4. Lebenszeichen von Bermuda

Heute begannen die Finale der Herausforderer. Artemis Racing Schweden hatte sich gegen Softbank Japan 5:3 durchgesetzt, Emirates Team New Zealand hatte 5:2 gegen Land Rover Bar England gewonnen.

Diese beiden Teams werden heute und morgen den Herausforderer für das Finale gegen den Titelverteidiger Oracle Team USA aussegeln, das dann nächste Woche stattfinden wird.

Der Titelverteidiger

 

Artemis Racing und  Emirates Team New Zealand unterscheiden sich grundsätzlich bei den sogenannten Grindern. Die Grinder müssen die Energie erzeugen, damit die Foils, die Ruder und das Flügelsegel mit Hydraulik bewegt werden können. Dies geschieht herkömmlich mit Armmuskelkraft, indem sie laufend eine Winch drehen. So ist auch Artemis aufgestellt. Emirates Team New Zealand hat dieses Jahr die Konkurrenz überrascht, indem sie Rad Grinder einsetzt. Dabei sitzen die Grinder auf Rädern und bringen durch ihre Beinmuskelkraft Energie in die Hydraulik. In beiden Booten sitzen mehrere Segel Olympiasieger und Weltmeister.

Die heute angesetzten Rennen verliefen wieder turbulent. Nachdem Artemis den Start des ersten Rennens gewonnen hatte, machten sie gegen Mitte des Rennens einen Fehler, bei einer Halse, als der Luvbug eintauchte und das Schiff abbremste. Dies nutzte Emirates aus und gewann deutlich.

Sieger des 1. Rennens Emirates

Auch im 2. Rennen gewann  Artemis wieder den Start und fuhr ein fehlerfreies Rennen. Emirates versuchte alles, um den Startrückstand zu verkürzen, mußte sich aber dann doch geschlagen geben.

Sieger des 2.. Rennens Artemis

Das 3. Rennen begann wie die zwei vorherigen, Artemis gewann den Start knapp und so ging das Rennen weiter. Die ganze Zeit bis Mitte des Rennes betrug der Zeitabstand nur 1 bis 2 Sekunden. Wir freuten uns schon auf ein packendes Finale, da erwischte es Nathan Outerridge. Der Steuermann von Artemis verließ das Schiff, natürlich unfreiwillig. Bei einer Wende, bei der die gesamte Mannschaft von einem Schwimmer in den anderen wechselt, rutschte er aus und verschwand im Atlantik. Das Boot war kurz führerlos, dann übernahm der Taktiker das Ruder, hatte aber keine Chance mehr, Emirates einzuholen und gab auf. Es gibt anscheinend nichts, was bei diesem Americas Cup nicht passiert.

Nathan Outerridge, Steuermann der Artemis

Jetzt steht es 2:1 für Emrates Team New Zealand, und morgen werden wir uns noch einmal 3 Rennen anschauen.

Das Fliegen wird auch schon probiert
Ein morgendlicher Besucher

 

Mit Drohgebärde

 

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