17. Lebenszeichen „Überwintern im Oman 2018/2019“

12.4. – 21.4.

Siena-Florenz-Livorno-Pisa-Lucca-Chinque Terre

Morgens brachen wir bei gutem Wetter mit dem Bus zur Innenstadt auf. Siena ist eine wunderschöne Stadt mit einer sehr schönen Altstadt und beeindruckenden Gebäuden. Vom Plaza del Campo ausgehend konnten wir viele Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichen und besichtigen.

Piazza del Campo
Piazza del Campo
Piazza del Campo
Torre del Mangia
Dom
Dom
Dom
Dom
Dom
Dom

Bibliothek

ach ja, Siena hat auch ein Hard Rock Cafe

Zunächst wollten wir eine weitere Nacht auf dem Parkplatz verbringen. Das ging aber nicht, da am Samstag Markt war und um 6 Uhr morgens der Platz geräumt wird. Also machten wir uns nachmittags auf in Richtung Florenz, wieder auf einer  traumhaften Nebenstrasse. In Greve in Chianti fanden wir einen kostenlosen Stellplatz mit Infrastruktur und Busanbindung nach Florenz. Die Bewertungen im Internet waren hervorragend und so war es dann auch. Super Platz, super Ort und in 1 Busstunde in Florenz.

Am nächsten Moregen brachen wir dann für 3,70 € auf nach Florenz. Dort besorgten wir uns erst einmal Informationen bei der Touristeninfo und kauften eine 2 Tageskarte für den Hop On Hop Off Bus.

Wir starteten mit einer 1 stündigen Stadtfahrt zur Übersicht. Anschließend ging es zu Fuß weiter. Wir merkten sofort, dass Florenz die europäische Hauptstadt der Renaissance war. Es ist wirklich unglaublich, was die Stadt an schönen historischen Gebäuden und Plätzen zu bieten hat. Wir unternahmen einen ausgiebigen Bummel durch die Altstadt und fuhren abends wieder zurück nach Greve in Chianti.

Leider schlug das Wetter um. Es war am nächsten Tag kalt und regnerisch. Ungeachtet dessen ging es wieder nach Florenz, wo wir unsere 2. diesmal 2 stündige Stadtrundfahrt auch in die Umgebung von Florenz unternahmen. Besonders der Ausflug in die Hügel von Florenz nach Fiesole mit den wunderschönen alten Villen beeindruckten uns sehr.

Glücklicherweise wurde das Wetter am Ende der Rundfahrt wieder sonnig, so das einem weiteren Bummel nichts im Wege stand.

Wir erlebten April Wetter pur, denn nach 2 Stunden gab es ein Gewitter mit Starkregen. Dummerweise hatten wir den Abfahrtstermin des Busses falsch in Erinnerung, denn als wir kurz vor 5 zur Abfahrt kamen, war der Bus schon weg. Wir mußten dann noch 3,5 Stunden warten, da sonntags nur wenige Busse fahren.

Florenz
Florenz
Dom
Palazzo Vecchio

Ponte Vecchio
Ponte Vecchio mit Uffizien
Blick vom Piazzale Michelangelo
Kopie des David von Michelangelo auf der Piazzale Michelangelo
Piazza della Signoria
Piazza della Signoria, Palazzo Vecchio
Piazza della Signoria, Palazzo Vecchio, Fahnenträger
Piazza della Signoria, Loggia dei Lanzi
Piazza della Signoria, Neptun-Brunnen
Basilika Santa Croce

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nach Livorno aufbrechen, hatten aber beide keine Lust und machten  –  nichts. Endlich Urlaub.

Wir änderten unseren Plan und fuhren anschließend nach Marina di Pisa auf einen Stellplatz, den uns ein Womo Nachbar in Grevein Chianti empfohlen hatte. Wir wollten sowieso in dieser Gegend nicht frei stehen, da im Netz überall von Einbrüchen auf Parkplätzen berichtet wurde.

Marina di Pisa

Der Stellplatz war ein Treffer, zumal man mit dem Bus sowohl nach Pisa als auch nach Livorno fahren konnte. Also brachen wir nach Pisa auf und besuchten die Altstadt und den Turm. Es waren reichlich Touristen da, die anscheinend alle auf Photos den Turm stützen oder ihn mit dem Hintern umstoßen wollten, dementsprechend sahen die Verrenkungen aus, die vornehmlich unsere asiatischen Freunde vorführten. Wir amüsierten uns köstlich.

Pisa
Arno
Pisa
Pisa
Pisa
Der schiefe Turm
Kathedrale
Battistero
Gesamtansicht
Pisa
Pisa
Pisa

Livorno war am nächsten Tag unser Ziel. Der Busfahrer wollte kein Ticket verkaufen und nahm uns kostenlos mit. Livorno war im Gegensatz zu Florenz und Pisa so gut wie touristenfrei. Die Stadt hat nicht die Anziehungskraft wie die beiden anderen Städte, deswegen kann man sie authentisch und in Ruhe besichtigen. Sie hat schöne Plätze, Kirchen, eine neue Seepromenade und Neu Venedig, ein Kanalviertel, ähnlich wie in Venedig.

Mercato Centrale
Mercato Centrale
Neu Venedig
Neu Venedig
Neu Venedig
Piazza della Repubblica mit Fortezza Nuova
Fortezza Vecchia
Terazza Mascagni

Die letzte Station in der Toscana sollte Lucca sein. Nach entspannten 40 km kamen wir dort früh an, mußten aber bis 10 Uhr auf den Platzwart warten. Dann ging es zu Fuß in die Altstadt. Lucca hat eine beeindruckende, komplett erhaltene 5 km lange Stadtmauer, auf der man spazieren gehen oder Fahrrad fahren kann. Die Altstadt ist sehr gut erhalten und beherbergt wieder jede Menge Kirchen, historische Gebäude, Plätze und die Kathedrale. Wir verbrachten dort einige Stunden.

Lucca, Stadtmauer
Lucca
Lucca, Altstadt
ein besonderer Sohn der Stadt, Giacomo Puccini
San Michele in Foro
San Michele in Foro
Dom San Martino
Dom San Martino
Dom San Martino
Piazza Anfiteatro
Piazza Anfiteatro
Basilika San Frediano
eine Pause mußte auch sein

Nach so viel Stadtbesichtigung hatten wir mal wieder Lust auf Landschaft und Meer. Ute schlug die Cinque Terre vor, von denen ich bis dahin noch nichts gehört hatte. Die Bilder aus dem Internet begeisterten mich sogleich. Glücklicherweise erhielten wir auch kurzfristig die Bestätigung für einen Stellplatz in Monterosso, von einer Betreiberin, die dort 14 Plätze anbietet und ihre Gäste mit ihrem PKW in den Ort fährt.

Die Anfahrt war wieder abenteuerlich, die Strasse wurde immer enger und steiler, und die Einheimischen kannten jede Kurve, schnitten sie und fuhren viel zu schnell.

Das Cinque Terre besteht aus 5 an steilen Felswänden gebauten Dörfern, die früher nur vom Meer erreichbar waren, Monterosso Al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Heutzutage kann man sie erwandern, mit dem Boot und mit Autos erreichen.

Wir beschlossen am Nachmittag Monterosso zu besuchen und mußten erst einmal auf einem alten Eselspfad 300 Höhenmeter auf 2 km steil nach unten ans Meer bewältigen. Dort erwarteten uns nette, bunte Häuser, jede Menge Restaurants, ein schöner Strand und Touristen, Touristen, Touristen. Nach diesem ersten Eindruck hieß es, wieder die selbe Strecke nach oben z erklimmen und den Tag ruhig ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag ließen wir uns von der Besitzerin morgens früh in den Ort bringen und kauften ein Ticket, mit dem man – ähnlich wie Hop On Hop Off – alle Dörfer erreichen und wieder zurück fahren konnte. Wir planten, in Portovenere, einem Ort außerhalb der Cinque Terre zu beginnen, von dort nach Riomaggiore zu fahren und dann Dorf für Dorf abzufahren. Auf jedem Dorf hatten wir 1 Stunde Zeit. Man muß sagen, vom Meer sehen sie wirklich spektakulär aus, im Inneren sind sie ziemlich touristisch ausgereizt und ähnlich. Das Wetter war super und wir hatten einen sehr schönen Tag.

Ostersonntag versprach wieder gutes Wetter zu werden, und wir brachen zu einer Wanderung nach Vernazza auf.  Mit Rückweg hatten wir 9 km und jeweils 800 Höhenmeter rauf und runter zu bewältigen. Der Weg war spektakulär mit sehr schönen Aussichten, allerdings hatten auch andere diese Idee und so wanderten wir teilweise in Prozessionsstärke, passend zu Ostern.

Blick vom Stellplatz
Monterosso
Monterosso
Monterosso
Monterosso
Bootsfahrt Blick auf Monterosso
Corniglia
Corniglia
Corniglia
Manarola
Manarola
Weinterassen
Portovenere
Portovenere
Riomaggiore
Riomaggiore
Riomaggiore
Riomaggiore
Riomaggiore
Wanderung Blick zurück auf Montegrosso
Wanderung Aussicht auf den Golf von Genua
Wanderung
Wanderung, unser Ziel Vernazza
Vernazza

 

 

 

 

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16. Lebenszeichen „Überwintern im Oman 2018/2019“

1.4. – 11.4.19

Pergamon-Cannakale-Alexandropolis-Korinos-Kalambaka-Igoumenitsa-Fähre Ancona-Spello-Assisi-Siena

Abends beim Seabridge Abschiedsessen gab es für Ute noch eine schöne Geburtstagstorte als Überraschung.

Utes Geburtstagstorte

Am nächsten Tag begann unsere individuelle Rückreise. Zunächst ging es nach Cannakale, wo wir sofort eine Fähre fanden. Nach 20 Minuten waren wir auf der anderen Seite. Weiter ging es Richtung Grenze.

An der türkischen Grenze trafen wir Martin und Dorothee, die 3 Autos vor uns standen. Wir wurden schnell abgefertigt, und wir sahen sie wieder in einer Schlange vor einem riesigen Scanner. Wir erkundigten uns und erfuhren, dass sie gescannt werden sollten. Da ich unsicher war, ging ich zurück zum Grenzer, ob wir auch gescannt werden sollten. Nein, wir konnten ausreisen. Wir verabredeten uns mit den beiden in Alexandropolis auf einen freien Stellplatz am Meer.

1. Pause in Griechenland

Die Einreise nach Griechenland war ebenfalls problemlos, und nach 4 Monaten erreichten wir wieder Europa, allerdings auch die teuren mautpflichtigen Autobahnen und Dieselpreise jenseits von 1,40 €/l

Den Stellplatz in Alexandropolis fanden wir mit Mühe, da die Koordinaten aus unserer App wohl nicht ausreichend genau waren. Nach 2 Stunden kamen auch Dorothee und Martin, die noch lange aufs Scannen warten mußten. Der Platz war schön, ruhig, direkt am Meer. Allerdings gab es in der Taverne nur Kaffee, aber kein Essen.

Am nächsten Morgen stand ein drittes Womo aus Garmisch neben uns. Als wir abfahren wollten, kam ich mit dem Inhaber ins Gespräch. Er war Grieche, lebte schon seit Jahrzehnten in Garmisch, war in Alexandropolis geboren und der eigentliche Besitzer der Taverne, die er verpachtet hatte. Er bedauerte, nicht früher eingetroffen zu sein, um uns zum Essen einzuladen, denn er hatte bereits gehört, dass wir am Vorabend in der Taverne danach gefragt hatten. Dann empfahl er uns noch eine bestimmte Küstenstrasse statt der Autobahn zu nehmen, die sehr schön sein sollte.

Diese nahmen wir dann auch. Unser Tagesziel war ein freier Stellplatz in Korinos, den auch Martin anfahren wollte. Die Fahrt war wirklich sehr schön und wir befassen uns schon mit dem Gedanken, Griechenland noch einmal in Ruhe zu bereisen, so schön fanden wir die Küste und Landschaft.

Auch dieser Stellplatz war wieder schön, ruhig und einsam am Meer.

Unser einziger „kultureller Programmpunkt“ in Griechenland waren die Bergklöster von Meteora. Im Internet fanden wir mit Kalambaka den besten Ort für Exkursionen und dort gab es auch einen zentral gelegenen Campingplatz. Wir buchten im Ort eine geführte Wanderung zu den Schlössern und trafen uns mit unseren Mitreisenden abends zum griechischen Essen.

unsere Mitreisenden Dorothee und Martin

Leider gab es in der Nacht eine Wetteränderung, es war morgens bedeckt und regnete leicht. Um 8:30Uhr wurden wir mit einem nagelneuen und chicen Mercedes Kleinbus von Chris, dem Guide, abgeholt. Die Gruppe bestand aus 12 Prsonen, wobei wir die einzigen Europäer waren, ansonsten kamen sie aus Australien, Singapur, Süd Afrika und China.

Der Regen hörte pünktlich auf, und wir erlebten eine wunderschöne, anstrengende Wanderung zu einigen Klöstern in einer eher unwirklichen Landschaft. Wie in Kapadokien hat die Natur hier in den letzten 40 Millionen Jahren eine bizarre Felslandschaft geschaffen. Dass dann noch vor 700 Jahren Mönche auf den senkrechten Felsnadeln Klöster bauten, deren Fertigstellung sie nicht mehr erlebten, da der Bau 100 Jahre dauert, oder sie beim Heraufschleppen des Materials abstürzten, verwundert und beeindruckt doch sehr. Sie suchten Schutz, aber vor allem Einsamkeit. Diese ist natürlich in der Hauptsaison nicht mehr vorhanden. 2 Millionen Besucher kommen zu den Klöstern jährlich.

Chris war ein sehr guter Guide, der als aktiver Felskletterer uns einige Routen an den steilen Felswänden erklären konnte und auch Fauna und Flora gut kannte. Wir besuchten unter anderem ein verstecktes Kloster (hidden monastir), dass nur zu Fuß erreicht werden kann und erst seit am Vortag geöffnet wurde. War alles sehr eindrucksvoll. Kurz nach 13 Uhr waren wir wieder am Womo und Ute war so begeistert, dass sie sich um 15 Uhr in den öffentlichen Bus setzte, der quer durch das Meteora Gebiet fährt, um noch mehr Klöster und Kirchen zu genießen.

Start der Wanderung mit Chris
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Eremitenhöhle in Meteora
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Meteora Kloster
Der Abstieg

Da Dorothee nicht gut zu Fuß war, verzichteten sie auf diesen Trip und verließen uns am Morgen Richtung Fähre nach Italien.

Als wir nachmittags zurück kamen, trafen wir Christoph und Katharina auf dem Campingplatz, was wieder einen gemütlichen Abend zur Folge hatte.

Am nächsten Tag hieß es für uns in Richtung Igoumenitsa aufzubrechen und uns um eine Fähre nach Ancona zu kümmern. Die Fahrt war einfach und mittags trafen wir dort ein und suchten ein Verkaufsbüro auf. Wir erfuhren, dass für uns Platz vorhanden sei auf einer Fähre, die um 23.59 Uhr ablegt. Nachdem uns der Preis trotz Rentnernachlaß und ADAC Mitgliedschaft zu hoch war, erhielten wir ein Ticket für ein 6 m Womo mit einem weiteren Nachlaß von 85 €. 230 € statt 315 € erschien uns dann ok.

Da wir bis zum Ablegen viel Zeit hatten, gingen wir in Igoumenitsa Essen. Dann suchten wir am Strand ein schönes Plätzchen auf und trafen wieder auf Martin und Dorothee, die gestern keinTicket mehr bekommen hatten und auch auf unserer Fähre gebucht waren.

Pause in Igomenitsa vor der Fährfahrt

Abends waren wir wieder beeindruckt, wieviel LKWs (Hunderte) auf eine Fähre gehen. Auch wir konnten problemlos einfahren und unsere Kabine beziehen. Die Fähre hatte Kreuzfahrtqualität mit Spa, Außenpools, Casinos u.s.w.

unsere Fähre

Um 16 Uhr am nächsten Tag legten wir in Ancona an und hatten damit Italien erreicht. Nachdem wir fast 1 Stunde vergeblich einen Parkplatz in Ancona gesucht hatten, fuhren wir den etwas außerhalb gelegenen Stellplatz an und beschlossen, uns Ancona am nächsten Tag anzusehen.

Dies taten wir dann auch, mit dem Bus, der vor unserem Stellplatz hielt, ging es direkt zur Stadtmitte. Wir fanden eine Buchhandlung, wo wir Strassenkarten von Norditalien und der Toskana erwarben, um unsere weitere Tour zu planen. Dann verbrachten wir noch einige Stunden in der Altstadt, aßen eine super leckere Pizza und, da es anfing zu regnen, fuhren wir wieder zurück zum Womo.

Ancona, Camilli Benso di Cavour
Ancona, Chiesa San Francesco alle Scale
Ancona, Frühling, Ute und der Hafen
Ancona, Chiesa Santa Maria

Wir planten eine landschaftlich schöne Route nach Assisi, zu der wir am nächsten Tag  aufbrachen. Über Civitanova Marche ging es Richtung Foligno und dann nach Spello. Damit wechselten wir von der Region  Marche nach Umbrien.

unterwegs in Umbrien

Spello war ein altes, gut renoviertes Bergstädtchen, das wir für eine  Mittagspause nutzten und uns anschließend anschauten. Es waren kaum Menschen zu sehen, und das Städtchen wirkte wie eine Theaterkulisse.

Spello
Spello
Spello

Danach steuerten wir über eine Nebenstrasse Assisi an. Die 30 km auf einer     1 spurigen, engen,  kurvigen Bergstrasse hätten wir uns sparen können, da ich keine Sekunde die Augen von der Strasse nehmen konnte. Gott sei Dank kamen wir unbeschadet in Assisi an und fanden einen super schönen Stellplatz im Tal.

 

unser Stellplatz in Assisi
Assisi, Blick vom Stellplatz
Assisi, Blick vom Stellplatz
Assisi
Assisi
Assisi
Basilica di Santa Chiara
Basilica di Santa Chiara
Tempio di Minerva
Basilika di Santa Maria
Basilika San Francesco
Basilika San Francesco
Basilika San Francesco
Kathedrale di San Rufino
Kathedrale di San Rufino
Kathedrale di San Rufino
Chiesa di San Pietro
La Rocca Maggiore
La Rocca Maggiore

Die ganze Nacht hatte es geregnet und morgens konnte man die Basilika nur wolkenverhangen sehen. Wir bezahlten und brachen auf Richtung Siena.

Über Perugia und Magione erreichten wir den Lago Trasimeno, den wir südlich umfuhren, um im Ort Chiusi die Toskana zu erreichen. Die dann folgende Nebenstrasse über Pienza, Asciano nach Siena war überragend. Toskana wie aus dem Bilderbuch. Es war zwar bedeckt, aber trocken, und wir hatten eine schöne Fernsicht.

Lago Trasimeno
unterwegs in der Toskana
unterwegs in der Toskana
unterwegs in der Toskana
unterwegs in der Toskana
unterwegs in der Toskana

In Siena fanden wir den letzten Platz auf einem öffentlichen Parkplatz und machten erst einmal etwas zu essen. Dann fing es leider an zu regnen, so dass wir die Stadtbesichtigung auf morgen verschieben.

 

 

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15. Lebenszeichen „Überwintern im Oman“

20.3. – 1.4.

Maku-Erzurum-Sivas-Hattusas-Göreme-Silifke-Bergama-Antalya-Pamukkale-Ephesos-Pergamon

Die Nacht war kurz, denn, wie erwähnt mußten wir um 7 Uhr an der Grenze sein, die 25 km entfernt war. Dann begann wieder das Warten. Nach einigen Stunden konnten wir aus dem Iran ausreisen und nach weiteren Stunden in die Türkei einreisen. Vorher mußten wir für den asiatischen Teil der Türkei noch eine Haftpflichtversicherung abschließen. Danach gab es kurzen Stop um den Ararat zu fotografieren.

morgens, auf dem Weg zur Grenze
Ararat
der kleine und der große Ararat

Dann ging es 350 km Richtung Erzurum.

Diese und die nächste Etappe führt uns durch Ostanatolien, das wegen der dort lebenden Kurden sensibel ist. Überall finden Militärkontrollen statt. Auf dieser Etappe deren 10, wobei 3 nicht besetzt waren. Die Militärs sind schwer bewaffnet, die Unterstände mit Sandsäcken geschützt, und wenn das Fahrzeug kontrolliert wird, muß es in eine bunkerähnliche Betonhalle, wo, wenn es explodiert, der Schaden begrenzt wäre. Hört sich alles schlimm an, war es aber für uns nicht, da wir  jedes Mal freundlich durchgewunken wurden. Allerdings wurden wir angehalten nicht die Route zu verlassen und zügig durchzufahren.

Das Wetter war freundlich aber kalt, die Landschaft sehr schön. Wir durchfuhren einige Pässe und hatten jedes Mal tolle Aussichten.

unterwegs nach Erzurum
unterwegs nach Erzurum
unterwegs nach Erzurum
unterwegs nach Erzurum
unterwegs nach Erzurum

Erzurum ist das wintersportliche Zentrum der Türkei. Hier gibt es Skipisten, Sprungschanzen und eine Eishockeyhalle. Wir waren auf 2100 m und konnten direkt an einem Restaurant am Skigebiet übernachten. Dort aßen wir auch zu Abend, türkische Pizza. Da ich Gas auftanken konnte, war die Nacht trotz -9 Grand angenehm warm im Womo.

Erzurum
Stellplatz in Ersurum
Eishockeystadion

Als Letzte, nach einem gemütlichen Frühstück,  verließen wir am nächsten Tag Erzurum. Es galt 470 km zu fahren bis hinter Sivas. Bei Kaiserwetter und einer super Autobahn, sowie kaum Verkehr ließen wir es tempomatunterstützt angehen. Es war wiederum eine sehr schöne Etappe. Wir bewegten uns permanent zwischen 1400m und 2200 m und sammelten im Laufe des Tages einige 1000 Höhenmeter.

Unterwegs nach Sivas
Unterwegs nach Sivas, Polizeiatrappe
Unterwegs nach Sivas
Unterwegs nach Sivas
Unterwegs nach Sivas
Unterwegs nach Sivas
Unterwegs nach Sivas
Unterwegs nach Sivas
Unterwegs nach Sivas

In einem kleinen Ort sahen wir ein Schild PTT, das ist die hiesige Post, wo es Mautvignetten für die in den nächsten Tagen mautpflichtigen Autobahnen geben sollte. Ich hielt an, und Ute verschwand im Laden. Wir hielten genau vor dem Dorfzentrum, wo viele männliche Dorfbewohner vor den Läden saßen und Tee tranken. Ich verließ das Womo, um frische Luft zu schnappen und schon wurde ein Stuhl freigemacht, und ich von einem deutschsprechenden Kurden oder Türken zum Tee eingeladen. Als ich saß, kamen alle anderen zu dem Tisch und beobachteten mich. Mein Gastgeben hatte 20 Jahre in Bern gearbeitet und war dann wieder in sein Geburtsdorf zurück gekehrt. Wir unterhielten uns in Deutsch und es machte richtig Spaß zu sehen, wie interessiert auch diese Menschen an Fremden sind, die in diese Gegend nicht häufig kommen. Dann kam Ute zurück, leider unverrichteter Dinge, weil keine Vignetten vorrätig waren und sofort stand ein weiterer Mann auf und auch Ute bekam ihren Tee. Dies war eine nette Pause mit schönen Kontakten, die wir dann noch mit einem Foto abschlossen.

Netter Kontakt

Der Rest der Fahrt war problemlos und schön, unterwegs aßen wir noch in einem kleinen Restaurant, vor dem viele LKWs standen. In diesen Restaurants ißt man gut, günstig und es geht schnell.

Wieder folgte eine Strecke von 260 km nach Hattusas, durch das landschaftlich eindrucksvolle Anatolien. Die Etappen der letzten Tagen waren zwar teilweise anstrengend, aber durch die abwechslungsreiche Landschaft waren sie sehr angenehm.

Um 14 Uhr trafen wir uns an einem Campingplatz, von wo wir mit Fahrzeugen in das Hattusas Gebiet gebracht wurden. Hattusas war die Hauptstadt des Hethiter Reiches. Die ältesten Siedlungsspuren stammen von 3000 v. Chr., die Blütezeit der Hethiter war um 1300 v. Chr. Es lebten hier bis zu 50000 Menschen.

Was zunächst nur nach alten Steinen aussah, entpuppte sich dann doch als  interessanter Ausflug, zumal die Anlage weitläufig ist und man von interessanter Fundstelle zu Fundstelle gefahren wird und somit die ganze Ausdehnung der Stadt begreift. Nach 3 Stunden, kehrten wir zu unseren Womos zurück.

Hattusas
Hattusas, Felszeichnungen
Hattusas, Felszeichnungen
Hattusas, Felszeichnungen
Hattusas, alte Weinamphoren
Hattusas, Löwentor
Hattusas, Tempelfundamente
Hattusas, Hieroglyphenkammer

Auch in dieser Gegend ist der Tourismus völlig eingebrochen. Noch vor 4 Jahren kam allein Rotel Tours 20 bis 30 Mal im Jahr mit Gruppen. In den letzten 3 Jahren kam keine einzige Gruppe und für dieses Jahr ist 1 angekündigt.

Nach einer ruhigen Nacht führte uns die nächste Etappe nach Göreme in Kapadokien. Wie zuvor war dies wieder eine schöne Tour. Wir sahen zum ersten Mal blühende Bäume, also hatten wir den Winter hinter uns gelassen und der Frühling scheint uns zu begrüßen.

Blühender Aprikosenbaum
Blühendes Mandelbäumchen

Auch hier stehen wir auf einem Campingplatz mit voller Infrastruktur mit Aussicht auf Kapadokien. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Ausspannen und Blogschreiben.

Am nächsten Tag stand ich um 6 Uhr auf, um die Ballon aufsteigen zu sehen, die jeweils zum Sonnenaufgang ihre Fahrt beginnen. 150 lizensierte Ballons sind hier zugelassen, und die Unternehmen gehören mittlerweile einem türkischen General. Leider fielen die Fahrten aus, wegen zu starkem Wind.

Wir besuchten dann die Felsformationen in Göreme. Entstanden sind die Formationen vor 20 Millionen Jahre, als Vulkane Unmengen Tufasche freisetzten, die sich dann ablagerten. Die Schichten waren unterschiedlich hart und durch Witterungseinflüsse wurde und wird das weiche Material ausgespült und das härtere bleibt stehen. So entstehen die Feenkamine in unterschiedlichsten Formen und Farben. Vor 5000 v. Chr. siedelten die Hethiter hier in unterirdischen Städten und Höhlen. Ab 100 n Chr. suchten Christen hier Schutz vor Verfolgung. Als Kapadokien dann in das Osmanische Reich eingegliedert wurde, siedelten hier vermehrt Moslems an. Die letzten Christen verließen die Gegend 1923 durch den Bevölkerungsaustausch mit Griechenland

Göreme, Felsenstadt
Göreme, Höhlenwohnungen
Göreme, Feenkamine
Göreme, Feenkamine
Göreme, Höhlenwohnungen
Göreme, alte Kirche
Göreme, Felsmalerei in der Kirche
Göreme, Feenkamine
Göreme, Feenkamine
Göreme, Feenkamine
Göreme, Feenkamine
Göreme, Baum geschmückt mit Augen der Fatima
Göreme, Feenkamine

Mittags gab es Testi Kabap, ein Eintopf aus einem Tontopf, der erst am Tisch geöffnet wird, indem man mit einem Beil die Spitze des Tontopfes abschlägt.

Testi Kabap
Testi Kabap

Nachmittags ging es noch zu einer Töpferei. Dazu hatte ich eigentlich keine Lust, da ich das übliche Touriprogramm erwartete. Vorort war ich überrascht. Anscheinend hatten wir es mit echten Künstlern zu tun, die uns durch ihre tollen Arbeiten so begeisterten, dass wir uns einen künstlerisch gestalteten Derwisch als Andenken kauften.

Töpfermeister
Exponate
Maler
Exponate

Abends erfuhren wir, dass die geplante Ballonfahrt am nächsten Tag wegen starkem Wind abgesagt wurde.

Die nächsten Tage brachten uns wieder ans Meer und schließlich nach Bergama, unserer letzten Station der organisierten Reise.

Zunächst gab es eine Etappe ohne Programm über 360 km nach Silifke. Danach ging es nach Anamur und anschließend nach Antalya. Die Strecken waren anstrengend, da die Türken die Rote Welle perfektioniert hatten. Hunderte Ampeln standen immer auf rot. Man beschleunigt die Womos aufwendig auf 100 km, um sie dann wieder auf 0 abzubremsen.

wieder am Meer in Anamur
Stellplatz Anamur
Festung Anamur
Festung Anamur

In Antalya mußte erst einmal der Parkplatz von tief hängenden Ästen befreit werden, bevor wir unsere Womos parken konnten. Dort besuchten wir das archäologische Museum und hatten dann eine kurze Stadtführung. Die freie Zeit verbrachten wir in der sehr schönen Altstadt und am Hafen.

Baumschneideaktion in Antalya
das bekannteste Exponat des Museums, der Apollo
Hadrianstor Antalya
Hafen Antalya
3 Widder

Die nächste Station war nach 240 km Pamukkale.

Kurz vor der Stadt tankten wir an einer Shell Tankstelle in den Bergen. Der Tankwart erkundigte sich erst einmal, woher wir kommen und nach meinem Namen. Mustafa, stellte er sich vor, sein Kompagnon hieß Erdogan. Ob wir Tee möchten fragte er. Ich verneinte höflich und schon kam die Kassiererin mit einem Tablett, auf dem 4 Tees und frische Sesamkringel lagen. Während er tankte, konnten wir uns angenehm stärken. Solch einen Tankstellenservice hatten wir noch nicht erlebt. Wir schenkten ihm eine Deutschlandfahne als Schal, den er stolz der Kassiererin präsentierte. Wieder ein nettes Erlebnis.

Tanken mit Fullservice

In Pamukkale waren wir schon 2 Mal, waren aber positiv überrascht, dass sich die Kalkterassen wieder erholt hatten, da das Betreten mittlerweile verboten ist. Nebenan liegt die Ausgrabung von Hierapolis, die wir auch besichtigten.

Blick vom Stellplatz Pamukkale
jetzt haben wir den Frühling endgültig erreicht
Pamukkale
Pamukkale

Ephesos erreichten wir nach 240 km am nächsten Tag.

Wir hatten einen Studiosus Reiseleiter, der zu jedem Stein detaillierte Ausführungen machte. Nach ermüdenden 4 Stunden kehrten wir auf unserem schön am Meer gelegenen Stellplatz zurück und konnten uns von so viel Geschichte etwas erholen.

Ephesos
Ephesos
Ephesos

Als letzte Kulturstation in der Türkei stand noch Pergamon auf dem Programm. Nach 200 km erreichten wir unseren Campingplatz und fuhren per Bus nach Pergamon. Die eigentliche Bergstadt erreicht man per Seilbahn. Wir hatten wieder starken Wind, und ich hätte nicht gedacht, dass die Seilbahn fährt. Tat sie aber und wir schaukelten dann heftig nach oben. Es gab wieder viele Erklärungen und viele alte Steine zu besichtigen.

Pergamon
Pergamon
Pergamon
Pergamon

Abends hatten wir dann unser Abschiedsessen. Ab morgen sind alle individuell unterwegs, und wir werden schauen, je nach Wetterlage und Lust, wie wir nach Hause fahren.

 

 

 

 

 

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