1.11.24 bis 13.11.24
Während des Flugs nach Malaga kamen wir uns vor wie Ölsardinen, so eng bestuhlt war der Flieger. Wir erhielten aber unmittelbar nach der Landung eine Entschuldigungsemail von Eurowings, dass sie uns den Aufpreis für größere Stzabstände erstatten, da wir den nicht erhalten konnten, da sie den Flugzeugtyp gewechselt hatten.
In Malaga wurden wir von Hartmut abgeholt und zur Unterkunft gebracht. Dort wurden wir von unserer Gastgeberin Burgi herzlich empfangen. Von unserem Ferienhaus waren wir sofort begeistert, alles hochwertig, kreativ eingerichtet mit schönem Blick vom Balkon aufs Mittelmeer.
Wir fuhren dann noch einkaufen.
Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem Balkon bei 23 Grad C erkundigten wir dann die ganze Ferienanlage. Sie besteht aus weiteren 3 Einzelhäusern, einem Haus mit 5 Wohnungen und einem Haupthaus mit Swimmingpool. Alles ist in einem schönen, üppigen Garten eingefügt, so dass jedes Haus keine Sicht auf ein anderes hat. Das Haupthaus ist der Hammer, so etwas habe ich zuletzt in Barcelona von Gaudi gesehen.
Wir haben uns dann um einen Mietwagen gekümmert und diesen günstig für 14 Tage gemietet. Dazu mußten wir mit dem Bus nach Malaga zum Flughafen fahren und dort den Wagen übernehmen.


Den Rest des Tages verbrachten wir in Malaga beginnend mit einem leckeren Essen im Hard Rock Cafe.





Dann entdeckten wir noch 3 Superyachten. Yacht Nr. 1: Sycara V, gehört dem 400 Millionen schweren Amerikaner Ray Catena, 68 m lang, 70 Millionen wert.

Yacht 2: Dynasty, gehört dem 16 Milliarden schweren Usbeken Alijan Ibragimov, 101 m lang, 200 Millionen € wert.

Yacht Nr.3: Alaiya, gehört dem 10 Milliarden schweren Lakshmi Mittal, 111 m lang, 300 Millionen wert

Wir sind also in bester Gesellschaft.
Tags drauf sind wir unseren Spuren in Torre del Mare gefolgt, wo wir schon 2 Mal waren, ein nettes gepflegtes Städtchen.


Dann galt es ein Fahrrad zu besorgen. Der ortsansässige Fahrradladen offerierte im Schaufenster Fahrräder zum Tagespreis von 35€, im Gegensatz zu unserem Tagespreis für unseren Leihwagen von 12€ hielt ich das für überteuert. Also fragte ich Burgi, unsere Gastgeberin, ob sie noch weitere Leihstationen kenne. Sie offerierte mir ein Mountainbike zur kostenloen Nutzung, das ein Gast letzte Woche vom Verleiher für 100€ gekauft hatte, da dies billiger war als eine Miete für den Urlaub und es dann kostenlos hier ließ. Das hat ja wieder gut geklappt, die erste Testfahrt nach Torre del Mare verlief reibungslos, und ich fühlte mich auf dem Rad gleich wohl. Nichtsdestotrotz habe ich dann noch einige Utensilien gekauft: einen Helm, Ersatzschlauch, Werkzeugset, Luftpumpe und Schloss, alles für 45 €.
Es stand unsere erste ernstzunehmende Wanderung auf dem Caminito del Rey, der kleinen Schwester des berühmten Camino del Rey, an. Die Hängebrücke El Satillo, die drittgrößte Hängebrücke Spaniens, stand auf dem Programm. Erst mußten wir 1 Stunde bis zum Startort Cannilas de Aceituro fahren. Von dort führte der Weg steil bergauf, einem alten Viadukt folgend, 4 km auf teilweisen ziemlich ausgesetztem Weg zur Hängebrücke. Diese wurde erst vor ein paar Jahren dort gebaut. Normalerweise kehrt man dann auf demselben Weg zurück, wir wollten allerdings weiter nach Sedella über den gegenüberliegenden Berg und dort den Bus zurück nehmen. Davor stand allerdings ein Aufstieg, wie ich ihn noch nie gemacht hatte. Es war ein Klettersteig zum Teil mit Ketten gesichert. Das war mein Limit. Oben angekommen, teilte sich der Weg, der sowieso nicht gekennzeichnet war, und wir wußten nicht welche Richtung wir einschlagen sollten, 50/50. Dann endete der Weg nach 1 km. Wir sahen tief unter uns die Strasse, wußten aber nicht dort hinzukommen. Dann fiel mir Komoot ein und richtig, er zeigte uns einen Weg, der völlig überwuchert war und uns dann schließlich abenteuerlich auf die Strasse brachte. Wir entschlossen uns dann direkt zum Ausgangsort zu gehen. War ein echtes Abenteuer, gespickt mit körperlichen Herausforderungen, aber auch grandiosen Aussichten in die schöne Natur des Nationalparks Sierra Tejeda. Vor der Heimfahrt, die wir noch mit einer „Fahrt ins Blaue“ um 1 Stunde verlängerten, gab es noch zur Belohnung den cafe con leche.











Die nächste Radtour, die wir Richtung Malaga machten, endete wie alle Radtouren, die ich außerhalb von Wetter/Wengern unternehme, mit einem Platten. So konnte ich die gekauften Utensilien Werkzeug, Pumpe und Schlauch gleich ausprobieren. Ich werde mir wohl doch noch 2 neue Mäntel kaufen.
Ein Ausflug nach Cordoba stand auf dem Programm, 175 km ins Hinterland von Andalusien. Die Anreise erfolgte problemlos und schon hatte ich mich bei der Suche nach einem Parkplatz völlig verfahren und fand mich mitten in der Altstadt in 2 m breiten Strassen wieder. Die zahlreich vorhandenen Touristen wurden dann von mir genötigt in Hausgänge zu verschwinden, damit ich durchkam. Es endete in einer Sackgasse – also wenden und auf demselben Weg wieder zurück, die selben Touristen noch einmal genervt, um schließlich in einem ultraengen Parkhaus den Wagen endlich los zu werden. Immerhin standen wir unmittelbar bei den Attraktionen der Stadt, die wir dann im Laufe des Tages ausgiebig besuchten.


















Da wir nur 170 km entfernt von der Sierra Nevada wohnen, wollten wir uns das einzige Skigebiet der Spanier noch einmal anschauen. Vor Jahren waren wir schon einmal mit dem Wohnmobil dort. Es ist eine grandiose Landschaft und wir konnten bei schöner Fernsicht sogar einen Parkplatz am höchsten Parkplatz ergattern. Von dort auf 2500 m Höhe machten wir noch eine kleine Wanderung.















Ein weiterer Ort, der es wert ist besucht zu werden, ist die weiße Stadt Frigiliana. Es machte wieder viel Spaß durch die engen Gassen der Altstadt zu schlendern und zum Schluß noch ein leckeres Eis zu genießen.













Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Stop in Nerja am Balcon de Europe.




Dann hatten wir Glück. Karten für die Alhambra waren bis in den Dezember hinein ausgebucht. Ich fand eine Seite, die eine Warteliste führt, auf die man sich setzen kann und im günstigsten Fall bekommt man am gewünschen Tag um 8 Uhr morgens die Karten oder eine Absage. Wir erhielten die Karten, und so machten wir uns früh auf die 130 km Anreise nach Granada. Die Alhambra ist wirklich ein Gesamtkunstwerk. Wunderschöne Gärten, Paläste und dann das Highlight, die Nasridenpaläste, für die man eine verbindliche Uhrzeit erhält.





































Nachts gab es dann über die Handys eine Unwetterwarnung auf der Nina App. Starkregen war angekündigt. Am nächsten Morgen war davon nichts zu sehen, es war bewölkt und es hatte etwas geregnet. Ich machte mich auf, das Rad im Auto eingeladen, zu meinem Fahrradhändler nach Torre del Mare, um neue Mäntel montieren zu lassen, da die alten völlig rissig und abgefahren waren. Der Laden hatte zu. Ich rief den Besitzer an, der mir erklärte, es gäbe eine Unwetterwarnung, er dürfe den Laden nicht öffnen, und ich dürfte nicht draussen sein. Fand ich etwas übertrieben, aber auf der Fahrt zurück wurde ich von einem Starkregen überrascht, den ich zuvor noch nie erlebt hatte. In Sekunden sah ich nur Wasser, konnte mich nur im Schritttempo bewegen und die Strasse stand im Nu unter Wasser. Das dauerte nur 5 Minuten, dann klarte es wieder auf, nicht auszumalen, wenn es so mal 1 Stunde oder länger regnet.








