Fähre Dublin, Redcross, Kilkenny, Blarney
3.5. bis 8.5.

Es wurde tatsächlich Sommer. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang durch Valognes, ein kleines nettes Städtchen, mit der gewaltigen Kathedrale Notre Dame. Wir kauften noch etwas zum Mittagessen ein, denn alles Frische war aufgebraucht, da wir auf der Fähre 18 Stunden weder Kühlschrank noch Gefrierfach benutzen dürfen.
Die Mittagspause machten wir beim empfohlenen Hafen Le Becquet, 5 km vor dem Fähranleger.
Wie immer bei Fähren begann dann das Warten. Schließlich ging es los und ohne Probleme fanden wir dann auch unsere Kabine. Die Fähre ist riesig und hat Kreuzschiffniveau. Die Kabine ist klasse, die einzelnen Lounges, Shops und Restaurants sind sauber und gepflegt und selbst das Essen schmeckt gut.










Halbwegs gut ausgeschlafen, nach einem kleinen Frühstück ging es dann von der Fähre runter. Wir waren mit unseren guten Reisebekannten Anke und Jürgen am Fähranleger verabredet, da sie gerade ihre Irlandreise beendet hatten und mit „unserer“ Fähre wieder nach Deutschland fahren wollten. Das war wieder ein sehr schönes Wiedersehen.

Dann ging es kreuz und quer durch Dublin, ich weis nicht was das Navi da mit uns veranstaltet hatte. In Dublin herrschte viel Verkehr und das Linksfahren erforderte dann doch einige Konzentration. Durch das Rumgegurke verloren wir so viel Zeit, dass wir gerade noch pünktlich in Redcross zur Besichtigung der Wicklow Brewery ankamen. Dort erhielten alle Teilnehmer nach einer Einführung in das Brauwesen zur Verköstigung 6 verschiedene Biere.




Danach gab es im angeschlossenen Mickey Finn`s Pub ein super leckeres 3 gängiges Willkommensdinner.
Es folgte um 22:15Uhr unser erstes Briefing.
Am nächsten Tag starteten wir früh mit dem Besuch der Klostersiedlung Glendalough.





Anschließend unternahmen wir eine knackige Wanderung auf „The Spinc“ eine Anhöhe in den Wicklow Mountains.






Den Rest des Tages erlebten wir überall das absolute Verkehrschaos. Es war Sonntag, super Wetter und alle Dubliner entschieden sich in dieser Region den Tag zu verbringen. Sie verbrachten ihn aber vorwiegend im Stau auf engen Strassen.
Unser nächstes Ziel, den größten Wasserfall Irlands, den Powerscourt zu besuchen endete 4 km vor dem Ziel im Stau zum Parkplatz. An jedem entgegenkommenden Fahrzeug mußte ich mich zentimeterweise vorbeiquetschen.



Der Wasserfall war sehenswert. Dort campierten Hunderte mit Grill, Kind und Kegel.
Dann ging es, ebenfalls in Zeitlupe, zum Powerscourt Garden, einer wunderschönen Garten- und Parkanlage.









Dann fuhren wir, Gott sei Dank, auf der Autobahn zurück zum Platz, wo wir noch einmal den Pub zum Abendessen besuchten.
Tags drauf fuhren wir nach New Ross. Dort liegt das Auswandererschiff Dunbrody. Mit solchen Schiffen versuchten Millionen Iren 1840 dem Hungertod zu entkommen indem sie nach Amerika auswanderten. Trotzdem verhungerten Millionen Iren, da das einzige Gemüse was damals angebaut wurde, die Kartoffel war. In der Zeit grassierte die Kartoffelfäule und führte in 2 aufeinanderfolgenden Jahren zum Totalausfall der Ernte. Im kleinen Ausstellungsraum hing eine Karte mit den Prozentzahlen der irischstämmigen Bürgern der einzelnen Bundesstaaten von Amerika, insgesamt sind dies 35 Millionen.



In New Ross fanden wir noch eine interessante Strasse mit monumentalen Fassadenmalereien.









Dann ging es weiter zum John F. Kennedy Arboretum. Zu seinen Ehren wurde ein wunderschöner Park angelegt.





Jürgen hatte uns den Tip gegeben den Leuchtturm in Hook Head und die schroffe Küste dort zu besuchen. Dies stand zwar nicht im Programm, wir machten es dann zusätzlich. War wirklich schön dort, sogar Seelöwen zeigten sich im Atlantik.







Anschließen machten wir uns auf den Rückweg zum Tagesziel Kilkenny. Jerpoint Abbey ereichten wir aber zu spät, sie war bereits geschlossen. Also blieb es nur bei einer kurzen Aussenbesichtigung.


Abends gab es noch eine Geburtstagslage einer Mitreisenden und eine ausführliche Vorstellrunde aller Teilnehmer – war sehr interessant.
Den nächsten Tag begannen wir mit einer kleinen Wanderung nach Kilkenny. Die anderen Teilnehmer nahmen das Fahrrad oder ihr Womo. In Kilkenny machten wir einen Stadtspaziergang, der von unserem Reiseleiter moderiert werden sollte. Die Infos, die wir bekamen waren aber sehr dürftig.











Dann machten wir uns nach der Rückkehr zum Womo auf eine 60 km Etappe nach Rock of Cashel. Dort sollten wir um 15 Uhr eine Führung bekommen. Die gab es aber nicht, sondern ein langweiliges 15minütiges Video. Hier herrschten die Könige von Munster 500 Jahre lang ehe es im 11 Jahrhundert an den Bischof von Limerick also an die Kirche überging.








Es folgten die restlichen 80 km nach Blarney. Unterwegs machten wir noch Halt beim Cahir Castle,einer mittelalterlichen sehr gut erhalten Festung, die der Familie Butler gehörte, ehe sie an den Staat überging. Die Butlers waren Normannen und ab dem 11 Jahrhundert 200 Jahre sehr einflußreich.




Dann, nach den letzten stauträchtige 30 km erreichten wir unseren Stellplatz in Blarney.
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Tagesausflug nach Cork. Der erste Stop war bei dem Buttermuseum. Hier wird sehr anschaulich beschrieben, wie der EU Beitritt Irlands das Land wirtschaftlich positiv am Beispiel der Butter verändert hat. Es gab um 1920 etwa 170000 Buttermacher in Irland, die unwirtschaftlich wirtschafteten, da sie sehr klein waren. Nach dem Eu Beitritt blieben davon 6 große Player übrig. Es wurde die Marke Kerrygold etabliert und mittlerweile weltweit vermarktet.



Dann hatten wir einige Freizeit um den English Market und die Innenstadt zu besuchen. War ok aber nichts Besonderes. Außerdem gab es von der Reiseleitung keine weiteren Informationen zu Cork, ebensowenig zu Cobh unserer nächsten Station.








Cobh hat den zweitgrößte natürliche Binnenhafen der Welt nach Sydney. Es gibt dort einTitanic Museum, da die Titanic von Cobh zu ihrer tragischen Reise aufbrach. Etwas verloren schlenderten wir durch den kleinen Ort.



Ich glaube der Reiseleiter wird sein Engagement schon noch steigern müssen, will er Ärger vermeiden. Im Übrigen seht ihr auch auf den Fotos, dass wir uns zur Zeit mehr mit alten Steinen in Form von Festungen, Schlössern und Kirchen beschäftigen als mit der Natur – dass soll sich in den nächsten Tagen ändern.
