön war.

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