Verspätetes Lebenszeichen aus Lanzarote

Tag 1 bis 8

Auf Empfehlung unseres Freundes Peter aus Stelle, sind wir auf den Club La Sanata aufmerksam geworden.

Wir wollten noch etwas Sonne tanken und Sport treiben.

Der Hinflug mit Condor war ok und so kamen wir nach knapp 4 Stunde Flug in Lanzarote an. Das Wetter war wie erwartet gut und per Taxi ging es dann 25 km quer durch die Insel zum Club La Santa.

Dieser Club ist nicht zu vergleichen mit Robinson oder Aldiana Clubs. Hier geht es nur um Sport. Täglich werden bis zu 70 Kursaktivitäten angeboten, und er ist damit der größte Sportclub Europas.

Der Club verfügt über ein komplettes Leichtathletikstadion, eine Multifunktionshalle, 3 Schwimmbecken mit 24 x 50m Bahnen, 600 Rennräder, Mountainbikes, einen Spinningraum, ein Fitnessstudio, Tennisplätze, Padel Tennisplätze, Badmintonfelder, Squaschplätze, eine Driving Range, mehrere Kursaußenplätze, eine Minigolfanlage, diverse Beachvolleyballfelder, Strandfußballfelder, Strandtennisplätze, eine Tauchbasis sowie eine eigene Lagune für alle Wassersportmöglichkeiten. 90 % der Trainer sind Dänen, 70 % der Gäste sind auch Dänen. Die Clubsprache ist Englisch.

Der Pflegezustand des Clubs ist 1a, er wurde Mitte 2016 komplett renoviert und erweitert.

Poolanlage
Poolanlage bei Nacht
Poolanlage bei Nacht
Blick auf die Lagune
Blick auf die Lagune
2  50 m Becken a 8 Bahnen
Leichtathletikstadion
Leichtathletikstadion

 

Drivingrange

Unser Tagesablauf sah in der Regel wie folgt aus: Ute buchte Yogakurse und joggte nachmittags auf der Laufbahn. Ich lieh mir ein Rennrad, für Interessierte, der Marke Cannondale, und begann vormittags meine Rennradtour. Abends besuchten wir dann gemeinsam noch einen Spinningkurs.

Nach 2 Tagen waren wir beide fertig und entschieden, einen Ruhetag einzulegen.

Wir mieteten für den Tag einen vollausgestatteten Opel Astra für 40 € und beschlossen, es den Chinesen gleich zu tun. Die Chinesen bereisen Europa in 1 Woche, wir Lanzarote an einem Tag.

DieTour startete mit dem Besuch des Parque Nacional de Timanfaya, auch bekannt als die Feuerberge. Auf keinem anderen Teil der Insel Lanzarote sind die vulkanischen Aktivitäten, die vorrangig zwischen 1730 und 1736 stattgefunden haben, so deutlich zu sehen. Etwa 100 Vulkankegel sind dort durch die heftigen Eruptionen entstanden, 10 Dörfer wurden unter der Lavamasse begraben und ein Großteil der Ackerfläche in eine Steinwüste verwandelt.

Mit dem Bus fuhren wir durch die Lavafelder und an den Vulkanen vorbei. So muß es auch auf dem Mond aussehen.

Parque Nacional de Timanfaya
Parque Nacional de Timanfaya
Parque Nacional de Timanfaya
Parque Nacional de Timanfaya
Parque Nacional de Timanfaya

 

Weiter ging es über die Stadt Yaiza an die Westküste nach El Golfo, welches ein netter Fischerort mit Flair und urigen Restaurants ist, der von Einheimischen als Feriendomizil genutzt wird. Sehenswert ist die giftgrüne Krater-Lagune und der Überrest eines Vulkankraters, der in der Eiszeit entstand und sich halbrund zum Meer hinwendet.

El Golfo
El Golfo
El Golfo

 

Etwas weiter südlich besichtigen wir Hervideros (übersetzt etwa Blaslöcher), steil abfallende meterhohe Felsen, die durch die Meeres-Erosion je nach Beschaffenheit des Gesteins verschiedenartig erodiert  sind,  so dass Höhlen, Trichter und Einbuchtungen entstanden, an und in denen sich Meereswellen tosend brechen und in Schaumfontänen hoch aufspritzen.

Hervideros

 

Hervideros

 

Hieran schloss sich der Strand von Janubio an, eine pechschwarze, breite Lava-Sandbank, weniger als 300 Jahre alt und entstanden durch den Ausbruch des Vulkans von Timanfaya.

Danach stoppten wir an den Salinas de Janubio und konnten die Salzfelder und die zur Ernte vorbereiteten Salztürmchen sehen.

Salinas de Janubio
Salinas de Janubio

 

Dann ging es an die Playa Blanca, wo es erst einmal einen café con leche gab.

Nach einem kurzen Stop an der neu entstandenen Marina Rubicon steuerten wir die Playa Papagayo an. Die Straße ist mautpflichtig. Sagte ich Strasse? Es führt eine unbefestigte etwa 4 km lange, staubige, mit 1 Million Schlaglöcher versehene Piste bis zum Parkplatz. Man befindet sich dann an einer Steilküste mit atemberaubenden Aussichten auf mehrere weiße Sandstrände und auf die gegenüberliegende Playa Blanca. Schöner kann man seine mitgebrachten Lunchpakete nicht genießen.

Marina Rubicon
Marina Rubicon
Marina Rubicon

 

Playa Papagayo
Playa Papagayo
Playa Papagayo

Nach dieser Pause ging es dann nach Costa Teguise, wo wir uns eine Appartementanlage ansehen wollten, die wir empfohlen bekamen, um vielleicht einmal einige Winterwochen auf Lanzarote zu verbringen. Leider war der uns mitgeteilte Einrittscode wohl veraltet und so konnten wir nur von außen in den Innenbereich schauen. Sah aber ganz nett aus.

Das nächste Ziel war der Jardin de Cactus. Der hat mir echt gefallen. Super angelgt und bepflanzt mit 1000 Arten. Dort gab es ein kleines Cafe mit schönem Blick auf den Garten und den 2. café con leche für uns.

Jardin de Cactus
Jardin de Cactus
Jardin de Cactus
Jardin de Cactus
Jardin de Cactus
Jardin de Cactus

Danach machten wir uns zum Jagos del Algua auf, einer Schöpfung von César Manrique. Das ist eine Grotte mit angeschlossenem 6 km langem Höhlensystem, in dem sich ein See mit seltenen Krebsen, ein Restaurant, ein Theater und ein Swimmingpool befindet. Eigentlich hatte ich erwartet auch in die Höhlen zu gelangen, aber das ist nicht vorgesehen. Von diesem Stopp waren wir etwas enttäuscht, obwohl die Anlage schon sehr schön angelegt ist.

Jagos del Algua
Jagos del Algua
Jagos del Algua

 

Aus Zeitgründen ließen wir die Cueva Los Verdes aus und begaben uns zum Mirador del Rio, um dort den Sonnenuntergang zu erleben. Dies war wieder ein Höhepunkt unseres Ausfluges. Eine super Aussicht auf die vorgelagerte Insel La Graciosa und den Küstenlinien. Die Sonne gab auch ihr Bestes und versank kitschig im Atlantik.

La Graciosa
Mirador del Rio
La Graciosa

 

La Graciosa

 

Mirador del Rio
Mirador del Rio

 

Mirador del Rio

Die Rückfahrt meisterten wir auch und hatten einen gelungenen Ausflug erlebt.

An den nächsten Tagen stand wieder der Sport im Mittelpunkt.

Meine Radrunde, 40 km mit 550 Höhenmeter, absolvierte ich zusehens entspannter und konnte mehr und mehr auch die Landschaft genießen.

mein Quälgeist
Impressionen von meiner Radtour
Impressionen von meiner Radtour
Impressionen von meiner Radtour

Ute besuchte am Sonntag den Markt in Teguise, der sehr groß und bekannt ist und verbrachte mit einer Clubangestellten, die auch alleine mitfuhr, gemeinsam eine sehr schöne Zeit.

Auch an den letzten Tage hielten wir unsere sportlichen Aktivitäten durch und hatten schlussendlich eine wunderschöne Aktivwoche auf Lanzarote, bei bestem Wetter, in einem sehr zu empfehlenden Club verbracht.

 

 

 

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2 Antworten auf „Verspätetes Lebenszeichen aus Lanzarote“

  1. Hallo ihr Zwei.
    Ihr seid ja sowas von aktive ich bin echt platt. Wenn ihr so weiter macht geht es bald zur Olympiade.
    Wunderschöne Bilder und wieder toll geschrieben. Kommt gut ins neue Jahr. Freue mich wenn wir uns wieder sehen.

    Lg. Renate

  2. Hallo Ihr Sportler,
    schön dass es Euch im La Santa gefallen hat…
    ich/wir haben auch mal wieder Lust auf Lanzarote bekommen und werden dort sicherlich nochmals wieder hinfahren…
    Zum Radeln ist es halt ein bisschen hügelig und ich war immer wieder froh wenn es den Berg hinab ging zum Club…
    Liebe Grüße!
    Anne & Peter

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