Auf dem Stellplatz in der Naehe von Cap Frehel hatte es uns so gut gefallen, dass wir noch einen Strandtag angehaengt haben. Ueberhaupt haben wir seit 2 Wochen Sommer
mit Tagestemperaturen von ueber 20 Grad im Schatten.
Am naechsten Tag ging es ueber Cap Erquy zum Point de l‘ Arcouest.
Unterwegs haben wir noch eine kleine Fahrradtour eingeschoben, um noch naeher an die Steilkueste zu kommen. Wir fuhren durch viele kleine Hafenorte, die alle mit Blumen geschmueckt waren. Dies scheint in der Bretagne ueblich zu sein, wir sind begeistert ueber die mit viel Liebe angelegten privaten Gaerten, aber auch ueber den vielen oeffentlichen Blumenschmuck in den Kreisverkehren und an den Strassen. In Point de l’Arcouest hatten wir noch den letzten freien Stellplatz erwischt mit einer schoenen Aussicht auf die Kueste von Goelo. Abends sind wir mit dem Fahrrad nach Paimpol gefahren und haben noch etwas Hafenfeeling aufgenommen. Ute hat Eis gegessen…



Das naechste Tagesziel, das wir uns gesetzt hatten, war Roscoff. Die Fahrt über Nebenstrecken war wiederum schön, teilweise eng, aber dadurch auch wieder interessant. Wieder hatten wir den letzten Stellplatz mit schoener Aussicht bekommen. Nachmittags haben wir per Fahrrad den Ort erkundet und abends wieder einen kitschig schönen Sonnenuntergang genossen.

Weiter ging es Richtung Anse de Bertheaume. Auch hier versuchten wir, so nahe am Wasser zu bleiben wie moeglich, an den Buchten von Kernic und Goulven. Wir fuhren durch traumhafte Orte, wie Plougonvelin, Portsall, Le Cononet bis – siehe oben – Anse de Bertheaume. Abends waren wir nach gefuehlten 1000 Kurven und 200 Kreisverkehren froh, wieder einen schönen Stellplatz gefunden zu haben und haben den Tag mit einem Abendspaziergang ausklingen lassen.
Am naechsten Tag ging es nach Brest. Von Brest hatte ich mir nicht viel versprochen, ich wurde auch nicht enttaeuscht. Die Anfahrt war fürchterlich. Brest ist nicht besonders. Es gibt nur einen Stellplatz an der Oceanopolis, das zugegeben super am Yachthafen gelegen ist. Die Altstadt ist ca. 4,5 km entfernt. Wir wollten den Weg zu Fuss machen, was keine gute Entscheidung war, da wir die ganze Zeit an einer stark befahrenen Strasse durch Industriegebiete und Containerhäfen gehen mussten. Nach diesem Frust musste eine Motivation her. Wir fanden ein uriges Restaurant, das nur Meeresfruechte anbot. Da ich sowieso einmal in diesem Urlaub so eine Platte essen wollte, und die Bedienung auch fuer Ute ein vegetarisches Gericht zusammenstellen wollte, kehrten wir dort ein. Die Tischdecken bestanden aus Tageszeitungen. Nach der Einkleidung (Schuerze) wurde die Platte gebracht mit einem Holzbottich Pellkartoffel und diversen Saucen. Es gab einen Abfalleimer unter dem Tisch, wo die zerschlagenen Schalen und gepulten Reste landen sollten. Ausgeruestet war ich mit einem Holzhammer, einem Holzbrett und einer Metallsonde. Ich liess mich dann doch lieber von der Bedienung in die Kunst des professionellen Zerlegens und Oeffnens der Krusten- und Schalentiere einfuehren. Unverletzt ueberstand ich auch diese Herausforderung. Es war sehr lecker und eine tolle Erfahrung, wenngleich Ute – mir gegenüber sitzend – ob des Spritzens manchmal in Deckung gehen musste, wenn ich mit dem Nudelholz auf den Krabbenpanzer geschlagen habe. Nach einem Stadtbummel, haben wir uns den Fussweg zurück geschenkt und sind mit dem Bus zurückgefahren und haben den Abend am Yachthafen genossen.

Der naechste Tag stand wieder unter dem Motto, schoene Strassen zu finden und die Ausblicke aufs Meer zu geniessen. Ueber La Faou und um die Bucht von Faou herum, fuhren wir naeher ans Meer nach Cap d’Espagnol. Traumhafte Gegend und Rundumsicht, von dort kann man auf der gegenueberliegenden Küstenseite Brest sehen.
Camaret Sur Mer, Pointe de Penhir, Pointe du Van, Pointe du Raz waren weitere Zwischenstationen. Der anvisierte Stellplatz in Pointe du Raz gefiel uns nicht, und wir sind zum Abendessen erst einmal zum Strand gefahren und haben Picknick gemacht. In Plogoff fanden wir dann spaeter noch einen Stellplatz mit Meerblick.
Quimper und Le Cabellon waren unsere naechsten Ziele. Quimper hat 4 Fleurie Sterne, was die hoechste Auszeichnung fuer gaertnerische Kunst in der Stadt steht. Das sieht man sofort. Ein Farbenmeer bestehend aus Blumen empfing uns. Wir haben dann einen Stadtbummel gemacht und sind dann wieder aufgebrochen Richtung Cabellon. Die Strassen wurden wieder enger und ploetzlich sprang ein Mann auf die Fahrbahn, um uns zu warnen weiter zu fahren, da die Strasse nach einer 15%igen Steigung nur noch 2m breit sei. Wir haben uns bedankt und dann eine Alternative gefunden und haben dann in Cabellon einen sehr gut am Wasser gelegenen Campingplatz aufgesucht, da wieder einmal Waesche waschen anstand. Uns hat es dort so gut gefallen, dass wir noch einen Urlaubstag drangehaengt haben.
Weiter ging es nach Carnac, einem Ort mit 5 Sand-Stränden. Ueber „gruene“ ( besonders schoene) Straßen fuhren wir an der Cote Lamour entlang ueber Lorient, Lanester nach Port Louis. Dann zum Ort Quiberon, weiter zur Küste von Sauvages und anschliessend nach Carnac. Dort fanden wir wieder den letzten Stellplatz, machten erneut einen Stadtbummel und besuchten die schoenen Badestraende der Stadt.
Unsere weitere Planung sieht Vannes als letzten Küstenort vor. Von dort werden wir unsere Heimreise beginnen.
