In Roskilde übernachteten wir auf einem Campingplatz am Roskilde Fjord, landschaftlich sehr schön gelegen. Das Wetter war kühl aber trocken. Die Aussichten für die nächsten 2Wochen waren gemischt und wir beschlossen unsere Pläne am Wetter anzupassen.
In Roskilde besichtigten wir den Roskilde Dom, der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Nach einem kurzen Bummel durch die nette Innentstadt fuhren wir nach Helsingör auf die Fähre nach Schweden. Die Überfahrt über den Oeresund nach Helsingborg dauerte 20 Minuten.




Dort bezogen wir einen sehr schönen, am Yachthafen gelegenen Stellplatz. Zur Innenstadt waren es zu Fuß nur 10 Minuten. Das Wetter war schön, 20 Grad C aber sehr windig.. Wir unternahmen einen ausgiebigen Stadtrundgang, den wir mit Kaffee und Schokolade in einem gemütlichen Cafe beendeten und zum Womo zurück kehrten.




Der Abend wurde uns „versüßt“ durch laute türkische Musik, sowie dem Röhren getunter Auspuffe an den Fahrzeugen pubertierender Neuführerscheinbesitzer. Irgendwann hatten alle genug und es kehrte Ruhe ein.
Wir beschlossen noch einen Tag in Küstennähe zu bleiben, da auf unserem Weg nach Norden bereits Regen angekündigt wurde. In Rää, 10 km von Helsingborg, fanden wir einen kostenlosen Stellplatz am Yachthafen. Dort verbrachten wir den Tag mit Relaxen und Spaziergehen.
Morgens hatten wir kühle 15 Grad C und es war bedeckt. Nach dem Frühstück ging es nach Norden nach Vastena am Vättern See. Auf der Fahrt wurde es immer kälter, 11 Grad C und es regnete.
In Vastena suchten wir, wie immer auf den letzten Metern , Schwierigkeiten, den Stellplatz zu finden, da die Beschilderung nicht eindeutig war. Schließlich fanden wir ihn direkt am Vättern See und dem imposanten Schloß. Draußen war es ungemütlich und nach einem kurzen Gang durch den Ort, sahen wir uns das interessante WM Spiel Kroatien gegen Argentinien an. Argentinien verlor und war ausgeschieden.


Auf der Suche nach dem schwedischen Sommer ging es am nächsten Tag weiter nach Rättvik am Siljan See. Kurz vor Rättvik versuchten wir Monikas Tip zu befolgen und einen Platz in Tällberg zu finden, da es dort besonders schön ist. Leider war alles wegen Midsommer ausgebucht.
In Rättvik fanden wir einen netten Stellplatz direkt am See. Wir wollten eine Midsommer Feier erleben und erfuhren, dass eine Prozession am Nachmittag direkt am Platz vorbeikäme und auf dem „Gammergarden“ dann die Feier beginnen würde.

Die Prozession bestand aus 2 Pferden, 3 Ponys, 2 Leiterwagen und eine Kapelle. Alle waren in den traditionellen Kleider der Region bekleidet. Das sah schön aus aber ich hatte schon mehr erwartet.
Wir latschten dann hinter dem Zug ca. 2 km zum „Gammelgarden“, wo wir erst einmal zusammen 20€ Eintritt zahlen mußten. Voller Erwartung auf die bestimmt spannende und eindrucksvolle Feier, zahlten wir gerne.
Auf dem Gammelgarden lag der Maibaum, der nun durch die mitgebrachten Birkengirlanden geschmückt wurde. Danach wurde der Baum durch Freiwillige in etwa 1 Stunde aufgerichtet. Eine Kapelle begleitet diese Aktion mit traditioneller Musik. Danach marschierten die Schweden um den Baum herum, es gab einige, für unsere Augen alberne Tanzspiele ,und dann standen alle plötzlich auf und verließen den Platz. Das wars, die Feier war zu Ende. Ich hatte völlig falsche Erwartungen gehabt. Die Midsommerfeier findet nach diesem offiziellen Teil in den Familien statt. Wir hatten wieder etwas gelernt.



Nachts gab es wieder das unvermeintliche Treffen der Tuningszene mit lauter Musik und quietschenden Reifen, .diesmal nicht nur bis 22 Uhr sondern die ganze Nacht durch.
Am nächsten Tag warteten wir noch die Langboot Prozession auf dem See ab und starteten dann Richtung Strömsbruk zu unserer Freundin Monika, die im letzten Jahr nach Schweden ausgewandert war.

Dort angekommen, trafen wir auf Uwe und Monika aus Hagen, die ebenfalls einen Schwedenurlaub mit Wohnmobil machten. Die Begrüßung war herzlich und Monika zeigte uns Ihr schönes Haus, mit einem atemberaubenden Blick auf das Meer und auf einigen vorgelagerten Inseln.
Bei Monika verbrachten wir 3 Nächte, wurden köstlich bewirtet und lernten bei einigen Spaziergängen und einer kleinen Rundfahrt, die unmittelbare Umgebung kennen. Auch einen Ausflug nach Hudigsvall, der nähesten Stadt, unternahmen wir. Ins Herz geschlossen hatten wir auch Uma, der Hundin von Monika, die sich sichtlich über unseren Besuch freute und mit der ich gerne spielte.






Den Sommer in Schweden hatten wir auch gefunden bei 22 Grad C.
Nach dem Abschied von Monika ging es für uns weiter nach Norden. Die Landschaft wurde immer schöner und schließlich fanden wir in Hammarstrand einen Stellplatz am Indalsälven, dem größten Fluß Schwedens, der durch seine Wasserkraftwerke 10% des gesamten Strombedarfs Schwedens liefert. Wir standen traumhaft alleine am Ufer.


Die nächste Etappe brachte uns weiter nach Strömsund. Hier standen wir wieder frei am See Ströms Vattudal. Wir hatten unsere Vorräte aufgefüllt, da wir in den nächsten Tage den 550 km langen Vildmarksvägen befahren werden, der uns nach Lappland bringt, wo es wenige Möglichkeiten fürs Einkaufen gibt. Danach sahen wir uns das von unserer Mannschaft weltklassemäßig geführte Spiel gegen Südkorea an, das wir leider völlig unverdient verloren und trotz weiterer Weltklasseleistungen gegen Schweden und Mexiko mit einem guten 4. Platz unserer Gruppe die WM beendete.




































