3.Lebenszeichen Irland Mai 2024

Killarney National Park, Dingle, Tralee, Doolin, Galway

9.5. bis 14.5.

Jetzt wurde es richtig sommerlich. Das Radio verkündete den heißesten Tag des Jahres mit 25 Grad. Weiter ging es auf den Wild Atlantic Way. Wir fuhren zum Killarney National Park, wo wir eine ausgedehnte Wanderung machten.

Dann ging es auf die Dingle Halbinsel zum Inch Beach. Den kann man befahren aber wir zogen es vor, uns bei einer langen Pause die Szenerie von oben anzuschauen.

Da wir noch Zeit hatten, hängten wir noch den Slea Head Drive an die Etappe, der erst für den morgigen Tag geplant war. Hier wurde es richtig eng aber spektakulär. 

Etwas außerhalb von Dingle konnten wir dann übernachten.

Abends fuhren wir mit 7 Mitreisenden per Taxi nach Dingle um unseren ersten Irischen Pub zu besuchen. Im Old Sullivan Pub fanden wir etwas Passendes und um kurz vor 22 Uhr begann ein Duo mit der Musik. Hat uns gut gefallen. Der Musiker Thomas Sullivan war wohl einer der Headliner des Irish Music Festivals 2009 in Bremerhafen, so sagte es ein aufgehängtes Plakat im Pub.

Kurz vor Mitternacht kehrten wir zurück zum Platz und wurden von Nordlichtern empfangen. Das hatten wir wirklich nicht erwartet.

Wir starteten den nächsten Tag mit dem Besuch des über 1000 Jahre alten Steinhauses Ghallarius Oratory, das wir fußläufig vom Platz erreichen konnten. In einem Video erfuhren wir die Geschichte der Steinhäuser, von denen sich 80 % im County Derry befinden. Sie sind so kunstvoll konstruiert, dass kein Wasser eindringen kann, obwohl sie Stein auf Stein errichtet wurden. Auch tausende von Stürmen konnten ihnen nichts anhaben.

Wir befuhren den Rest des Slea Head Drives, den wir gestern noch ausgelassen hatten.

Es folgte wieder ein Strandbesuch in der Brandon Bay, wo wir pausierten.

Kurz vor unserem Tagesziel in Tralee schauten wir uns die größte noch funktionstüchtige Windmühle Irlands, Blennerville Mill, an.

Blennerville Mill

Abends gab es ein gemeisames Grillen.

Morgens regnete es und es war sehr neblig. Von Trailee ging es nach Tarbert. Dort nahmen wir die Fähre nach Killimer.

Fähre nach Killim

Wir nahmen die Küstenstrasse nach Loop Head. Dort erwartet uns eine grandiose Steilküste mit heftiger Brandung. Pünktlich kehrte der Sommer zurück, und so hatten wir schöne Sichten und unternahmen eine kleine Wanderung.

Nach der Mittagspause ging es auf sehr engen Strasse zu den Cliffs von Moher. Hier entstand vor Millionen Jahre eine bis zu 200 m hohe Steilküste. Nach dem Besuch des Informationszentrums, begannen wir unsere zweite Wanderung den Klippen entlang. Es ist wirklich eine einzigartige Landschaft.

Relativ spät und ziemlich müde erreichten wir unseren Campingplatz in Doolin.

Endlich irisches Wetter. Nachts trommelte es heftig aufs Womo und der Blick nach drausßen zeigte waagerechten Regen.

Macht nichts, vorausschauend hatten wir am Vortag schon Tickets für die Doolin Höhle und der Caherconnell Sheepdog Demonstration gebucht.

Los ging es mit der Höhle, für die ich eigentlich keine große Lust hatte, da wir schon viele Höhlen gesehen haben und ich nichts Spektakuläres erwartete. Weit gefehlt, dort gibt es den zweitgrößten Stalaktiten der Welt zu bewundern. Etwa 7,20m lang und 16 t schwer ist er, und er wächst weiter. Wir befinden uns im Burrengebiet eine Kalksteinlandschaft, die vor 400 Millionen Jahre Meeresboden eines warmen Ozeans war. Nachdem der Ozean verschwunden war sorgte Sturm und Regen für die Erosion. Übrig blieben die ausgewaschenen Steinplatten in deren Spalten sich dann wieder Vegetation entfaltete.

In der Höhle konnte man in den Wänden Fossilien sehen. Entdeckt wurde sie von 2 Studenten 1952, die den Mut hatten, in einer Spalte einen engen Gang kriechend 2,5 Stunden entlang einen kleinen Bachs zu folgen um dann die große Kammer mit den Stalaktiten zu finden.

Dann schauten wir uns die Shepdog Demonstration an. 4 ausgebildete Hunden wurden nur durch unterschiedliches Pfeifen zu den unterschiedlichsten Aufgaben geführt. Jeder Hund hört auf einen bestimmten Ton. Sie mußten Schafe zusammentreiben, vereinzeln, in ein Gatter bringen usw. War wirklich eindruckvoll, wie exakt die Hunde reagierten.

Das Wetter wurde trockener, und so hängten wir noch eine Wanderung in das Burrengebiet an.

Abends besuchten wir den 1 km entfernten O‘Conner Pub. Musik wurde versprochen. Es begannen 2 Musiker und im Verlauf des Abends wurden es 6. War wieder schöne irische Mucke.

O‘Conner Pub

Die nächste Etappe unserer Tour schien einfach zu sein, nur 85 km ohne Zwischenattraktionen. Wir wählten die Küstenstrasse und erlebten unser blaues Wunder. Die von mir schon früher erwarteten Reisebusse, die nie kamen, kamen geballt heute. Es ging teilweise um Millimeter. Die Strasse war für so große Fahrzeuge ungeeignet, man könnte auch sagen so Fahrzeuge, wie wir sie fahren habe dort nichts zu suchen. Ohne Blessuren überstanden wir auch diese Prüfung und erreichten unseren Stellplatz direkt an der Küste. Wir entschieden heute mal zu Chillen.

Abends stand der Besuch einer irischen Tanzvorführung an. „Trad on the Prom“ heißt die Veranstaltung, die es seit 20 Jahren gibt. Sie hatten alles aufgefahren was Rang und Namen hat, den Produzenten und Erfinder von „Lord of the Dance“, die 6fache Weltmeisterin im Stepptanz, den Weltmeister im Stepptanz, den irischen Vertreter für den ESC und eine super Band. Das war ein wahrer Genuss die irische Musik in all ihren Facetten zu hören, Balladen und die gewohnten schnellen Lieder und nicht zuletzt die atemberaubenden Tanzeinlagen.

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