Während unserer Südafrikareise hatten wir Anke und Jürgen kennengelernt, die von der dänischen Insel Fanoe schwärmten, die sie mehrmals im Jahr besuchten. Da jetzt auch das jährliches Drachenfest stattfand, lag es nahe, auf unserem Weg nach Schweden, uns mit den Beiden auf Fanoe zu verabreden.
Fast zeitgleich kamen wir auf dem Campingplatz an. Jürgen kam mit einem Gespann, bestehend aus Wohnmobil und Wohnwagen. Hatte ich auch noch nicht gesehen. Da sie von ihrer Tochter Jenny, dem Enkel Hannes, sowie der Hündin Lissy begleitet wurden, machte das wieder Sinn.
Fanoe hat uns sehr gut gefallen. Es ist eine ursprünglich gebliebene Insel, ohne Hochhäuser und einem Megastrand. Negativ erlebte ich lediglich den Besuch der Duschen auf dem Campingplatz. Die Duschen waren kostenpflichtig. 2 Kronen sollten sie kosten. Mit 6 Kronen zog ich los. Nachdem ich mich in der Kabine eingerichtet hatte, warf ich die erste Münze ein. Sie fiel durch, sonst passierte nichts. Auch die 2. Münze verschwand humorlos ohne eine Funktion freizugeben. Da hatte ich schon einen Hals. Also wieder anziehen und zum Platzwart gehen, um die Beschwerde loszuwerden. Der Platzwart hat aber nur eine Arbeitszeit von 11 Uhr bis 12 Uhr und war nicht da. Allerdings gab es dort ein 2. Duschhäuschen. Mit der letzten Münze bewaffnet, begab ich mich in die Kabine. O Wunder, nach Einwurf der Münze leuchtete ein grünes Licht auf, und ich konnte die Dusche auslösen. Da ich nicht wußte, wie lange 2 Kronen reichen würden, stellte ich das Wasser nach kurzem Duschgenuß ab und seifte mich von Kopf bis Fuß ausgiebig ein. Ihr ahnt schon wie es dann weiterging. Richtig, es kam kein Wasser mehr. Ich kriegte die Krise und suchte die versteckte Kamera. Schließlich mußte ich den Schaum mit dem Handtuch abwischen.
Die ersten 2 Tage waren schweinekalt. Allerdings zeichnet sich das dänische Wetter dadurch aus, dass es extrem schnell wechselt. So hatten wir am 3. Tag einen super Sommertag, den wir, wie die anderen Tage auch, mit dem Wohnmobil am Strand verbrachten. Dort waren tausende Drachenfreunde versammelt, die Drachen aller Größe steigen ließen, was ein wunderschönes Bild ergab.















Radsporttechnisch war der 1 wöchige Aufenthalt auch ergiebig, da Jürgen täglich seine Inselrundfahrt unternahm, ohne Rücksicht auf Wind und Regen und ich ihn gerne begleitete. Diese Runde beinhaltete immer eine 12 km lange Fahrt auf dem befahrbaren Strand, jedes Mal ein schönes Erlebnis. Außerdem lernte ich die Insel durch die Erklärungen Jürgens sehr gut kennen.




Die Woche auf Fanoe war sehr entspannend und der Abschied von Anke und Jürgen fiel dann doch schwer, da wir uns sehr gut verstanden hatten. Allerdings haben wir in ca. 6 Wochen wieder ein Treffen mit ihnen, da wir das Metal Festival in Wacken besuchen werden, wo die beiden in der Nähe wohnen.
Unser Weg führte erst einmal weiter quer durch Dänemark nach Roskilde.
Die dänischen Autobahnen sind sehr entspannend zu befahren. Immer wieder schön waren die Überfahrten nach Fünen und Seeland durch den kleinen und großen Belt.


