

10.11.2018 bis 14.11.2018
Wetter-Dresden-Breslau-Krakau
Es ging los. Heute haben wir unser Abenteuer gestartet. Ich muß gestehen, dass doch eine gehörige Portion Respekt zu spüren ist, aber dafür ist es auch eine besondere Reise.
Unser erstes Ziel war Dresden. Nach 550 km erreichten wir ohne Schwierigkeiten den geplanten Stellplatz. Er lag fußläufig zur historischen Altstadt, die wir aber an diesem Tag nicht mehr besuchten, sondern uns gemütlich von der langen Anreise im Wohnmobil erholten.
Am nächsten Tag begann dann unsere Power Touri Tour. Erst einmal machten wir einen Orientierungsspaziergang durch die Altstadt, gefolgt von einer 90 minütigen Stadtrundfahrt, einem Stadtrundgang zur Frauenkirche, Besteigung des Turms der Frauenkirche, einem Stadtrundgang zum Zwinger und abends dann zum Abschluß einen weiteren Stadtrundgang zum Fürstenzug.








Wir waren kurz nach der Wende einmal in Dresden, da lag die Frauenkirche noch in Trümmern. Ich bin echt begeistert, wie sich Dresden seit dem entwickelt hat, was an Aufbau geleistet wurde und welche architektonischen und musealen Schätze die Stadt zu bieten hat. Wir haben schon beschlossen, Dresden nächstes Jahr noch einmal ausgiebig zu besuchen.
Ach ja, es war auch noch Karnevalsanfang 11.11. 11 Uhr 11
Am nächsten Tag war Breslau das Ziel. Die 270 km lange Fahrt war vom Feinsten, sowohl die Autobahn, der Verkehr sowie das Wetter, 18° C.
Leider machten wir schon am zweiten Tag wieder einmal die Erfahrung, dass der Fahrtag erst zu Ende ist, wenn dass Wohnmobil steht und nicht 1 m davor. Der laut Internet ganzjährig geöffnete Stellplatz war verschlossen.
Wir beschlossen, den Campingplatz am Olympiastadion anzusteuern, der lt. Internet aber ab November ebenfalls geschlossen sein sollte. Unsere Hoffnung war, auf den Parkplätzen dort eventuell frei zu übernachten. So kam es dann auch. In einer Nebenstrasse fanden wir ein ruhiges Plätzchen und machten erst einmal Mittag.
Dann brachen wir zur ersten Stadterkundung auf. Wir mußten mit der Strassenbahn 30 Minuten bis zur Altstadt fahren. Da wir keine Sloty hatten, war ich gespannt, wie das Bezahlen mit Kreditkarte in der Strassenbahn funktionieren würde. Wie viele andere Länder, sind uns auch die Polen mit der Digitalisierung weit voraus. Es gibt in der Bahn einen Automaten, der in mehreren Sprachen verständlich das Prozedere des Bezahlens mit der Karte erklärt. Letztendlich hält man nach Auswahl der Fahrkarte die Kreditkarte an den Automaten und bezahlt berührungslos. Es gibt weder Fahrschein noch Quittung. Der Automat speichert den Fahrschein und zeigt ihn an, wenn man die Kreditkarte wieder an den Sensor hält.
Breslau hat eine wunderschöne Altstadt mit dem weltberühmten Marktplatz, dem großen Ring.
Nach vollständiger Zerstörung im 2. Weltkrieg, hat man auch hier Großes geleistet, nämlich alles wieder mit den wunderschönen Fassaden aufgebaut. Es herrschte dort ein buntes Treiben mit Artisten und Musikern. Auffallend waren auch die vielen junge Leute, die wahrscheinlich dort studieren. Erwähnenswert sind noch die 600 gusseisernen Zwerge, die verteilt in der Altstadt zu erkunden sind.
Nach dem Mußbesuch des Hardrockcafes (das machen wir in jeder Stadt, die ein solches hat) fuhren wir am Abend wieder zurück zum Wohnmobil.
Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück, starteten wir bei Sonnenschein zur 2. Stadterkundung. Wir besuchten einige schöne Parkanlagen, die Dominsel mit den Dom und der Dombrücke mit den Tausenden angehängten Schlössern und die Sandinsel mit einem wunderschönen Promenadenweg entlang der Oder. In der Mensa der Universität aßen wir sehr günstig und sehr lecker zu Mittag. Ute windowshoppte dann noch eine Weile im Shoppingcenter Renoma, während ich mich mit einem Milchkaffee ausklingte.
Am späten Nachmittag begann es dann leicht zu regnen und wir beendeten die Erkundungstour und fuhren zurück zum Wohnmobil.











Nach einer diesmal etwas unruhigen Nacht, machten wir uns vormittags auf zu unserer letzten Etappe der Anreise nach Krakau. Die kostenpflichtigen Autobahn war ein Traum, sehr entspannend mit dem Tempomaten zu fahren. Nach 270 km erreichten wir den extra für uns geöffneten Campingplatz. 13 Wohnmobile waren bereits dort, es fehlt also nur noch eins. Die beiden Reisemobile von Seabridge waren ebenfalls vor Ort und wir lernten Alex kennen, der uns als ein Reiseleiter wohl auf der gesamten Tour begleiten wird. Heute ist nichts mehr geplant, so dass ich versuchen werde, den ersten Blog zu veröffentlichen.

