12.4. – 21.4.
Siena-Florenz-Livorno-Pisa-Lucca-Chinque Terre
Morgens brachen wir bei gutem Wetter mit dem Bus zur Innenstadt auf. Siena ist eine wunderschöne Stadt mit einer sehr schönen Altstadt und beeindruckenden Gebäuden. Vom Plaza del Campo ausgehend konnten wir viele Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichen und besichtigen.












Zunächst wollten wir eine weitere Nacht auf dem Parkplatz verbringen. Das ging aber nicht, da am Samstag Markt war und um 6 Uhr morgens der Platz geräumt wird. Also machten wir uns nachmittags auf in Richtung Florenz, wieder auf einer traumhaften Nebenstrasse. In Greve in Chianti fanden wir einen kostenlosen Stellplatz mit Infrastruktur und Busanbindung nach Florenz. Die Bewertungen im Internet waren hervorragend und so war es dann auch. Super Platz, super Ort und in 1 Busstunde in Florenz.
Am nächsten Moregen brachen wir dann für 3,70 € auf nach Florenz. Dort besorgten wir uns erst einmal Informationen bei der Touristeninfo und kauften eine 2 Tageskarte für den Hop On Hop Off Bus.
Wir starteten mit einer 1 stündigen Stadtfahrt zur Übersicht. Anschließend ging es zu Fuß weiter. Wir merkten sofort, dass Florenz die europäische Hauptstadt der Renaissance war. Es ist wirklich unglaublich, was die Stadt an schönen historischen Gebäuden und Plätzen zu bieten hat. Wir unternahmen einen ausgiebigen Bummel durch die Altstadt und fuhren abends wieder zurück nach Greve in Chianti.
Leider schlug das Wetter um. Es war am nächsten Tag kalt und regnerisch. Ungeachtet dessen ging es wieder nach Florenz, wo wir unsere 2. diesmal 2 stündige Stadtrundfahrt auch in die Umgebung von Florenz unternahmen. Besonders der Ausflug in die Hügel von Florenz nach Fiesole mit den wunderschönen alten Villen beeindruckten uns sehr.
Glücklicherweise wurde das Wetter am Ende der Rundfahrt wieder sonnig, so das einem weiteren Bummel nichts im Wege stand.
Wir erlebten April Wetter pur, denn nach 2 Stunden gab es ein Gewitter mit Starkregen. Dummerweise hatten wir den Abfahrtstermin des Busses falsch in Erinnerung, denn als wir kurz vor 5 zur Abfahrt kamen, war der Bus schon weg. Wir mußten dann noch 3,5 Stunden warten, da sonntags nur wenige Busse fahren.














Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nach Livorno aufbrechen, hatten aber beide keine Lust und machten – nichts. Endlich Urlaub.
Wir änderten unseren Plan und fuhren anschließend nach Marina di Pisa auf einen Stellplatz, den uns ein Womo Nachbar in Grevein Chianti empfohlen hatte. Wir wollten sowieso in dieser Gegend nicht frei stehen, da im Netz überall von Einbrüchen auf Parkplätzen berichtet wurde.

Der Stellplatz war ein Treffer, zumal man mit dem Bus sowohl nach Pisa als auch nach Livorno fahren konnte. Also brachen wir nach Pisa auf und besuchten die Altstadt und den Turm. Es waren reichlich Touristen da, die anscheinend alle auf Photos den Turm stützen oder ihn mit dem Hintern umstoßen wollten, dementsprechend sahen die Verrenkungen aus, die vornehmlich unsere asiatischen Freunde vorführten. Wir amüsierten uns köstlich.












Livorno war am nächsten Tag unser Ziel. Der Busfahrer wollte kein Ticket verkaufen und nahm uns kostenlos mit. Livorno war im Gegensatz zu Florenz und Pisa so gut wie touristenfrei. Die Stadt hat nicht die Anziehungskraft wie die beiden anderen Städte, deswegen kann man sie authentisch und in Ruhe besichtigen. Sie hat schöne Plätze, Kirchen, eine neue Seepromenade und Neu Venedig, ein Kanalviertel, ähnlich wie in Venedig.








Die letzte Station in der Toscana sollte Lucca sein. Nach entspannten 40 km kamen wir dort früh an, mußten aber bis 10 Uhr auf den Platzwart warten. Dann ging es zu Fuß in die Altstadt. Lucca hat eine beeindruckende, komplett erhaltene 5 km lange Stadtmauer, auf der man spazieren gehen oder Fahrrad fahren kann. Die Altstadt ist sehr gut erhalten und beherbergt wieder jede Menge Kirchen, historische Gebäude, Plätze und die Kathedrale. Wir verbrachten dort einige Stunden.













Nach so viel Stadtbesichtigung hatten wir mal wieder Lust auf Landschaft und Meer. Ute schlug die Cinque Terre vor, von denen ich bis dahin noch nichts gehört hatte. Die Bilder aus dem Internet begeisterten mich sogleich. Glücklicherweise erhielten wir auch kurzfristig die Bestätigung für einen Stellplatz in Monterosso, von einer Betreiberin, die dort 14 Plätze anbietet und ihre Gäste mit ihrem PKW in den Ort fährt.
Die Anfahrt war wieder abenteuerlich, die Strasse wurde immer enger und steiler, und die Einheimischen kannten jede Kurve, schnitten sie und fuhren viel zu schnell.
Das Cinque Terre besteht aus 5 an steilen Felswänden gebauten Dörfern, die früher nur vom Meer erreichbar waren, Monterosso Al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Heutzutage kann man sie erwandern, mit dem Boot und mit Autos erreichen.
Wir beschlossen am Nachmittag Monterosso zu besuchen und mußten erst einmal auf einem alten Eselspfad 300 Höhenmeter auf 2 km steil nach unten ans Meer bewältigen. Dort erwarteten uns nette, bunte Häuser, jede Menge Restaurants, ein schöner Strand und Touristen, Touristen, Touristen. Nach diesem ersten Eindruck hieß es, wieder die selbe Strecke nach oben z erklimmen und den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Am nächsten Tag ließen wir uns von der Besitzerin morgens früh in den Ort bringen und kauften ein Ticket, mit dem man – ähnlich wie Hop On Hop Off – alle Dörfer erreichen und wieder zurück fahren konnte. Wir planten, in Portovenere, einem Ort außerhalb der Cinque Terre zu beginnen, von dort nach Riomaggiore zu fahren und dann Dorf für Dorf abzufahren. Auf jedem Dorf hatten wir 1 Stunde Zeit. Man muß sagen, vom Meer sehen sie wirklich spektakulär aus, im Inneren sind sie ziemlich touristisch ausgereizt und ähnlich. Das Wetter war super und wir hatten einen sehr schönen Tag.
Ostersonntag versprach wieder gutes Wetter zu werden, und wir brachen zu einer Wanderung nach Vernazza auf. Mit Rückweg hatten wir 9 km und jeweils 800 Höhenmeter rauf und runter zu bewältigen. Der Weg war spektakulär mit sehr schönen Aussichten, allerdings hatten auch andere diese Idee und so wanderten wir teilweise in Prozessionsstärke, passend zu Ostern.



























































































































































