Am nächsten Tag, nach einer stürmischen und regnerischen Nacht, starteten wir bei schönem Wetter in Damp zu einer Radtour. Da wir den geplanten Radweg nicht fanden, fuhren wir zunächst an der Küste entlang, bis die Wege ein angenehmes Fahren nicht mehr zuließen und wir auf einem Radweg, parallel zur Strasse zurück nach Damp fuhren. Danach versuchten wir es in die andere Richtung und fanden eine schöne Strecke am Meer entlang, an viele Campingplätzen vorbei, in ein Naturschutzgebiet. Auf der Rückfahrt bemerkte ich eine Dornenhecke und warnte Ute noch vor den Dornen am Boden. Darauf komme ich später noch zu sprechen.
Nachmittags war wieder einmal große Wäsche angesagt und abends belohnten wir uns mit dem Besuch des platzansässigen Griechen, wo wir sehr gut aßen.
Die nächste Station unserer Reise war Schacht Audorf. Auf diesem Stellplatz kann man wieder auf dem Nord-Ostseekanal direkt vor den Womos die Schiffe vorbei fahren sehen. Leider war die Loge bereits besetzt und so mussten wir uns mit dem Rang in der 2. Reihe begnügen. Auch hier unternahmen wir eine Radtour, wobei der Radweg aus aneinandergelegten Betonplatten bestand, die sich in den zurückliegenden Jahren verschoben hatten. Das ewige Gehoppel hatten wir nach 10 km satt und kehrten auf der Straße wieder zurück zum Wohnmobil.






In den nächsten Tage standen Treffen mit unseren Freunden aus Hagen und Stelle im Mittelpunkt.
Anne und Peter sind vor 2 Jahren nach Stelle gezogen und wir, sowie Margit, Bea, Berthold und Horst hatten für dieses Wochenende unseren Antrittsbesuch angekündigt.
Wir fanden einen Parkplatz in Stelle, der sich zum Übernachten eignete.
Mittags trafen wir gemeinsam mit den Hagenern bei Anne und Peter ein. Nach der Besichtigung ihrer sehr schönen Wohnung, fuhren wir nach Lüneburg, wo Peter uns zu einer Stadtführung angemeldet hatte. Leider war das Wetter etwas wechselhaft mit kleinen Schauern. Lüneburg ist im 2. Weltkrieg nicht beschädigt worden und hat somit eine wunderschöne Altstadt. Unsere Stadtführerin, aufgewachsen in Lüdenscheid, konnte uns ihre neue Heimat sehr detailreich näherbringen.






Abends verlebten wir bei einem Italiener in Stelle noch einen schönen Abend.
Der nächste Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Hotel der Hagener. Anschließend fuhren wir nach Hamburg.
Peter, erfahren durch diverse Führungen seiner Besucher, konnte uns zunächst im Auto interessante Einblicke in die verschiedenen Häfen Hamburgs geben und von ausstehende Bauvorhaben aufgrund der geplatzten Olympiabewerbung berichten.
Anschließend konnten wir die Elbphilharmonie besichtigen, die im Moment das Highlight Hamburgs ist. Dies kann man bei Baukosten von 860 Millionen € auch erwarten. War sehr interessant.
Danach schlenderten wir an den Landungsbrücken vorbei, besuchten die Reeperbahn und aßen im Portugiesenviertel gut zu Abend.






Am Sonntag, nach dem gemeinsamen Frühstück, verabschiedeten wir die Hagener, die nach Hause aufbrachen.
Für Anne/Peter und uns begann nun die geplante 3 tägige Radtour auf der alten Salzstrasse von Lüneburg nach Lübeck. Nach einer gemeinsamen Entscheidung, trotz der nicht perfekten Wettervorhersage, die Tour durchzuführen, hatte ich in Lauenburg und Mölln Hotelzimmer für uns gebucht.
Wir starteten nachmittags und schon nach 7 km ereilte mich die Defekthexe. Ein Platten, natürlich am Hinterrad, das bei meinem Geschick schwarze Hände bis zu den Ellenbogen bedeutete. Also erst einmal Gepäck abladen, Hinterrad ausbauen, Schlauch raus, neuen Schlauch rein und dann alles wieder zusammenbauen.
Glücklicherweise ereilte uns die Panne an einem Bushäuschen, so dass wir bei einsetzenden Regen, wenigstens im Trocknen waren.
Trotz leichten Regens wollten wir dann aber doch weiterfahren. Anne und Peter fuhren ab, ich lud noch die Gepäcktaschen auf das Rad ,und beim Aufsteigen sah ich, dass der Hinterreifen wieder platt war. Peter und Anne waren weg, ich hatte keinen Ersatzschlauch mehr und genervt beschlich mich das Gefühl, das dies bereits das Ende unserer Tour sein könnte. Da ich nach oldschool Art auch Flickzeug dabei hatte, beschloss ich, den Schlauch zu flicken. Ich wechselte zur Sicherheit das Ventil und fand im Schlauch ein Loch. Daraufhin prüfte ich intensiv den Mantel von innen, ja, hätte ich auch schon beim ersten Mal machen können und fand einen verholzten Dorn, wahrscheinlich ein Mitbringsel von unserer Radtour in Damp.
Inzwischen waren Anne und Peter wieder zurückgekommen. Peter half mir mit einem seiner Ersatzschläuche aus ,und nach einer gefühlten Ewigkeit, konnten wir bei immer noch leichtem Niesel unsere Tour fortsetzen.

Nach der Hälfte der Strecke, steuerten wir eine Bäckerei an, um eine kleine Pause einzulegen. Wir hatten gerade den Laden betreten, da gab es einen mächtigen Schauer.
Die Strecke führte am Elbe – Lübeck – Kanal entlang. Nach weiteren Duschen von oben, erreichten wir Lauenburg. Unser Hotel „ Bellevue“ lag natürlich oberhalb der Altstadt, so dass zum Schluss noch eine Bergprüfung anstand.
Im Hotel gab es dann auch noch Schwierigkeiten mit der Buchung, wir erhielten dann aber doch noch 2 Zimmer. Das Abendessen hatten wir dann, bei einem fantastischen Blick über die Elbe, im Hotel.

Die Etappe am 2. Tag führte uns von Lauenburg nach Mölln über Ratzeburg. Auf leider schlammiger Piste, wieder am Kanal entlang, lieferten wir uns Duelle mit einigen Freizeitkapitänen auf ihren Motorbooten.

Schließlich erreichten wir Mölln und steuerten erst einmal eine Tankstelle an, um unsere Räder zu reinigen. Leider stürzte Ute unmittelbar danach aufgrund der nassen Bremsen. Sie zog sich mehre Hautabschürfungen am Knie und eine Rippenprellung zu. Wir hofften, dass sie am nächsten Tag wieder Radfahren konnte.
Das Hotel lag natürlich wieder auf einem Hügel, wenigstens das Einchecken verlief diesmal reibungslos und das Hotel war auch mindestens eine Stern besser als das erste.
Nach dem Duschen starteten wir zu einem kleinen Stadtspaziergang. Ein passendes Restaurant fanden wir auf die Schnelle nicht und so aßen wir vorzüglich im Hotel.
Am Dienstag, nachdem Ute grünes Licht zur Weiterfahrt gegeben hatte, besuchten wir den Möllner Dom, und das Eulenspiegeldenkmal. Danach starteten wir zur letzten Etappe nach Lübeck.




Das Wetter war besser als am Vortag und in Ratzeburg konnten wir am Ratzeburger See, bei einer Pause, sogar draußen die Sonne genießen. Danach ging es auf schwierigen Waldwegen am Ratzeburger See entlang.

In Lübeck mussten wir leider fast durch die ganze, verkehrsreiche Stadt um den Hauptbahnhof zu erreichen. Dort besorgte Peter schnell die notwendigen Bahnkarten für die Rückreise. Nach einmaligem Umsteigen in Hamburg fuhren wir bis Winsen an der Luhe. Bis Stelle hatten wir noch 7 km zu radeln und dann konnten wir uns nach 145 km, trotz des Sturzes von Ute, zufrieden abklatschen. Alles in allem hat es uns allen Spaß gemacht und war ein schönes gemeinsames Erlebnis.

Abend gab es dann das Belohnungsessen bei einem Griechen, der ähnlich wie die spanischen Tapas, seine Gerichte auch in kleinen Portionen anbietet. Dadurch kann man sich verschiedenen Gerichte zu einem leckeren Essen zusammenstellen.
Nach dem Frühstück bei Anne und Peter hieß es auch von uns Abschied nehmen.
Wir brachen auf nach Lübeck, um dort noch einmal Angela und Peter zu treffen. Das Wetter war sommerlich und wir genossen erst einmal die Sonne. Anschließend verbrachten wir noch einen netten Abend mit den beiden.
Am nächsten Tag brachen wir auf nach Zingst zum uns bekannten Stellplatz am Surfcamp. Alles war wie immer, ziemlich relaxte Atmosphäre. Es folgte eine Radtour nach Pramort durch den Nationalpark Vorpommersche Bodenlandschaft, die uns bei der Rückfahrt, bei heftigen Gegenwind, viel abverlangte.



Danach folgte Rügen als Etappenziel. Wir wählten einen Stellplatz in Dranske aus, den wir auch nach einer Fährfahrt der Wittower Fähre erreichten. Der gefiel uns nicht, also planten wir um und fuhren zum Parkplatz von Cap Arkona. Dort besuchten wir bei sonnigem Wetter das Cap und liefen einige km auf dem Küstenweg. Leider sind nach dem tragischen Unglück im letzten Jahr, als ein 9jähriges Mädchen von einem Felssturz erschlagen wurde, viele Wege und Aussichtsstellen gesperrt, und so erlebten wir das Cap nicht so spektakulär als erwartet.





Anschließend ging es zum Knaus Campingpark Rügen, wo wir übernachten werden.


























































