Frankreich – Spanien – Portugal – Marokko Teil 1

28.9.

Bei bestem Wetter ging es auf die ersten Etappe bis nach Lorsch. Dort kennen wir einen schönen Stellplatz von einer unserer letzten Reisen. Lorsch ist ein netter Ort, mit guter Gastronomie und einem alten Kloster, das zum Weltkulturerbe gehört. Dieses präsentieren die Lorscher wirklich  super.

 

Abends haben wir dann noch als Dessert die 1:0 Niederlage der Bayern genossen.

 

29.9.

Morgens forderte mich Ute zu einem Morgenspaziergang auf. Das Wetter war wieder hochsommerlich und so wanderten wir durch Felder und Wiesen und sahen neben dem Tabakanbau, der hier auch betrieben wird, eine Nisthöhlenallee, wo den einheimischen Vögeln und Fledermäusen unterschiedliche Nisthöhlen angeboten werden, mit Namensschild, damit der unkundige Besucher auch weis, wer dort wohnt.

 

Mittags brachen wir dann zur zweiten Etappe nach Baumes les Dames auf. Hier waren wir schon 2 mal, es liegt gut an der Autobahn Richtung Atlantk, landschaftlich wunderschön an der Doubs und der Stellplatz ist sehr gepflegt und bietet allen notwendigen Services.

 

Unterwegs tankten wir das erste Mal und Ute bezahlte mit Karte. Nachdem wir wieder auf der Autobahn waren, bemerkte Ute, dass Sie die Karte im Automaten gelassen hatte. Also schnell die Tanke angerufen und die Karte gesichert. Das klappte gut. Ich wollte dann die nächste Ausfahrt nehmen, die aber so unübersichtlich geführt wurde, dass ich in die falsch Richtung geführt wurde und nicht nur das, sondern unmittelbar nach der Ausfahrt  wir uns in einen Riesenstau befanden, da im nächsten Ort wohl etwas mit einer Baustelle schiefgegangen war. Das erfuhren wir dann in den Verkehrsnachrichten. Also falsche Richtung und Stau, super. Ich habe dann alle meine kriminelle Energie zusammengenommen, durchgezogene Linien und Wendeverbotsschilder ignoriert und auf der Strasse gewendet. Anscheinend war keine Polizei im Stau und so erreichten wir dann wieder die Tankstelle, Ute bekam ihre Karte zurück und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen.

 

Kurz nach der französichen Grenze meinte unser Navisystem sich in Szene setzen zu müssen indem es einfach ausfiel.   Auf dem nächsten Parkplatz war es dann aber nach einmal Micro SD Karte „raus/rein“ wieder 

lieb zu uns.

 

In Baumes les Dames haben wir dann noch einiges an Vorräten aufgefüllt und unseren Stellplatz bezogen.

 

30.9.

Wieder sommerliches Wetter und wir beschlossen noch einen Tag zu bleiben. An der Doubs entlang gibt es einen wunderschönen Radweg, den wir nach dem Frühstück mit unseren Räder befuhren. Landschaftlich eine schöne Tour, wenig befahren aber wie auch an der Loire, keine Infrastruktur für Radler.

 

Den Nachmittag über haben wir gechillt, so heißt das doch heute, klingt jedenfalls besser als gefaulenzt.  

 

1.10.

Wetterwechsel. Die ganze Nacht über hat es geschüttet und die Wetterapp sagte auch für den Tag nichts Gutes voraus. Ich war so gut wie abfahrbereit, da verordnet mir meine Reiseleiterin Ute einen weiteren Tag zur freien Verfügung. Fand ich gut, mir war sowieso nicht nach Fahren zumute. Also haben wir das Tief im Womo abgewettert und hatten doch noch am Nachmittag Gelegenheit nett im Ort Kaffee zu trinken.

 

2.10.

Wieder greift die Reiseleiterin ein und ändert die Route. Dijon ist jetzt unser neues Reiseziel. Das Wetter ist wieder gut und nach knapp 2 Stunden erreichten wir unserer Stellplatz in Dijon. Vor hier ging es fußläufig  3 km in die sehr sehenswerte Altstadt. Dort gönnten wir uns erst einmal ein leckeres Essen im Restaurant. Es wurde u.a. ein 3 Gänge  Menue angeboten, deren Gerichte auch Ute mit ihren Französischkenntnissen nicht interpretieren konnte. Die nette Bedienung war des Englischen nicht mächtig und so bestellte ich auf Risiko. Den Hauptgang versuchte die Bedienung mit hüpfenden Gesten zu erklären. Ich verstand nur Bahnhof. Sie verschwand dann verzweifelt und kam kurze Zeit später wieder zurück und teilte mir strahlend mit: frog frog.

Obwohl es ja politisch völlig unkorrekt ist, Froschschenkel zu essen, habe ich zugestimmt. Das Essen war ein Genuss. Übrigens hat Ute den sicheren Weg gesucht und eine Pizza Calzone bestellt, war wohl auch gut.

 

Danach war Sightseeing angesagt und am späten Nachmittag erreichten wir dann wieder unser Womo.

 

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