2. Lebenszeichen Überwintern in Benajarafe und Las Palmas von November 2024 bis Januar 2025

vom 14.11.24 bis 1.12.24

Das Unwetter kam dann am Nachmittag und Abend, glücklicherweise nicht zu uns, aber Malaga traf es hart. 3000 Einwohner mußten evakuiert werden, die in der Nähe von einem Fluß wohnten, und der Flughafen stand unter Wasser. Es gab aber keine Verletzten oder Tote – man hat durch die frühzeitige Warnung aus der Katastrophe in Valencia gelernt.

Auf unseren Spaziergängen konnten wir jedoch schwere Schäden an der Uferbefestigung feststellen und Richtung Torre Del Mara standen noch nach 2 Tagen die Felder unter Wasser.

Da wir bald den Leihwagen abgeben mußten, planten wir noch eine Fahrt nach Ronda ein. Dort waren wir schon einmal aber die außergewöhnliche Lage der Altstadt war auch einen 2. Besuch wert.

Auf der Rückfahrt schauten wir noch in Marbella vorbei, das uns aber enttäuschte.

Am Sonntag hieß es früh aufstehen um um 9 Uhr das Mietfahrzeug abzugeben. Ich erwartete ähnliche Schwierigkeiten wie bei der Abholung aber diesmal ging alles schnell und freundlich vonstatten. Wir blieben in Malaga, machten eine HoppOn HoppOff Tour und schlenderten dann noch durch die Altstadt bis zum Beginn unserer gebuchten Flamencoshow.

Die Flamenco Show hat uns gut gefallen. Die Protagonisten waren sehr überzeugend und man nahm ihnen ab diese spezielle Kultur zu leben.

Dann machten wir in den nächsten Tage Urlaub ohne Ausflüge. Wir bewegten uns zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus.

Auf einer dieser Radtouren mit Hartmut versuchten wir da Hinterland zu erkunden, obwohl mir klar war, dass es sofort steil bergauf ging. Ich habe noch nie so oft das Rad schieben müssen wegen der Steigungen oder den noch vom Unwetter mit Schlamm bedeckten Strassen. Irgendwann waren wir dann in einem Ort und leckten uns bei Tapas unsere Wunden. Als wir dann weiterfahren wollte, stellte ich einen weitern Platten fest, obwohl ich neue Mäntel habe aufziehen lassen. Beim Austausch des defekten Schlauch stellte ich fest, dass dieser ein Autoventil besaß, für das ich keine Pumpe habe. Also den defekten wieder eingebaut, tüchtig aufgepumpt und gebetet das es bis zuhause reicht. Hatte es dann auch.

Aufgrund des Unwetters vor einigen Tage wurde die gebuchte Wanderung auf dem Caminito Del Rey vom Veranstalter abgesagt. Ein neuer Versuch war dann erfolgreich, und so ging es von Malaga aus 1 Stunde mit dem Bus zum Camenito. Dort wurden wir mit Helmen ausgestattet, und dann ging es auf den spektakulären ca. 5 km langen Weg. Auf ausgesetzen Wegen oder auf der senkrechten Felswand angebrachten sogenannten Balkons, 150 m über dem Fluß, gab es nicht nur ein Mal Nervenkitzel. Das war das bisherige Highlight meines bisherigen Aufenthalts hier.

Es folgte eine Radtour nach Malaga mit Hartmut, die ich erstmals pannenlos bewältigte.

Nach und nach stellte sich dann ein entspannter Alltag ein. Morgens frühstücken auf dem Balkon, die grünen Papageien begrüßen, die jeden Morgen und jeden Abend vorbeischauen, dann entweder eine Wanderung oder eine Radtour, Treffen mit Hartmut und das Ganze bei schönem Wetter und Cafe con leche.

Heute ist der 25.11. und ich feiere meinen 1. Geburtstag ganz bewußt. Ich denke ihr wisst, was ich meine. Es gab auch einen kleinen lieben Geburtstagstisch. Mit Hartmut gehen wir abends schön essen in der Taberna Magador in Torre Del Mare.

Einige Tage später trafen sich alle Gäste, das sind zur Zeit ein Paar aus Österreich und der Bruder unserer Gastgeberin Burgi mit Ehefrau, sowie die beiden Angestellten Angela und Harald sowie einer Freundin von Angela zum gemütlichen Lagerfeuer.

Am 30.11. wird in Malaga traditionell die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Dieses Event wollten wir uns nicht entgehen lassen und fuhren per Bus in die Stadt. Die Calle Marques de Larios war abends gut gefüllt und wir mischten uns unters Volk. Bei fetziger Musik entstand eine gute Stimmung und es wurde fleißig getanzt. Um 19 Uhr begann der Countdown und die Strasse erstrahlte, wobei die Beleuchtung im Takt der Musik gesteuert wurde. Wir haben es genossen.

Um 20 Uhr wollten wir dann wieder per Bus nach Hause. An der Station gab es schon ein Gedränge und wir erfuhren, dass für den heutigen Tag alle Tickets ausgebucht waren und wir erst wieder am nächsten Tag Bus fahren könnten. Nicht nur wir, sondern viele andere waren überrascht, dass zu einem solchen Event, wor hunderttausend Besucher zusätzlich nach Malaga kommen, keine Sonderbusse eingesetzt wurden. Wir suchten uns eine etwas ruhige Stelle und buchten einen Uber. Während wir warteten, erreichte uns ein deutsches Ehepaar, das auch gestrandet war und in den Nachbarort von Benajarafe wollten. So fuhren wir zusammen, teilten uns den Fahrpreis und mußten uns nicht in Malaga die Nacht um die Ohren schlagen.

Tags drauf hatte ich eine Wanderverabredung mit Harald, der mich auf eine 4 1/2 Stunden und knapp 18 km lange und mit 550 Höhenmeter gespickte Wanderung mitnahm, auf Strassen, Wegen und Flussbetten. Wieder war mein Limit erreicht, und es reichte nicht mal zu Fotos, obwohl die Strecke sehr schön war.

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