
20.9. – 28.9.
Von Hel fuhren wir zurück und machten unseren ersten Stopp in Wejherowo, früher Neustadt in Westpommern. Dort sollte ein original Kaschubenhaus stehen und eine interessante Steilküste zu besichtigen sein.
Das Kaschubenhaus fanden wir dann auch und bei unserem Rundgang um das Haus wurden wir von einem Hund gestellt, der anscheinend sein Territorium verteidigte. Ute war starr vor Schreck und auch ich bewegte mich nicht mehr. Gott sei Dank kam der Besitzer lachend aus dem Haus und rief seinen Hund zu sich. Es entspannte sich ein interessantes Gespräch. Er bot uns an das Haus auch innen zu besichtigen. Das war natürlich sehr interessant. Der Hund hatte zwischenzeitlich auch gecheckt, dass wir harmlos waren und ließ sich sogar ausgiebig streicheln.
Anschließend gingen wir noch 200 Stufen an der Küste nach unten zum wunderschönen Sandstrand.
Unser nächstes Ziel war die „Polnische Sahara“ bei Leba. Das ist ein 300 ha großes Dünengebiet, das sich mit einer Geschwindigkeit von 10 m/Jahr ausbreitet. Mit einer kleinen Bahn ging es vom Parkplatz zu den Dünen, wo wir Angela und Peter noch einmal trafen, die sich kurzfristig noch für diesen Zwischenstopp entschieden hatten.
In Leba übernachteten wir kostenlos auf einem Campingplatz, da weder am Abend noch am Morgen jemand in der Rezeption anwesend war.
Dann begannen Transferetappen Richtung Berlin. Die erste ging bis Drawsko in Pommern, früher Dramburg. Dort nächtigten wir völlig allein auf einem zu einem 4Sterne Hotel gehörigen Stellplatz mit einer wunderschönen Aussicht auf den See.
Dann besuchten wir den Geburtsort meiner Mutter, Bierzwnik, früher Marienwalde. Das Geburtshaus gibt es nicht mehr, so besuchten wir Orte, an denen meine Mutter gewesen war.
Eigentlich wollten wir kurz nach Küstrin auf der deutschen Seite übernachten. Allerdings fand unser Navi sich nicht mit den neuen Straßen zurecht und so entschieden wir, die restlichen 110 km bis Berlin am selben Tag zu fahren. Das war auch gut so, denn einen Tag später hätten wir keinen Stellplatz mehr bekommen. Am Wochenende war Berlin Marathon und der Platz ausgebucht. Nur mit erheblichen Überredungskünsten und der Aussicht auf einen 5 tägigen Aufenthalt, „zauberte“ der sehr spezielle Platzwart noch einen schönen Platz für uns.
Am nächsten Tag unternahmen wir „old school“ eine HopOn HopOff Stadtrundfahrt um einen Überblick über Veränderungen komprimiert zu erhalten. Dabei fuhren wir auch an der Eastside Gallery vorbei, die wir anschließend ausgiebig besuchten.
Dann machten wir uns zu Fuß auf Richtung Friedrichstraße und versuchten auf der linken Spreeseite am Ufer zu bleiben. Das gelang nur teilweise. Irgendwann war der offizielle Weg zu Ende und wir sahen nur noch einen Trampelpfad. Das sah spannend aus, also folgten wir ihm. Nach der ersten Kurve trafen wir auf die ersten Dealer, die sich sofort nachdem sie uns gesehen hatten „verkrochen“. Dann gingen wir durch ein kleines von Obdachlosen und Alternativen zusammengezimmertes Dorf mit ca. 20 Unterkünften. Die Leute leben dort unter einfachsten Bedingungen und bauen dort auch Gemüse an. Direkt hinter ihnen wird gerade ein neues großes Wohnsilo hochgezogen, außerdem plant der Bezirk einen durchgängigen öffentlichen Uferweg. Damit ist das Ende dieser „Idylle“ abzusehen.
Es folgte ein Besuch des Checkpoint Charly, den wir auch schon ewig nicht mehr gesehen hatten.
Den Tag schlossen wir mit einem Bummel durch das Nikolaiviertel ab.
Steglitz war am nächsten Tag unser Ziel, um auf alten Spuren zu wandeln. Dort war unsere erste gemeinsame Wohnung. War wieder sehr schön, wobei die Veränderungen nicht immer dem Bezirk zum Vorteil gereichte.
Wir trafen uns mit Utes alter Freundin Sabine, machten einen Bummel durch den Botanischen Garten und schlossen das Treffen mit einem leckeren Steinpilzessen in einer Trattoria in Dahlem ab.
Für den Abend hatten wir uns Karten gekauft für das Mehringhof Theater. Hier sind wir früher gerne gewesen als Kreuzberg noch sehr alternativ und multikulti war.
Dort fand das „Satiretreffen Kreuzberg“ statt, was sich allerdings als reine Lesung herausstellte und bei uns nur bedingt Begeisterung auslöste.
Am Sonntag brachen wir früh auf, um uns den Berlin Marathon anzusehen. Zunächst fanden wir eine Stelle, an der die Läuferinnen und Läufer nach 7 km vorbei kamen, und anschließend konnten wir 2 Plätze direkt am Ziel auf einer Tribüne finden, nachdem wir uns als geimpft registriert hatten. Die Stimmung war gut und man konnte fühlen, dass sowohl die Läuferinnen und Läufer als auch die Zuschauer die neu gewonnene Normalität genossen.



Führungsgruppe Männer 
Führungsgruppe Frauen 
Bester Deutscher Jirka Arndt 
Beste Deutsche Rabea Schöneborn 
Sieger Guye Adola
Am Nachmittag stand der Besuch des Tempelhofer Feldes an. Dort hat sich nach unserem letzten Besuch vor 8 Jahren nichts verändert. Die Fläche wird von den Berlinern in unterschiedlichster Weise als Freizeitfläche genutzt, inklusive dem Anlegen von kleinen Nutzgärten.
Abends war Fernsehzeit, die erste Prognose der Wahl stand um 18 Uhr an, obwohl in Berlin bis nach 19 Uhr noch gewählt wurde. Es fehlten Wahlzettel, man hatte die individuelle Wahlzeit in der Kabine eines jeden Einzelnen mit 5 Wahlzetteln total unterschätzt, und dass am selben Tag der Wahl auch der Berlin Marathon stattfand warf ein Licht auf die Leistungsfähigkeit des Berliner Senats.
Die Berliner Unterwelten standen am Montag auf dem Programm. Direkt von unserem Stellplatz konnte man durch eine Stahltür in ein Luftschutzbunkersystem gelangen. Ein Referent erklärte uns die Geschichte dieser Bunker, die bis vor dem 1. Weltkrieg zurückliegt, als die Berliner U-Bahn gebaut wurde und man, vorsorglich für den späteren Ausbau der U-Bahn, Stollen anlegte, die später von den Nazis als Luftschutzbunker genutzt wurden. Das war wieder einmal ein Eintauchen in eine Zeit, von der unsere Generation Gott sei Dank verschont wurde.
Für den Abend hatten wir uns Karten für das Tipi am Kanzleramt für „Super wir hatten doch die Wahl…. Mit Marco Seiffert“ gekauft. Dort diskutierten die Journalistinnen und Jornalisten Hajo Schumacher, Cerstin Gammelin, Robin Alexander, Bettina Gaus und Albrecht von Lucke das Wahlergebnis. Zwischenzeitlich gab noch der Kabaretist Florian Schroeder seinen „Senf“ dazu.
War ein sehr unterhaltsamer Abend.
Dann hieß es Abschied nehmen von Berlin, Potsdam war unser nächstes Ziel. Dort besuchten wir das Schloß Sanssouci und den großen Park mit den weiteren zum Ensemble gehörigen Bauwerke ausführlich.

Unterwegs nach Sanssouci 
Unterwegs nach Sanssouci 
Historische Windmühle 
Bildergalerie 

Friedenskirche 
Friedenskirche 
Chinesisches Teehaus 
Römische Bäder 
Neues Palais 
Schloss Charlottenhof 
Orangerieschloss 

Grünes Gitter 
Schloss Sanssouci
Dann hieß es wieder: abwettern. Bis 14 Uhr, am nächsten Tag goß es. Danach machten wir uns auf uns die Highlights von Potsdam anzusehen.

Brandenburger Tor 
Holländer Viertzel 
Peter und Paul Kirche 
Holländer Viertel 
Fußgängerzone 
Brandenburger Tor
Dies ist unser letztes Lebenszeichen, da wir morgen über eine Station in Braunschweig nach Hause aufbrechen. Wir freuen uns Euch bald wieder persönlich zu treffen.















































































































































































































































































