3. Lebenszeichen Dänemark – Schweden 2018

In Roskilde übernachteten wir auf einem Campingplatz am Roskilde Fjord, landschaftlich sehr schön gelegen. Das Wetter war kühl aber trocken. Die Aussichten für die nächsten 2Wochen waren gemischt und wir beschlossen unsere Pläne am Wetter anzupassen.

In Roskilde besichtigten wir den Roskilde Dom, der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Nach einem kurzen Bummel durch die nette Innentstadt fuhren wir nach Helsingör auf die Fähre nach Schweden. Die Überfahrt über den Oeresund nach Helsingborg dauerte 20 Minuten.

Roskilde Dom
Roskilde Dom
Roskilde Dom
Roskilde Dom

Dort bezogen wir einen sehr schönen, am Yachthafen gelegenen Stellplatz. Zur Innenstadt waren es zu Fuß nur 10 Minuten. Das Wetter war schön, 20 Grad C aber sehr windig.. Wir unternahmen einen ausgiebigen Stadtrundgang, den wir mit Kaffee und Schokolade in einem gemütlichen Cafe beendeten und zum Womo zurück kehrten.

Helsingborg
Rathaus Helsingborg
Kärnan in Helsingborg
Helsingborg

Der Abend wurde uns „versüßt“ durch laute türkische Musik, sowie dem Röhren getunter Auspuffe an den Fahrzeugen pubertierender Neuführerscheinbesitzer. Irgendwann hatten alle genug und es kehrte Ruhe ein.

Wir beschlossen noch einen Tag in Küstennähe zu bleiben, da auf unserem Weg nach Norden bereits Regen angekündigt wurde. In Rää, 10 km von Helsingborg, fanden wir einen kostenlosen Stellplatz am Yachthafen. Dort verbrachten wir den Tag mit Relaxen und Spaziergehen.

Morgens hatten wir kühle 15 Grad C und es war bedeckt. Nach dem Frühstück ging es nach Norden nach Vastena am Vättern See. Auf der Fahrt wurde es immer kälter, 11 Grad C und es regnete.

In Vastena suchten wir, wie immer auf den letzten Metern , Schwierigkeiten, den Stellplatz zu finden, da die Beschilderung nicht eindeutig war. Schließlich fanden wir ihn direkt am Vättern See und dem imposanten Schloß. Draußen war es ungemütlich und nach einem kurzen Gang durch den Ort, sahen wir uns das interessante WM Spiel Kroatien gegen Argentinien an. Argentinien verlor und war ausgeschieden.

Vastena Schloß
Vastena Schloß

Auf der Suche nach dem schwedischen Sommer ging es am nächsten Tag weiter nach Rättvik am Siljan See. Kurz vor Rättvik versuchten wir Monikas Tip zu befolgen und einen Platz in Tällberg zu finden, da es dort besonders schön ist. Leider war alles wegen Midsommer ausgebucht.

In Rättvik fanden wir einen netten Stellplatz direkt am See. Wir wollten eine Midsommer Feier erleben und erfuhren, dass eine Prozession am Nachmittag direkt am Platz vorbeikäme und auf dem „Gammergarden“ dann die Feier beginnen würde.

Rättvik

Die Prozession bestand aus 2 Pferden, 3 Ponys, 2 Leiterwagen und eine Kapelle. Alle waren in den traditionellen Kleider der Region bekleidet. Das sah schön aus aber ich hatte schon mehr erwartet.

Wir latschten dann hinter dem Zug ca. 2 km zum „Gammelgarden“, wo wir erst einmal zusammen 20€ Eintritt zahlen mußten. Voller Erwartung auf die bestimmt spannende und eindrucksvolle Feier, zahlten wir gerne.

Auf dem Gammelgarden lag der Maibaum, der nun durch die mitgebrachten Birkengirlanden geschmückt wurde. Danach wurde der Baum durch Freiwillige in etwa 1 Stunde aufgerichtet. Eine Kapelle begleitet diese Aktion mit traditioneller Musik. Danach marschierten die Schweden um den Baum herum, es gab einige, für unsere Augen alberne Tanzspiele ,und dann standen alle plötzlich auf und verließen den Platz. Das wars, die Feier war zu Ende. Ich hatte völlig falsche Erwartungen gehabt. Die Midsommerfeier findet nach diesem offiziellen Teil in den Familien statt. Wir hatten wieder etwas gelernt.

Midsommerfeier
Rättvik
650m lange Seebrücke Rättvik

Nachts gab es wieder das unvermeintliche Treffen der Tuningszene mit lauter Musik und quietschenden Reifen, .diesmal nicht nur bis 22 Uhr sondern die ganze Nacht durch.

Am nächsten Tag warteten wir noch die Langboot Prozession auf dem See ab und starteten dann Richtung Strömsbruk zu unserer Freundin Monika, die im letzten Jahr nach Schweden ausgewandert war.

Langbootprozession Rättvik

Dort angekommen, trafen wir auf Uwe und Monika aus Hagen, die ebenfalls einen Schwedenurlaub mit Wohnmobil machten. Die Begrüßung war herzlich und Monika zeigte uns Ihr schönes Haus, mit einem atemberaubenden Blick auf das Meer und auf einigen vorgelagerten Inseln.

Bei Monika verbrachten wir 3 Nächte, wurden köstlich bewirtet und lernten bei einigen Spaziergängen und einer kleinen Rundfahrt, die unmittelbare Umgebung kennen. Auch einen Ausflug nach Hudigsvall, der nähesten Stadt, unternahmen wir. Ins Herz geschlossen hatten wir auch Uma, der Hundin von Monika, die sich sichtlich über unseren Besuch freute und mit der ich gerne spielte.

Spaziergang bei Monika
Spaziergang bei Monika
Spaziergang bei Monika
Uma
Leckeres Essen bei Monika
Monikas Aussicht

Den Sommer in Schweden hatten wir auch gefunden bei 22 Grad C.

Nach dem Abschied von Monika ging es für uns weiter nach Norden. Die Landschaft wurde immer schöner und schließlich fanden wir in Hammarstrand einen Stellplatz am Indalsälven, dem größten Fluß Schwedens, der durch seine Wasserkraftwerke 10% des gesamten Strombedarfs Schwedens liefert. Wir standen traumhaft alleine am Ufer.

Stellplatz am Indalsälven
Indalsälven

Die nächste Etappe brachte uns weiter nach Strömsund. Hier standen wir wieder frei am See Ströms Vattudal. Wir hatten unsere Vorräte aufgefüllt, da wir in den nächsten Tage den 550 km langen Vildmarksvägen befahren werden, der uns nach Lappland bringt, wo es wenige Möglichkeiten fürs Einkaufen gibt. Danach sahen wir uns das von unserer Mannschaft weltklassemäßig geführte Spiel gegen Südkorea an, das wir leider völlig unverdient verloren und trotz weiterer Weltklasseleistungen gegen Schweden und Mexiko mit einem guten 4. Platz unserer Gruppe die WM beendete.

Strömsund
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2. Lebenszeichen Dänemark – Schweden 2018

Während unserer Südafrikareise hatten wir Anke und Jürgen kennengelernt, die von der dänischen Insel Fanoe schwärmten, die sie mehrmals im Jahr besuchten. Da jetzt auch das jährliches Drachenfest stattfand, lag es nahe, auf unserem Weg nach Schweden, uns mit den Beiden auf Fanoe zu verabreden.

Fast zeitgleich kamen wir auf dem Campingplatz an. Jürgen kam mit einem Gespann, bestehend aus Wohnmobil und Wohnwagen. Hatte ich auch noch nicht gesehen. Da sie von ihrer Tochter Jenny, dem Enkel Hannes, sowie der Hündin Lissy begleitet wurden, machte das wieder Sinn.

Fanoe hat uns sehr gut gefallen. Es ist eine ursprünglich gebliebene Insel, ohne Hochhäuser und einem Megastrand. Negativ erlebte ich lediglich den Besuch der Duschen auf dem Campingplatz. Die Duschen waren kostenpflichtig. 2 Kronen sollten sie kosten. Mit 6 Kronen zog ich los. Nachdem ich mich in der Kabine eingerichtet hatte, warf ich die erste Münze ein. Sie fiel durch, sonst passierte nichts. Auch die 2. Münze verschwand humorlos ohne eine Funktion freizugeben. Da hatte ich schon einen Hals. Also wieder anziehen und zum Platzwart gehen, um die Beschwerde loszuwerden. Der Platzwart hat aber nur eine Arbeitszeit von 11 Uhr bis 12 Uhr und war nicht da. Allerdings gab es dort ein 2. Duschhäuschen. Mit der letzten Münze bewaffnet, begab ich mich in die Kabine. O Wunder, nach Einwurf der Münze leuchtete ein grünes Licht auf, und ich konnte die Dusche auslösen. Da ich nicht wußte, wie lange 2 Kronen reichen würden, stellte ich das Wasser nach kurzem Duschgenuß ab und seifte mich von Kopf bis Fuß ausgiebig ein. Ihr ahnt schon wie es dann weiterging. Richtig, es kam kein Wasser mehr. Ich kriegte die Krise und suchte die versteckte Kamera. Schließlich mußte ich den Schaum mit dem Handtuch abwischen.

Die ersten 2 Tage waren schweinekalt. Allerdings zeichnet sich das dänische Wetter dadurch aus, dass es extrem schnell wechselt. So hatten wir am 3. Tag einen super Sommertag, den wir, wie die anderen Tage auch, mit dem Wohnmobil am Strand verbrachten. Dort waren tausende Drachenfreunde versammelt, die Drachen aller Größe steigen ließen, was ein wunderschönes Bild ergab.

Fanoe Strand
Fanoe Strand
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival
Fanoe Drachenfestival

 

Fanoe Drachenfestival

Radsporttechnisch war der 1 wöchige Aufenthalt auch ergiebig, da Jürgen täglich seine Inselrundfahrt unternahm, ohne Rücksicht auf Wind und Regen und ich ihn gerne begleitete. Diese Runde beinhaltete immer eine 12 km lange Fahrt auf dem befahrbaren Strand, jedes Mal ein schönes Erlebnis. Außerdem lernte ich die Insel durch die Erklärungen Jürgens sehr gut kennen.

Inselbewohner
Windmühle
alter Friedhof
ertrunkene Fischer

Die Woche auf Fanoe war sehr entspannend und der Abschied von Anke und Jürgen fiel dann doch schwer, da wir uns sehr gut verstanden hatten. Allerdings haben wir in ca. 6 Wochen wieder ein Treffen mit ihnen, da wir das Metal Festival in Wacken besuchen werden, wo die beiden in der Nähe wohnen.

Unser Weg führte erst einmal weiter quer durch Dänemark nach Roskilde.

Die dänischen Autobahnen sind sehr entspannend zu befahren. Immer wieder schön waren die Überfahrten nach Fünen und Seeland durch den kleinen und großen Belt.

Überfahrt nach Fünen über den kleinen Belt
Überfahrt nach Seeland über den großen Belt

 

 

 

 

 

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1. Lebenszeichen Dänemark – Schweden 2018

Frohgemut starteten wir unsere diesjährige Sommerreise nach Schweden. Als erstes wollten wir Anne und Peter in Stelle besuchen. Ich hatte mich gedanklich auf die Route über Hannover eingestellt, folgte dann doch kurzfristig dem Navi, das uns über Bremen leiten wollte. Alles war prima bis Bremen. Dann ging im Norden nichts mehr. Die A1 war schon seit 10:30 Uhr gesperrt, wegen eines LKW Unfall. (Man sollte doch vor einer Fahrt die Verkehrsnachrichten hören) Die A27 war ebenfalls gesperrt wegen eines brennenden LKWs. Nach stundenlanger Quälerei, verließen wir die Autobahn, um uns auf Landstrassen durchzuschlagen. Diese Idee hatten natürlich auch Tausende anderer Verkehrsteilnehmer. Also standen wir auf der Landstrasse, zwar landschaftlich schöner als auf der Autobahn, aber Stelle kamen wir auch nicht näher.

Dann riß mir der Geduldsfaden, ich wendete bei einem Bauern und fuhr nach Verden, um dort zu übernachten und Stelle leider ausfallen zu lassen. Die Stellplatzkoordinaten lieferte uns die Promobil App auf unserem Navi. 2 Kilometer vor Verden, sah ich eine sehr hohe Kirmesschaukel. Mir schwante nichts Gutes, denn Kirmes heißt für Wohnmobilfahrer, der Stellplatz ist besetzt. So war es auch. Verden feierte ein großes Straßenfest mit Kirmes.

Wir parkten in einer ruhigen Nebenstrasse und entschlossen uns, spät abends die letzten 100 km bis Stelle zu fahren und mit Anne und Peter zu frühstücken.

Dann besuchten wir das Strassenfest und entdeckten den Dom zu Verden, der von den Ausmaßen dem Kölner Dom gleichkommt und überhaupt nicht zu der Größe von Verden paßt.

gestrandet in Verden

Um 22 Uhr starteten wir die letzte Etappe und kamen ohne weiteren Staus in Stelle an.

Das Wiedersehen mit Anne und Peter war wieder sehr schön und mittags fuhren wir dann weiter Richtung Lübeck um dort Angie und Peter zu treffen. Wieder erlebten wir die anscheinend normalen Staus auf deutschen Autobahnen.

Lübeck feiert 850 jährigen Geburtstag und wir feierten, mit einem Besuch des Stadtfestes, mit.

Stadtfest in Lübeck
Stadtfest in Lübeck
Stadtfest in Lübeck
Lübecker Rathaus
Lübecker Rathaus
Lübecker Rathaus

Nach einem gemeinsamen Frühstück bei Angie und Peter starteten wir wieder Richtung St. Peter Ording. Angie und Peter starteten zeitgleich ihre Wohnmobiltour nach Berlin.

Unterwegs wieder Chaos. Autobahn gesperrt, Ausfahrten gesperrt, mir reichte es irgendwann wieder, und wir änderten unsere Pläne. Büsum war das neue Ziel.

Endlich Meer, Strand und Krabben. Den Nachmittag verbrachten wir am Strand und in der Stadt. Abends konnten wir noch am Strand Status Quo lauschen, die anläßlich der „Legends at the Sea“ Konzertreihe in Büsum auftraten.

gut gelaunt beim Status Quo Konzert

Tags drauf holten wir St. Peter Ording nach. Es waren nur 40 km zu fahren und alles ging glatt.

Vom Wohnmobilhafen unternahmen wir eine Fahrradtour zum Südstrand und bummelten im Dorf.

Südstrand
Südstrand

Dann ging es nach Tonder. In Dänemark fiel uns sofort der gute Strassenzustand auf, ohne Flicken und Löcher. Wir brauchte etwas, bis wir den uns bekannten Stellplatz erreichten, da unser Navi auf LKW eingestellt ist und uns eine für LKW gesperrte Strasse vorenthielt und uns dafür bis in die Fußgängerzone von Tonder leitete – warum auch immer. Geld scheint man hier für den sehr gut ausgestatteten Womo Stellplatz mit Strom und Entsorgung nicht verlangen zu wollen, da alle Versuche, in der Rezeption jemanden anzutreffen, erfolglos waren. Es folgte ein Bummel durch die schöne Altstadt von Tonder.

Tonder
Tonder
Tonder
Tonder

 

 

 

 

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