
17.3. bis 22.3.
New York, Lancaster, Washington
Wir dachten, wir hätten schon in Chicago eine besondere Stadtführerin gehabt, wurden in New York aber eines Besseren belehrt. Oli tauchte auf, ein Franke, der schon 10 Jahre in New York lebt, bunt, schrill und laut. Er ist studierter Sonderpädagoge, Tauchlehrer, Skilehrer, Urlaubsplaner, Bogenschießlehrer, Reisefotograf, Entertainer und zertifizierter Stadtführer für New York, Washington und Miami. Schaut mal auf seine Homepage: https://www.olidaytours.com/
Mit ihm machten wir eine wirklich besondere Stadtführung. Obwohl das Wetter recht durchwachsen war, konnte er die Gruppe durch seine eigene Art immer wieder überraschen und motivieren. Er zeigte uns Dinge, an denen wir blind vorbei gelaufen wären und bewies durch sein Detailwissen, dass er nicht nur ein Showman ist sondern ein ausgewiesener Experte.
Der “Bummel“ dauerte gut 6 Stunden, ohne Pause und führte uns vom 9/11 Memorial durch den Finanzdisstrikt, das Grand Central Terminal, nordwärts über den Broadway zum Timesquare, mit vielen Stops und Erklärungen von Oli. Wir waren nach diesem Trip zwar alle fertig, aber froh, einen solchen Guide gehabt zu haben, der einen ansonsten grauen Tag buchstäblich bunt gestaltete.








































In der Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Der nächste Tag war zur freinen Verfügung und den begannen wir ganz piano. Mittags wurde es schön, wir bekamen 20 Grad und begannen unsere von Oli empfohlene Tour: Hudson Yards, Vessel, Highline Park, Little Island.
Highline Park ist eine zum Fußgängerweg umgestaltete Bahntrasse. War sehr interessant und gut besucht. Die 15 km lange Tour begann auf der 32nd Strasse und führte dann südwärts durch Chelsea, über Little Island nach Greenwich und Soho am Hudson River entlang bis Pier 11, von wo wir die Fähre nach New Jersey nehmen konnten. War ein wunderschöner sommerlicher Tag mit interessanten Begegnungen, wie ihr auf den Bildern sehen könnt.
























Dann folgte wieder ein Fahrtag nach Lancaster in Pennsylvania zu den Amish. Unterwegs machten wir noch einen Stop in Strasburg, wo das Red Caboose Motel sehenswert war, das aus ausrangierten alten Wagons besteht.




Dann schauten wir uns noch die alte Dampflok am Railroad Museum an.


Lancaster beherbergt eine der größten Amish Gemeiden weltweit. ca. 40000 Menschen leben nach sehr strengen religiösen Wertvorstellungen. Die Amish spalteten sich im 16. Jahrhundert von den Mennoniten ab, die in ihren Augen den Glauben zu großzügig auslegten. Sie stammen ursprünglich aus Deutschland, wo sie im 15. Jahrhundert wegen Verfolgung auswanderten. Wir erhielten in Amish Village, einem Museumsdorf, einen sehr informativen Vortrag zu ihrer Lebensweise.












Weiter ging es über Baltimore auf einen sehr guten Campground in der Nähe von Washington.
Nachmittags kam noch dieses Geschoß an. Die Besitzer, 2 Rentner aus Kansas haben dieses Ensemble selbst designed und bauen lassen. In dem Anhänger befinden sich 2 Golfcarts und Fahrräder. Diese können angehoben werden damit der BMW X7 dort auch noch Platz findet.



Am nächsten Tag stand wieder eine organisierte Stadtrundfahrt auf dem Programm. Unser Stadtführer Kurt war 80 Jahre alt und mit 20 Jahren nach Amerika gekommen. Er ist promovierter Chemiker, der im Pentagon an der Entwicklung von Raketentreibstoffen arbeitete. Um seinen 4 Kindern und seiner Frau eine Universitätsausbildung zu ermöglichen kaufte er nach und nach 11 Schrottimmobilien, sanierte sie selbst und verkaufte sie dann mit Gewinn. Wieder eine sehr bemerkenswerte Persönlichkeit.
Er berichtete, dass rund um Washington zur Zeit eine große Anzahl Trucks kreisen, die versuchen in die Stadt zu gelangen, um gegen das Impfen und die Coronaauflagen zu protestieren, indem sie die Stadt lahmlegen. Ähnliches gab es vor einigen Wochen schon in Kanada. Alle Zufahrtsstrassen werden durch die Polizei kontrolliert, bisher haben die Trucks keinen Weg gefunden und kreisen weiter.
Wir besuchten die klassischen Sehenswürdigkeiten, Washington besitzt darübner hinaus eine Unzahl an riesigen Verwaltungs- und Regierungsgebäuden, die alle in unterschiedlichen Baustilen vor einigen Jahrzehnten errichtet wurden. Darüber hinaus befinden sich hier einige hervorragende Museen, die in der Regel nicht von staatlicher Seite entstanden, sondern durch erfolgreiche Geschäftsleute gesponsert wurden.
Abends gab es das erste gemeinsame Lagerfeuer auf dem Campground. Mit dem Wetter haben wir bisher Glück die Temperaturen liegen zum Teil über 20°C.
Der nächste Tag war wieder zur freien Verfügung. Wir ließen ihn wieder langsam angehen und fuhren dann mit Bus und Bahn zur Innenstadt und verbrachten den wieder sommerlichen Tagen an den berühmten Plätzen und erfreuten uns an der Japanischen Kirschbaumblüte.






















