
15.9. bis 23.9.
Monkey Bay – Carnarvon
Zunächst ging es ein ganzes Stück zurück bis zum Overlander Roadhouse. Unterwegs kreuzten 2 Emus die Strasse. An einem Lookout hatten wir eine gute Sicht auf die riesigen Seewiesen der Bucht.


Dann fuhren wir wieder nordwärts. Am Gladstone Scienic Lookout kann man eine Gedenkstätte für die Verkehrsopfer des Hwys 1 besuchen – etwas schräg.


Den letzten Stop auf dieser Etappe machten wir am Carnarvon Space and Technology Museum. Hier befand sich eine wichtige Kommunikationsstation der Nasa für das Apollo Mondlandeprogramm. Rund um den Globus hatte die Nasa solche Relaystationen errichtet um kontinuierlich Kontakt zu den Raumschiffen zu haben. Hier wurden die Signale empfangen und weitergeleitet, als Armstrong den Mond betrat. Interessant war noch das Fragment eines Eisen/Nickelmeteoriten der aus einem Meteoritenschwarm stammt und vor langer Zeit in Westaustralien niederging. Der größte, bisher gefundene Metoerit wiegt 12,4 t.






Carnarvon – Coral Bay
Ute hatte gestern den halben Tag das Wohnmobil innen gereinigt. Sie konnte den Dreck nicht mehr aushalten. Jetzt ist es richtig wohnlich geworden.
Der heutige Fahrtag hatte keine geplanten Stops. Wir merkten, wie sich die Vegetation veränderte. Es wurde zunehmend trockener. Blumen gab es keine mehr, sondern nur noch kleine Büsche, der Sand wurde rot. Wir passierten den Tropic Of Capricon, den südlichen Wendekreis. Einmal im Jahr, zur Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel, steht die Sonne dann im Zenith. Ab hier beginnen wieder die Tropen. Wir befinden uns in Nordwestaustralien. Das gehört zum Bundesstaat Westaustralien, der der größte Bundesstatt Australien ist. Es ist 7 Mal größer als Deutschland hat aber gerade mal 2,9 Mio. Einwohner




Coral Bay ist interessant, da es am Ningaloo Reef liegt. Dies ist ein 250 km langes Korallenriff, das einzige, neben dem Great Barrier Reef in Australien. Der erste Strandbesuch war schon beeindruckend. Türkisfarbiges Wasser und kleine Fische und Rochen, die bis an den Strand kamen.





Coral Bay
Heute sind wir mit dem Glasbodenboot in die Lagune vor dem Ningalo Riff gefahren. Die Korallen dort sind leider auch größtenteils tot. Neben dem Klimawandel ist in erster Linie dafür ein Zylon 2022 verantwortlich, der genau zu der Zeit hier tobte, als alle Korallen zur Fortpflanzung Eier und Spermien abgaben. Diese waren komplett verloren. Allerdings gibt es bereits Anzeichen, dass sie sich wieder erholen, es dauert nur seine Zeit.







Abends wurden wir von Eva und Lukas zum Grillen eingeladen



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Coral Bay
Für morgens hatten wir einen Ganztagesausflug „Schnorcheln mit Riesenmantas“ gebucht. Gestern hatte ich meine Schnorchelausrüstung getestet und festgestellt, dass die Maske wegen des Bartes nicht ganz dicht hält. Also mußte der Bart heute dran glauben. Leider erfuhren wir dann, dass aufgrund des starken Windes, der Ausflug leider ausfallen muß. Einerseits schade, andererseits konte ich relaxen, hatte Zeit für eine ausgedehnte Strandwanderung und ein glattes Gesicht.



Coral Bay – Karratah
Heute galt es 520 km zu bewältigen. Wir starteten recht früh. Die nächsten 500 km gab es keine Siedlung sondern nur Kupfer-, Eisen- Salz und Goldminen, sowie Gasfelder. Australien lebt von seinen Bodenschätzen, deren Export den größten Teil seiner Wirtschaftsleistung ausmacht. Heute sahen wir auch die sogenannten roadtrains, bis zu 50 m lange LKWs mit bis zu 4 Anhängern.




Die Landschaft veränderte sich wieder, es der Boden wurde rot und dort wo in der Regenzeit kein Wasser steht entstand Steppe. Die Temperatur stieg von 18° auf 36°C. Da muß man im Führerhaus schon mal kreativ werden um der Sonneneinstrahlung zu entkommen. Auch haben wir die Passatwindregion verlassen, die uns in den letzten Tagen sehr starken und nachts sehr kalten Wind brachten.





Die einzige Möglichkeit zu tanken gibt es im Nanutarra Roadhouse, nach 250 km, was auch nötig war, da wir so starken Gegenwind hatten, dass unsere „Schrankwand“ 25 l/100km verbrauchte. Das Australien anders mit Entfernungen umgehen als wir sah man dann an einem großen bunten Willkommensschild der City of Karratah, wobei der Ort erst 160 km weiter beginnt. Dort wurden wir dann mit gelb blühenden Bäumen empfangen.

Karratha – Port Hedland
Auf dieser 250 km Etappe gab es einiges zu sehen und zu lernen. Der hiesige Hafen Dampier ist der größte Schüttguthafen der Welt mit 270 Mio. t Ladung/Jahr. Noch größer, aber nicht nur durch Schüttgut ist Port Hedland mit 540 Mio. t. Das erklärt auch die Dimensionen der Road Trains und Züge. Diese sind bis zu 3 km lang , haben über 200 Waggons, transportieren 28.000 t Erz je Fahrt und verkehren zwischen dem Bergbaustandort Newman und Port Hedland. Interessant ist, dass sie völlig autonom fahren. Auf unserer Strecke hatten wir einen Schwertransport vor uns, auf dem ein riesiger Minenkipper transportiert wurde, dessen Breite über beide Spuren ging. Voraus fuhren 2 Pilot Wagen, die den Gegenverkehr warnten und dafür sorgten, dass die Strassen frei blieb. Nach einiger Zeit machte der Fahrer des hinten fahrenden Pilot Wagens Handzeichen zum Überholen, das war dann Millimeterarbeit.






.Wir besuchten einen schönen Picknickbereich und 40000 Jahre alte Felszeichnungen in Dampier. Dort steht auch das Red Dog Museum. Hier wird der Pilbara Wanderer, ein Strassenhund geehrt, der am 21.11.79 starb. Dieser Hund verstand es mit Lkws und Autos die ganze Westküste zu bereisen und so einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen.





Dann ging es an Raffenerien und Salinen vorbei. Auf einem Salzfeld entdeckten wir Elvis und eine motorisierte Gans, nach dem Motto: Kunst am Salz . Es folgen noch alte Gebäude aus der Frühzeit der Besiedlung um 1860. Die Temperatur stieg bis auf 38°C, wir sind endgültig in den Tropen angekommen. Allerdings werden die Tage wieder kürzer, da wir nordwärts reisen und uns damit dem Äquator nähern.






Port Hedland – 80 Miles Beach
Heute haben wir den industriell dominierten Teil Westaustraliens verlassen. Einige Road Trains und Züge zeigten sich noch, aber dann wurde es verkehrstechnisch sehr ruhig. Die Landschaft war eintönig. Wir legten lediglich am einzigen Roadhouse einen Tankstop ein. Die Temperatur stieg auf 40°C.




Der 80 Miles Beach ist eigentlich 200 km lang und schneeweiß. Er wird von den Australiern bevorzugt zum Angeln genutzt. Das passiert von ihren 4×4 Fahrzeugen aus mit denen sie auf den Strand fahren. Das Baden wurde uns nur auf eigene Gefahr empfohlen, da es hier im Meer schon Tiere gibt, denen man nicht begegnen möchte.







Abends wurden wir von der Reiseleitung zum Sundowner am Strand eingeladen.






Hier auf dem Platz kann man wieder Tiere beobachten.





80 Miles Beach – Broom
Es folgte wieder eine längere Etappe ohne geplante Stops. Wir hatten extremen Gegenwind und ich mußte die Geschwindigkeit anpassen, um mit einer Tankfüllung auszukommen von einem Roadhouse zum anderen. Bei 90 km/h verbrauchte er 25 l/100 km, also verlangsamte ich auf 80 mit einem Verbrauch von 15 l/100 km, das reichte dann. Unterwegs fuhren wir an einer riesigen Fläche verbrannter Bäume und Büsche vorbei und erreichten einen Teil des aktiven Brandes. Hier wird nur gelöscht, wenn Häuser gefährdet sind.





Auf dem Campground in Broome empfing uns ein australischer weißer Ibis. Auch hier ging es natürlich zum Sonnenuntergang.





Broome
Der Tag begann mit einem Alkoholtest

Sehenswert in Broome ist der japanische Friedhof. Broome entwickelte sich im 19 Jahrhundert zur Perlenstadt und zog tausende japanische Korallen- und Perlentaucher nach Broome. Durch Ertrinken. Der Taucherkrankheit und den Zyklonen verloren viele davon ihr Leben. Im hinteren Bereich werden Christen beerdigt und wie man sieht mit einer anderen Begräbniskultur.



Dann schauten wir noch im Public Beach und am Hafen vorbei und schreckten eine Schar Pelikane auf. Am Horizont über dem Meer waren die Rauchschwaden des Buschfeuers von gestern zu sehen, dass seit dem 7.9. bereits brennt.







Abends ging es noch einmal zum Strand.


Anschließend genossen wir noch ein kleines Didgeridoo Privatkonzert auf dem Platz, das unsere Reiseleiter organisiert hatten.

