2. Lebenszeichen Kanada und Alaska Mai 2023

8.5.23 bis 12.5.23

Harrison Hot Springs, Cache Creek, Revelstoke, Banff

Harrison Hot Springs war das Ziel unserer nächsten Etappe. Ab jetzt gehts ins Landesinnere und raus aus der Urbanität. Gleich am Anfang besuchten wir den Lynn Canyon, wieder mit einer Hängebrücke. Dort unternahmen wir erst einmal einen ausgedehnten Spaziergang durch den wunderschönen Regenwald.

Danach ging es ohne weitere Unterbrechung nach Harrison Hot Springs, sehr schön an einem See gelegen. Dort verbrachten wir unsere Mittagspause ungestört und genossen das Bergpanorama.

Danach gelangten wir zu unserem RV Platz, und damit war wieder ein schöner Tag zu Ende.

Früh starteten wir zur nächsten Etappe, da einiges unterwegs zu besichtigen war. Wir begannen mit einem Spaziergang zu den Bridal Veil Falls in der Nähe unseres Campgrounds.

Leider waren einige Vorschläge für die heutige Etappe geschlossen. Erst am Hells Gate, einer imposante Stromschnelle des Frasier Rivers, unternahmen wir einen Versuch, obwohl uns ein Bauarbeiter davon abriet. Wir mußten 1 km sehr steil bergab zum Fluß gehen. Dort befindet sich eine Brücke, von der man die Stromschnelle sehen kann. Diese Brücke war auch geschlossen. Man konnte aber ahnen, wie stark die Strömung ist, da komplette Bäume mitgerissen wurden. Ein Bauarbeiter erzählte uns, dass der Fluß in den letzten 14 Tagen um 20 m gestiegen sei, aufgrund der enormen plötzlichen Hitze und der damit verbundenen Schneeschmelze.

Wir passierten Lytton, ein zuvor aufstrebender schöner Ort, der 2021 zur Hälfe abgebrannt ist. Er bot noch immer ein Bild des Jammers.

Dann standen wir lange still. Es gibt auf dem Trans Canada Highway unzählige Baustellen, die teilweise nur einspurig befahrbar sind. In der Regel wartet man einige Minuten und kann dann fahren.

Bei einer dieser Ampel warteten wir bestimmt 20 Minuten. Als wir wieder losfahren konnten sahen wir auch warum. Vor 3 Tagen hatte es ein heftiges Unwetter gegeben und 2 kleine Flüsse hatten eine Flutwelle erzeugt, die Brücken und Strassen wegrissen hatte. Jetzt war man noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Wir erreichten die Historische Hat Creek Ranch in Cache Creek und wurden von Seabridge zum Essen eingeladen. Bei sommerlichen Temperaturen konnten wir draußen essen.

Auf der Ranch kann man das Hat Creek House besichtigen, das letzte noch erhaltete Road House entlang der Cariboo Wagon Road, auf der früher die Goldsucher unterwegs waren. Es gab damals Hunderte von solchen Rasthäusern. Hier konnte man einen interessanten Einblick in die Pionierzeit des Kanadischen Westens erhalten.

Der Tag wurde wieder mit einer kleinen Geburtstagsfeier am Lagerfeuer beendet.

Es ging auf eine 320 km Etappe nach Revelstoke. Nach einem Stop am Supermarkt fuhren wir wieder durch wunderschöne Landschaften.

Wir überquerten den Columbia River, den wasserreichsten Fluß Nordamerikas. Er entwässert eine Fläche, die 3 Mal so groß ist wie Deutschland. Überraschenderweise führte er sehr wenig Wasser, da es in Alberta sehr trocken war.

In Craigellachie konnten wir uns „The Last Spike“ ansehen. Ein Denkmal zum Gedenken an den Abschluß der Eisenbahn-Gleisbauarbeiten 1885 mit dem Einschlagen des letzten Nagels.

Anschließend erreichten wir Revelstoke und trafen uns beim Revelstoke Railway Museum zu einer Führung. Revelstoke war zur Blütezeit der wichtigste Standort zur Wartung und Reparatur der Dampflokomotiven, die nicht mit Kohle, sondern mit Öl fuhren. Der Ort erlebte seinen Absturz durch die Einführung der Dieselloks. Innerhalb von 10 Jahren sank der Anteil der Dampfloks von 97% auf 1%.

Wir besuchten dann noch kurz den Revelstoke Dam, der den Columbia River staut und Elektrizität liefert.

Dann noch einen kleinen Bummel durch den Ort und wieder war ein interessanter Tag zu Ende.

Glück gehört auch dazu. Heute hatten wir 2 mal davon. Erstens, wir hatten Kaiserwetter und zweitens, viel wichtiger, der Trans Canada Highway nach Banff war freigegeben. Dieser wird nämlich großflächig erneuert und war monatelang gesperrt. Das hätte einen 100 km Umweg zur Folge gehabt, und wir hätten die schöne scenic route von derr Stadt Golden nach Banff nicht gesehen.

Die Fahrt durch die Rocky Mountains zwischen 1200m und 1700m auf einer sehr guten Strasse war super. Unterwegs hielten wir im Yoho Nationalpark bei der Natural Bridge. Hier hat sich der Kicking Horse River durch Felsen gefressen.

Malerisch gelegen war auch Emerald Lake.

In Field kauften wir den benötigten permit für die Nationalparks in Banff und Jasper. Der dann geplante stop am Spiral Tunnel war nicht möglich, weil gesperrt. Dafür änderten wir die eigentlich geplante Route und fuhren zum Lake Louise, der noch fast zugefroren war. Hier konnten wir auch das Nobelhotel Fairmont Chateau Lake Louise besuchen.

Wir haben British Columbia damit verlassen und Alberta erreicht. BC ist 3 Mal so groß wie Deutschland, hat 5,7 Mio. Einwohner, wovon 50% in Vancouver und Umgebung leben. Jeder hat hier viel Platz.

Unseren Stellplatz erreichten wir in Banff. 

Hier bleiben wir 2 Nächte. Der nächste Tag stand zur freien Verfügung. Wir starteten mit der Banff Gondola. Sie brachte uns auf den Sulphur Mountain, von dem man atemberaubende Blicke in alle Richtungen hat.

Danach suchten wir den lookout auf, von dem man das legendäre Fermont Banff Spring Hotel gut sehen konnte. Danach besuchten wir es.

Dann gings zu den Bow Falls, wo wir eine ausgiebige Pause machten.

Zuletzt machten wir dann noch einen Spaziergang durch Banff. Der Ort ist natürlich sehr touristisch, aber bei unglaublichen 25 ° Grad kann man bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen dort super relaxen, außerdem durch gutes WiFi den Block beenden und versenden.

Abends machten wir noch eine kleine Wanderung zu den Hoodoos, das sind Sandsteinformationen.

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Eine Antwort auf „2. Lebenszeichen Kanada und Alaska Mai 2023“

  1. Hallo ihr Beiden, ganz liebe grüße aus den flachen Niederlanden. Hier ist es nicht so spektakulär wie bei euch aber trotzdem sehr schön. Manfred deine Berichte sind wieder super geschrieben. Habt weiterhin viel Spaß. 🙂
    Liebe Grüße von Renate und Uwe

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