6. Lebenszeichen Überwintern in Benajarafe und Gran Canaria November 2024 bis Januar 2025

vom 15.1.2025 bis 29.1.2025

Nun neigt sich unsere Überwinterung ihrem Ende, und , ganz ehrlich, wir freuen uns jetzt auch auf die Heimreise. Das ist auch gut so, denn andernfalls wäre das ja ein Zeichen, dass uns zu Hause was fehlt. Vor allem, freuen wir uns auf das Wiedersehen mit Euch.

Zwischenzeitlich gab es noch einige Aktivitäten.

So sahen wir uns noch ein Spiel in der Europaliga der Basketballer an. Es war wieder bis zum Schluß spannend, leider verloren sie wieder.

Wir hatten uns Karten besorgt für das „World Rock Music“ Festival in Las Palmas. Statt fand dies in der Recinto Ferial Infecar, einer sehr schönen Location. Hier traten 6 Coverbands auf, die jeweils 1,5 Stunden Songs der Band spielen, die sie covern, das waren: Dire Straits, Police, Creedence Clearwater Revival, Beatles, Rolling Stones. 3 Bands haben wir wir uns angehört, dann waren wir platt, zudem die Spanier Lautstärke besser vertragen als wir – es war sehr laut. Das stört sie aber nicht, es wird sich trotzdem unterhalten und sogar telefoniert.

Von der Touristeninformation erfuhren wir, dass das Segelschulschiff „J.S.De Elcano“ einlaufen würde und zu besichtigen wäre. Der 4 Master ist das drittgrößte Segelschiff mit Schonerbesegelung der Welt. Es befindet sich auf einer Ausbildungsweltreise und beherbergt eine prominente Auszubildende, Prinzessin Leonor von Spanien. Leider waren wir nicht die Einzigen, die zur Besichtigung kamen, vor uns lag eine mindestens 300 m lange Schlange Wartender. Insgesamt standen wir 3,5 Stunden an, um dann in der zwischenzeitlich eingesetzten Dunkelheit einmal über das Schiff zu gehen. War eher nicht der Hit, obwohl das Schiff schon eindrucksvoll ist.

Dann besuchten wir noch das „Poema del Mar“, eins der besten Aquarien weltweit. Hier wird man auf einem sehr gut angelegten Rundweg durch verschiedene Klimazonen geführt, an riesigen Becken entlang oder darunter. Hat uns seht gut gefallen.

Ein weiterer Tip der netten Dame an der Touristeninfo war der Besuch des Volksfestes in Valsequillo, im Landesinneren gelegen. Das taten wir dann auch, und nach einer aufwendigen Busanreise mit Umsteigen, falsche Abfahrtsstationen und einen Megastau vor dem Ort, erreichten wir diesen. Es war megavoll, die Spanier lieben anscheinend diese Art von Festen. Überall spielten Kapellen in Trachten den Folias Canarias, einem dem Fado ähnlichen langsamen, traurigen Musikstil. Uns hat der nicht besonders imponiert. Der Bauernmarkt zeigte dann noch traditionelle Handwerkskunst und natürlich war die Verkostung landestypischer Produkte ein Schwerpunkt.

Eine letzte Besichtigung fand dann Ute noch, nämlich Das Museo del Platano. Dort kann mal in Acuras alles erfahren und besichtigen, über Bananen. Auf der sehr gepflegten Hacienda la Recompensa sind über 200 Bananensorten zu bestaunen. Wir erfuhren, dass es auch rote und blaue Bananen gibt und dass die Pflanze wohl schon seit 5000 Jahre v.Chr. als Nahrungsquelle diente. Der Besuch endete mit einer Verkostung von Marmelade, Likör, Wein und auch Sekt. Dieser Besuch hat uns wieder gut fallen.

Damit enden die Lebenszeichen unserer Reise und, wie anfangs erwähnt, freuen wir uns jetzt auf ein Wiedersehen mit euch.

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5. Lebenszeichen Überwintern in Benajarafe und Gran Canaria November 2024 bis Januar 2025

vom 26.12.24 bis 14.1.2025

In den nächsten Wochen kehrte, wie erwartet, eine Art Alltag bei uns ein. Vormittags Sport im kleinen Fitnessstudio im Haus auf dem Spinningrad oder dem Laufband, nachmittags kleine oder größere Wanderungen am Strand.

Die nachweihnachtliche Zeit nutzten wir auch die diversen Weihnachtsmärkte zu besuchen oder uns abends die Beleuchtung anzusehen.

Die Stadtverwaltung von Las Palmas bot eine weitere Tour zum Thema „Heilige 3 Könige“ an, zu der wir uns angemeldet hatten. Wir waren die einzigen Touristen und hatten mit Maria exklusiv eine deutschsprachige Reiseführerin. Wir erfuhren auf der Tour Geschichte und Tradition des 6. Januars, der auch für die Kinder große Bedeutung hat, da erst an diesem Tag Bescherung ist.

Es gibt auf der Insel sehr viele arme Leute, die sich Geschenke für ihre Kinder nicht leisten können. Dafür wird gespendet und im Galizierhaus konnten wir in einer großen Halle Berge von neuem Spielzeug betrachten, das gespendet war, für bedürftige Familien, damit deren Kinder sich nicht benachteiligt fühlen müssen. Wir waren von den Bergen der Sachen beeindruckt.

Anschließend besichtigten wir die Sandskulpturenausstellung am Strand. Hier erstellen nationale und internationale Bildhauer alljährlich Skulpturen zum Thema. Wie uns der Leiter der Ausstellung stolz berichtete gibt es jedes Jahr eine versteckte Besonderheit. Dieses Jahr gab es kein männliches Jesuskind in der Krippe, sondern seine Enkelin wurde als weibliche Jesuskind dargestellt. Außerdem konnten wir an einer Skulptur erkennen, dass nicht nur Ute sondern auch Engel Zahnprobleme haben.

Dann rückte Sylvester näher. Wir hatten das Glück, dass die zentrale Sylvesterfeier direkt bei uns am Auditorium Alfredo Kraus stattfand. Um 22 Uhr startete die Party und soll bis 6 Uhr früh gelaufen sein. Es versammelten sich bestimmt 5000 Menschen auf dem Platz, keiner offensichtlich betrunken, alles sehr friedlich und fröhlich. Es wurde auch nicht geböllert. In Spanien ist es nicht üblich die letzten 10 Sekunden runterzuzählen und dann direkt anzustoßen, sondern um Punkt 24 Uhr ertönen landesweit auch über TV 12 Glockenschläge. Zu jedem dieser Glockenschläge sollte man eine Weintraube essen und wenn man es 12 Mal geschafft hat, bedeutet dies Glück im neuen Jahr. Haben wir leider nicht geschafft, die Schläge kamen zu schnell hintereinander. Trotzdem sind wir optimistisch. War lustig mit anzusehen, wie sich alle bemühten das Tempo zu halten. Dann folgte ein kolossales Feuerwerk und die Livemusik startete.

Am 6.1. war der Plan, uns den traditionellen Umzug der Heiligen 3 Könige anzusehen. Wir hatten heftig im Internet recherchiert und herausgefunden, dass er um 17:30 Uhr starten sollte. Also machten wir uns zu Fuß 1 Stunde früher auf und harrten der Dinge die dann kommen sollten. Sie kamen nicht um 17:30 Uhr, nicht um 18:30 Uhr sondern erst nach 19:30 Uhr. Wir konnten kaum noch stehen. Es stellte sich dann heraus, dass der Umzug für Kinder gestaltet ist, also nicht so ganz spektakulär, wie ich ihn erhofft hatte. Allerdings waren die Prunkwagen von Caspar, Melchior und Balthasa, die den Schluß des Zuges bildeten sehr sehenswert. Auch das gehört dazu, etwas von der Kultur des Landes kennen zu lernen.

Es folgte eine ausgedehnte Wanderung zum Landschaftsschutzgebiet Cove auf der angrenzenden Halbinsel. Dort hat man nach Aufstieg zum Mirador Norte de las Colorades eine wunderschöne 360° Aussicht.

Es folgte der Besuch der Cenobio Valeron, ein altes Höhlensystem in dem die Ureinwohner Vorräte lagerten, diese bewachten und teilweise lebten.

Die Dünen von Maspalomas standen dann auf dem Programm. Diese sind wirklich sehenswert, aber ansonsten sind wir froh auf der anderen Seite zu sein, da in Maspalomas außer Hotelburgen und Strand nichts zu entdecken gibt.

Da wir für das Ligaspiel der Fussballer keine Karten mehr bekommen hatten, besorgte ich Karten für das Ligaspiel der Basketballer, die auch in der 1. Liga spielen und mit Platz 4 gut darstehen. Gegner war der FC Barcelona, gespielt wurde in der riesigen Arena Las Palmas, die ausverkauft war. Das hat richtig Spaß gemacht. Wir sahen in einer sehenswerten Halle ein super spannendes, gutes Spiel, das Las Palmas leider mit 3 Punkten verlor.

Zwischenzeitlich hatten Anne und Peter ihr Urlaubsziel Teneriffa erreicht. Wir fanden es witzig sie dort zu besuchen und buchten die entsprechende Fähre nach Santa Cruz. Dort wurden wir von den beiden herzlich in Empfang genommen und wir verlebten einen schönen gemeinsamen Tag in der Stadt. Allerdings wurde ich auf der Rückfahrt richtig seekrank, was ich für die kurze Strecke, 1Stunde 40 Minuten, nicht erwartet hätte.

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