Da heute nur ein Rennen stattfand, nutzten wir den Tag, um die Insel zu erkunden.
Wir haben ein 7 Tages Ticket, dass alle Fähren und alle Busse auf Bermuda beinhaltet und so wählten wir Busverbindungen aus, die sowohl an der Nordküste als auch an der Südküste landschaftlich schön entlang führten.
Unser erstes Ziel waren die Crystal Caves. Das sind 2 Millionen Jahre alte Tropfsteinhöhlen, die durch Zufall vor 110 Jahren durch 2 Cricket spielende Jungen entdeckt wurden. Beim Spiel verschwand der Ball in einer Felsspalte. Um ihn zu holen zwängten sich die Jungen immer tiefer in die Spalte, bis sie die Höhle entdeckten.
Die Höhle ist gut angelegt und mit einem Führer, der herausragende Entertainmentqualitäten besaß, durchstreiften wir die Gänge. Am Grund der Höhle befindet sich ein See, der Verbindung zum Atlantik hat. Da von oben Regenwasser eindringt, sind die ersten 3 cm des Wassers Süßwasser und daruter befindet sich das salzige Meerwasser. Tiere können dort mangels Nahrung nicht leben.

Danach ging es wieder auf einer schönen Bustour zurück nach Hamilton, von wo wir ,nach einer kleinen Stärkung, südwärts zu den Stränden Bermudas aufbrachen. Unser Ziel war die Horseshoe Bay, mit einem der schönsten Strände Bermudas.
Dies konnten wir, nachdem wir dort angekommen waren, vollkommen bestätigen. Pulvrig weißer Sand, türkisfarbenes Meer und blauer Himmel – was will man mehr? Wir nahmen dort ein erfrischendes Bad und hingen dann noch eine Zeit dort ab.

Die Rückfahrt per Bus nach Hamilton gestaltete sich dann spannend. 3 geplante Busse fielen aus und als der vierte dann kam, war die Haltstelle voll mit Menschen. Alle zwängten sich in den Bus, wir auch. Leider ergatterten wir nur einen Stehplatz. Da es in Bermuda so gut wie keinen Meter gerader oder ebener Strasse gibt, sondern eine Kurve der und ein Hügel dem anderen folgt und Busfahrer nur Vollgas und Vollbremsung kennen, hatten wir das Gefühl bis Hamilton Achterbahn im Stehen zu fahren. Nach den ersten etwas unsicheren Minuten begann die Fahrt dann Spaß zu machen.
In Hamilton mußten wir dann noch auf unsere „Hausfähre“ warten und wurden wieder gut unterhalten.
Ein Vater stand am Kai, fein gemacht, mit Lederschuhen, weißem Hemd und dunkelblauer langen Hose und erwartete anscheinend seine Familie. Die kam dann auch per Motorboot, in Form seiner Frau, ebenfalls chic gemacht und seinem ca. 6 jährigen Sohn. Der Vater signalisierte dem Sohn, das Steuer zu übernehmen und das Anlegemanöver zu fahren. Dazu gab er von Land aus laut Anweisung. Natürlich war der Kleine völlig überfordert von dem komplizierten Manöver. Irgendwie näherte er sich rückwärts der Kaimauer. Der Vater hatte sich mittlerweile auf die Mauer gesetzt um bei erfolgreichem Manöver, auf des Schiff zu springen. Spätestens jetzt könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wie die Geschichte ausging. Platsch machte es und der Vater nahm ein erfrischendes Vollbad im Hafenbecken. Er bestieg dann schnell das Boot und fuhr, selbst am Steuer übernehmend mit versteinerter Miene davon. Diese Szene kennt man eigentlich nur aus den lustigen Videos von YouTube. Diesmal erlebten wir sie live.








