8. Lebenszeichen Singapur und Down Under September 25 bis Dezember 25

3.11. bis 9.11.

Lakes Entrance – Eden

Immer dem Snowy River entlang, ging es heute durch Eukalyptuswälder nach Eden.

Unseren Ersten Stop machten wir bei den Salmon Rocks, einer Granitfelsenansammlung an einem schönen Sandstrand.

Bei Orbost, lud ein angelegter Park, mit schönen Bäumen und ein altes Bahnhofsgebäude zu einer kurzen Rast ein.

Dann ging es zum Mackenzie River Rainforest, ein warm gemäßigter Regenwald mit außergewöhnlichen Pflanzen. Hier gingen wir den angebotenen Walk und staunten über die bis zu 6m hohen Baumfarne.

Wir verließen Victoria und reisten in den Bundesstaat New South Wales ein. Nach weiteren 50 km erreichten wir Eden. Hier entwickelten sich während der Zeit, wo noch Wale gejagt wurden, eigenartige Verhaltensweisen der Orcas. Diese lernten, wenn sie Glatt- und Buckelwale in die Bucht von Eden trieben und diese dadurch von den Walfängern leicht getötet werden konnten, erhielten sie bestimmte Teile des Wals wie Zunge und Lippen als Dankeschön. Dies funktionierte über Jahrzehnte.

An der Wharf fanden wir einige ausgefallene Plastiken.

Eden – Canberra

In der Nacht gab es wieder ein Unwetter mit Blitz und Donner – und mit einem nassen Bett von Ute. Die Reparatur der Dachluke hat nichts gebracht. Mal sehen, wie wir damit umgehen.

Wir verließen Eden, nicht ohne vom Viewpoint noch einen Blick auf die Walbucht zu werfen, gestern war es am regnen.

Heute ging es in die Berge. Auf dem Snowy Mountains Highway fuhren wir durch riesige Eukalyptuswälder, immer bergauf. Auf 1000m änderte sich die Landschaft, wir hatten hier die Baumgrenze erreicht. Die Snowy Mountains gehören zur „Great Dividing Range“, der Gebirgskette, die von Südost bis Nordost Australien durchzieht. Hier liegt auch der höchste Berg Australiens, der Mount Kosciuszko mit 2228m, und hier liegen auch die einzigen Skigebiete Australiens.

Es ging nach Canberra, der Hauptstadt von Australien. Canberra hat einen unabhängigen Status von den Bundesländern, ähnlich wie Whashington D.C. in den USA. Es wurde 1913 Hauptstadt, um die Streitigkeiten zwischen Melbourne und Sydney zu beenden.

Unterwegs fanden wir noch einen Outlook an einem kleinen Regenwaldbiotop.

In Bega besuchten wir das Bega Cheese Heritage Center, um es einfacher auszudrücken, eine alte Käserei.

Kurz vor unserem Campingplatz in Canberra fuhren wir noch zu dem Mount Ainslie Outlook, von dem man eine wunderbare Sicht auf die Stadt hat.

Die Temperatur ist auf 9°C gefallen, wir befinden uns auf 800 m Höhe.

Übrigens, seit Melbourne sind wir wieder vollzählig. Edmund, der die Reise aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen mußte, ist wieder zu uns gestoßen und fährt die Tour zu Ende.

Canberra

Heute unternahmen wir wieder eine Stadtrundfahrt. Canberra hat ca. 480000 Einwohner und ist damit eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Es ist eine reine Dienstleistungs- und Verwaltungsstadt mit wenig Industrie. Der Lebensstandard in Canberra ist hoch, das Durchschnittseinkommen liegt höher, als im übrigen Australien. Es ist eine ruhige und sichere Stadt mit wenig Verkehr, eingebettet in einer schönen Landschaft, mit den Hausbergen Mount North und Mount Ainslie, sowie einigen Seen.

Die Stadtrundfahrt offenbarte keine Überraschungen. Spektakuläres gibt es hier nicht zu entdecken. Wir starteten bei der National Galerie of Australia. Wir sind eigentlich Museumsmuffel, fanden aber dennoch einige schöne Exponate Aboriginekunst.

Dann ging es zum Australian War Memorial. Nicht so mein Ding, mir waren die Bilder und Exponate im Museum zu heroisch – das Grauen der Krieges konnte man nur erahnen.

Das Parlament war die nächste Station. Es gibt ein altes Parlamentsgebäude, das als Provisorium diente, bis das neue fertig war. Heute befindet sich darin ein Museum.

Abends bekam ich dann noch netten Besuch von Pennantsittichen.

Canberra – Blue Mountains

Wir verließen den Bundesdistrikt Australian Capitol Territory und reisten wieder in New South Wales ein. In Goulburn hielten wir um uns „The Big Merino“ anzuschauen. Dies soll das Zentrum der Schafzucht symbolisieren. In dem Viech befindet sich ein Souveniershop. Übrigens werden die meisten Fotos vom Hinterteil gemacht.

Dann ging es direkt in Richtung Blue Mountains. Hier gibt es tiefe Schluchten, spektakuläre Felsformationen und Eukalyptuswälder. Der Name stammt von dem bläulichen Dunst der über den Wälder liegt. Dieser stammt von den ätherischen Ölen, die von den Eukalyptusbäumen an die Luft abgegeben werden und das Licht brechen.

Wir unternahmen eine Wanderung auf dem Prince Henry Cliff Walk, über den man alle relevanten Outlooks inklusive der „Three Sisters“ erreicht.

Abends besuchte mich diesmal ein Gelbhaubenkakadu

Blue Mountains – Sydney

Nach einem frühen Einkauf, stellten wir uns auf den Parkplatz der Scenic World, um möglichst mit der ersten Gondel runter in den Regenwald zu gelangen. Wir hatten nämlich später wieder einmal einen Termin bei Apollo in Sydney, wegen unseres Sorgenkinds, der Dachluke. Apollo Sydney liegt ungünstig, und darum erwarteten wir jede Menge Staus, da wir anschließend quer durch Sydney zu unserem Campingplatz fahren müssen.

Aber erst einmal ging es mit der Gondel 250 m abwärts in den Regenwald. Wir waren so früh, dass wir tatsächlich den Walk völlig alleine gehen konnten. Der Wald ist wieder einmalig mit den uns mittlerweile bekannten Baumfarnen. Interessant fand ich auch die unterschiedlichen Strukturen der Baumrinden.

Dann fuhren wir mit einer anderen Seilbahn quer über den Canyon und zurück.

Anschließend ging es dann nach Sydney zu Apollo, wo ein Techniker noch einmal mit Sikaflex das Dachfenster abdichtete und nach meinem Wunsch hin auch noch mal abklebte. Bin gespannt auf den nächsten Regen.

Auf dem Campingplatz hatte ich gleich wieder Kontakt mit einem Pennantsittich.

Sydney

Heute hatten wir „frei“ und beschlossen mit dem BigBus die Stadt zu erkunden. Dies erwies sich aufgrund der Verkehrslage als nur mäßig sinnvoll. Wir schlichen von Ampel zu Ampel. Also galt es einen neuen Plan zu entwickeln. Wir wechselten auf eine andere Linie des BigBus und fuhren zum Bondi Beach. Hier muß man ja angeblich gewesen sein, wenn man Sydney besucht. Naja, die Bucht ist schon ganz schön anzuschauen, war mega besucht, aber wir haben schon schönere Strände gesehen. Es gab auch keine Welle, also waren auch keine Surfer auf dem Wasser.

Wir nahmen dann einen regulären Bus, der uns wieder in die Innenstadt brachte. Hier bummelten wir durch die Viertel „The Rocks“ und „Circular Quay“ und sahen die Wahrzeichen von Sydney: die Oper und die Sydney Harbour Bridge, sowie die Skyline.

Dann ging es mit der Fähre zur Pyrmont Bay. Das Queen Victoria Building war unser Ziel. Dies ist wieder eine riesige Shopping Mall mit vielen Restaurants aus der viktorianischen Epoche. Davor standen 3 weiße Rolls Royce Oldtimer, die zu einer indischen Hochzeit gehörten. Dann gönnten wir uns noch eine kleine Stärkung.

Es war mittlerweile 18 Uhr und wir steuerten Sydney Eye, den Fernsehturm an. Hier hatten wir für die letzte Fahrt des Tages gestern noch Tickets bekommen, um den Sonnenuntergang von oben und die 360° Aussicht auf Sydney zu genießen. Die Observation Plattform befindet sich in 150 m Höhe.

Dann ging es mit der Metro zurück zum Platz. Der öffentliche Nahverkehr ist super einfach organisiert. Man kann sich überall mit seiner Kreditkarte beim Ein- und Aussteigen an- bzw, abmelden. Fahrscheine gibt es nicht. Es wird nach Länge der Fahrstrecke berechnet, wobei der Tageshöchstsatz bei 5,90 Aust. Dollar liegt. Die Metro fährt Fahrerlos.

Sydney

Heute hatten wir unere Stadtrundfahrt mit einem sehr guten, deutschsprachigen Stadtführer. Wieder ging es nach Bondi Beach, allerdings war heute starker Wellengang mit vielen Surfern zu beobachten.

Wir fuhren an vielen wichtigen Gebäuden vorbei und betraten mittags das Schiff zur Hafenrundfahrt mit Mittagessen. Hier hatten wir wieder eine andere Perspektive auf die Stadt.

Dann erfolgte noch die Besichtigung der Oper. Wir erhielten Informationen über die Entstehungsgeschichte der Oper mit den nicht ganz so schönen „Nebengeräuschen“ um den dänische Architekten Jörn Utzon. Dieser hatte sich nach einem Regierungswechsel mit dem neuen Premierminister zerstritten und wurde gekündigt. Daraufhin verließ er Australien und kehrte nie wieder zurück. Die Oper wurde dann mit 2 jährfiger Unterbrechung von australischen Architekten fertig gestellt. Utzon hat somit nie seine Oper vorort erleben können.

Wir wurden durch verschiedene Foyers geführt und in den Opernsaal und dem Konzertsaal. Fotos waren nur eingeschränkt erlaubt. Es gab einige sehr interessante geometrische Strukturen im Innerein zu sehen.

Abends fuhren wir nicht mit der Gruppe zurück, sondern mit der Fähre Nach Manley. Dort aßen wir zu Abend und fuhren dann wieder zurück, um die Skyline Sydneys bei Nacht zu sehen.

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