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15.5.2025 bis 21.5.2025

Skopje (Nordmazedonien), Ohrid See, Berat (Albanien), Gjirokastra

Wir befinden uns in Nordmazedonien und stehen auf einem Stellplatz an einer Hotelanlage mit sozialistischem Charme. Nordmazedonien hat 2,1 Mio Einwohner und ist EU Beitrittskandidat.

Heute besichtigen wir die Hauptstadt Skopje, mit 700000 Einwohnern mit Abstand die größte Stadt. Mit dem Bus geht es in die 11 km entfernte Hauptstadt , wo wir von einem einheimischen Stadtführer begrüßt wurden. Er erzählte viel von der wechselhaften Geschichte Mazedoniens, immerhin hat er in seinen 40 Lebensjahren 4 verschiedene Pässe erhalten, da das Land immer wieder geteilt oder anderen Ländern zugeordnet wurde. Es besteht immer noch ein Konflikt mit Rumänien, die im Norden einen Teil Mazedoniens besitzen, sowie mit Griechenland, die einen Teil im Süden beherrschen. Seit 12 Jahren ist Nordmazedonien Beitrittskandidat der EU.

Wir schauten uns die sehr sehenswerte Altstadt an, mit der berühmten Goldgasse, dem Markt, dem mit 89 Jahren ältesten Friseur Skopjes.

Wir gingen über die alte türkische Steinbrücke in die Neustadt. Hier wimmelt es von gewaltigen antik anmutenden Gebäuden und Skulpturen. Der Wahnsinn hat hier vor 10 Jahren Einzug gehalten. 500 Millionen Euro wurden in diese Fake Gebäude investiert, die alle neu sind und historischen Ursprung vortäuschen. Der Gipfel der Sinnlosigkeit ist die Statue von Alexander dem Großen. Nach der Aufstellung gab es Stress mit den Griechen, die das Patronat zu Alexander dem Großen für sich beanspruchen. Man benannte die Statue dann um, heute heißt sie „Reiter auf dem großen Pferd“

Interessant waren die überall stehenden kleinen zum Teil lustigen Skulpturen

Skopje ist auch Geburtsstadt von Mutter Theresa. Nach einem kurzen Aufenthalt in Dublin verbrachte sie dann die meiste Zeit in Kalkutta. Hier in Skopje hat sie gar nicht einen so guten Ruf. Das liegt daran, dass sie sich in Skopje nicht hat sehen lassen nach dem fürchterlichen Erdbeben 1963. Das nahm man ihr wohl übel. Es gibt trotzdem ein kleines Museum und eine Skulptur von ihr.

Dann hatte unsere Reiseleitung für abends noch eine Überraschung für uns. Es gab einen leckeren Snack und Wein und Bier.

Das Wetter schlug um. In ganz Europa sahen wir auf dem Regenradar keine Wolke, nur über dem Balkan gab es ein ergiebiges Regengebiet. Es regnete 48 Stunden ununterbrochen. Die Temperatur wurde einstellig. Trotzdem ging es weiter. Der Ohridsee war das Ziel. Er gehört zu den ältesten Seen der Welt, ein sogenannter Langzeitsee, wie der Baikalsee und mehr als 1 Mio. Jahre alt. Seine Länge beträgt 30 km, die Breite 15 km und die mittlere Tiefe 155 m.

Abends konnten wir die sogenannte Ohrid Forelle genießen, ein echter Genuß.

Nach einer durchregneten, kalten Nacht, drückten alle die Daumen, dass wir für unseren Stadtrundgang in Ohrid und der geplanten Bootstour trockenes Wetter bekommen würden. Hat teilweise geklappt.

Interessant ist, dass in Ohrid, das mit dem See zum UNESCO Welterbe gehört, durch Kyrill und Method das kyrillische Alphabet entwickelt wurde.

Wir besuchten die Periblebtos Kirche mit wunderschönen Fresken.

Beim Bummel durch die Altstadt kamen wir noch am römischen Amphitheater vorbei.

Es folgte die geplante Bootsfahrt bei trockenem Wetter. Vorher mußte noch ein kleiner Hund mit einem Leckerlie verwöhnt werden.

Dann ging es zurück zum Stellplatz, wo gemeinsames Grillen auf dem Plan stand. Als das Fleisch und anderes Grillgut auf dem Rost lag, meinte Petrus uns mit den trockenen Perioden des Tages ausreichend verwöhnt zu haben. Es hieß dann: Grillen im Regen.

Wir verließen Nordmazedonien und reisten, wieder ohne Probleme, in Albanien ein. Zunächst war die Landschaft wild mit steilen Strassen, die teilweise mit großen Schlaglöchern bestückt waren. Dann erreichten wir die Ebene und konnten einige typischen Bilder aus dem Alltag der ärmeren Albanern machen. Überrascht hat uns, dass dort auch Erdöl gefördert wird.

Wir hatten nach 3 Tagen Ruhe vor unserer“Grünen Dame“ in Form von Michi und dachten, er hat gemerkt, dass diese frühen Besuche vielleicht nicht bei jedem gut ankommen. Irrtum -seit 4 Tagen dürfen wir uns wieder jeden Morgen über Fragen nach unserem Wohlbefinden und Smalltalk freuen. Das macht er aber so liebenswürdig, dass man ihm nicht böse sein kann. Auch Ute hat sich mittlerweile an den frühen Besucher gewöhnt.

Diese Reise entpuppt sich auch zur kulinarischen Reise durch den Balkan. Wir haben fast jeden Tag gemeinsame, sehr leckere Essen, die meistens von Seabridge bezahlt werden und so auch nicht im Roadbook stehen. Unsere Vorräte reichen wahrscheinlich bis nach Hause.

Wir müssen noch den Star unserer Gruppe vorstellen: Buddy aus Sprockhövel. Der ist wirklich niedlich und sehr gut erzogen

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Es folgte am nächsten Morgen eine Stadtbesichtigung in Berat, mittlerweile bei wieder sommerlichen Wetter. Berat wird auch die Stadt der tausend Fenster genannt, da die osmanischen Häuser, die an beiden Seiten des Osumi Flusses steil in die Hänge gebaut wurden, große Fenster in gleichmmäßigen Abständen haben. Die Stadt beherbergt Moscheen und Kirchen gleichermaßen und laut unserem Stadtführer leben die unterschiedlichen Religionen friedlich miteinander.

Wir starteten die Besichtigung mit der Burgfestung von Berat. In der leben etwa 2000 Albaner autark von staatlichen Geldern, sie erhalten die Festung selbstständig und leben ausschließlich vom Tourismus durch die Vermietung ihrer Häuser.

Im Onufri Museum werden Werke des gleichnamigen berühmten Ikonen Malers gezeigt.

Dann ging es 100 Höhenmeter runter in den Ort. Unterwegs gab es die unterschiedlichsten Blumen zu bewundern.

Zurück zum Stellplatz „erwischten“ wir Angela bei der Vorbereitung eines weiteren kulinarischen Leckerbissens heute abend zum Briefing.

Die nächste Etappe führte uns nach Süden zur Stadt der 1000 Stufen. Gjirokastra heißt der Ort, den wir nach 140 km erreichten. Auf dem Campingplatz „Family „ wurden wir freundlich begrüßt, und hier bezogen wir einen schönen Stellplatz. Mittlerweile ist wieder Sommer, wir haben 24 Grad C und verbrachten den Rest des Tages mit relaxen.

Gjirokastra gehört zu den ältesten Städten Albaniens und wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Die Besiedelung begann aber schon im 3. Jahrhundert vor Christi. Sie ist Geburtsstadt des ehemaligen Diktators Enver Hoxha, der Albanien zu einer kommunistischen Republik umbauen wollte und ein Schreckensregime führte.

Zunächst besichtigten wir die Burg, die noch sehr gut erhalten ist, einen Uhrenturm hat, und durch bis zu 50 m dicke Mauern nicht eingenommen werden konnte.

Von hier hat man einen schönen Blick auf die einzelnen Stadtteile Gjirokastras, das im Drinotal liegt.

Wir besuchten noch das Skenduli Haus, das älteste Haus Gjirokastras. Hier kann man die typische Möblierung der Häuser der Altstadt sehen.

Im Basarviertel, das sehr touristisch ist, befindet sich die Memi Bey Moschee.

Gjirokastra gehört, wie viele andere Städte in Albanien zum UNESCO Welterbe, steht aber, wie auch einige andere Städte, auf deren roter Liste. Der zunehmende Tourismus und die Möglichkeit mit den Kulturgütern schnell Geld zu verdienen, führt dann zu ungezügelter Bautätigkeit, die den UNESCO Status gefährdet.

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