6.9. bis 12.9.

Von Vilnius ging es direkt nach Kaunas. Von unserem Campingplatz konnten wir mit dem Fahrrad die Altstadt erreichen, allerdings nur mit einigen Mühen, so war der Radweg teilweise noch Baustelle und die Brücke über die Nemunas war so eng, das bei Gegenverkehr oder Fußgänger abgestiegen werden mußte. Allerdings fanden wir auf unserer ersten Tour einen schönen freien Stellplatz direkt am Fluß, auf dem wir dann die 2. Nacht verbrachten.
Leider sind wir 1 Jahr zu früh nach Kaunas gereist, überall befinden sich große Baustellen. Nächstes Jahr hat die Stadt bestimmt einen anderen Look.
Die Altstadt mit der Burg von Kaunas, die Vilniaus gatve, eine der längsten Fußgängerzonen Europas und die imposante St. Franziskus Xaver Kirche waren trotzdem lohnende Ziele.
Am zweiten Tag besuchten wir noch das Teufelmuseum, in dem Teufelsmasken- und figuren aus aller Welt gezeigt werden. Wir erfuhren, dass eine Teufelsmaske ein gängiges Gastgeschenk in früheren Zeiten in der Gegend um Kaunas war.
Dann ging es südwärts Richtung polnischer Grenze. Übrigens hat uns seit einigen Tagen der Sommer wieder erreicht mit Temperaturen über 20 Grad.
Der Grenzübertritt nach Polen war problemlos, auch brauchten wir uns für die Einreise nicht registrieren lassen.
Sawalki war unser Ziel. Wir fanden einen super Stellplatz, tip top sauber mit großen Parzellen für 10€. Nachmittags machten wir uns auf den Weg zur Innenstadt. Diese fanden wir erst nach 6 km umherirren, und diese war dann auch noch sehr enttäuschend. Eine trostlose 300m lange Fußgängerzone lud nicht gerade zum Verweilen ein. Also ging es zurück zum Stellplatz um dort noch Sonne zu tanken.
Die nächste Etappe sollte uns nach Nikolaiken bringen. Unterwegs machten wir einen Stop bei Elk, hier wurde Siegfried Lenz geboren. Sie ist die größte Stadt Masurens. Wir unternahmen einen Bummel auf der Uferpromenade, wo große Holzfiguren die Herrscher und Herrscherinnen vergangener Jahrhunderte dargestellten.
Nikolaiken ist sicherlich das touristische Zentrum Masurens. Wir fanden einen Stellplatz direkt an der Altstadt. Uns hat das Treiben so gut gefallen, daß wir beschlossen noch 2 weitere Nächte dort zu verbringen und den schönen Spätsommer zu genießen.
Wir liehen uns ein Motorboot aus und schipperten bis zum Sniardym See, dem größten See Polens, hat uns Riesenspaß gemacht.
Abends fand dann mal wieder gemeinsames Grillen statt.
Am nächsten Tag ging es dann weiter. Wir planten nur eine kurze Etappe bis Lötzen, Angela und Peter wollten weiter nach Elblag und dort auf uns warten.
In Lötzen fanden wir einen so schönen Stellplatz an einem kleinen Hafen direkt am Kanal, dass wir die beiden überredeten, auch nach Lötzen zu kommen, was sie auch machten.
Lötzen gefiel uns sehr. Allerdings befinden wir uns in der Nachsaison, wenn ich sehe was hier für eine touristische Infrastruktur aufgebaut wurde, möchte ich nicht im Juli oder August hier sein. Obwohl es Sonntag war, hielt sich der Besucherstrom in Grenzen, und wir genossen den Spaziergang an der Hafenpromenade.



































