8. Lebenszeichen Südafrika – Botswana – Simbabwe – Namibia

 

Tag 42 bis 46

Die Kapstädter leiden seit 3 Jahren unter der Trockenheit und rationieren den Wasserverbrauch je Einwohner auf 50 l, kaum sind wir da, regnet es. Bereits in der Nacht fing es an, und am Morgen war es sehr bewölkt.

Heute stand die Besichtigung Kapstadts auf dem Programm. Morgens wurden wir mit dem Bus abgeholt, und ein deutschsprachiger Stadtführer begrüßte uns. Eigentlich sollten wir in Kapstadt auf 10 neue Mitreisende, sowie auf Christa, der neue Assistentin von Christine, stoßen, aber ein Mitreisender hatte am Flughafen 3 Mal die falsche PIN eingegeben, als er Rand aus dem Geldautomaten ziehen wollte. Dies führte zu Verzögerungen, so dass wir ohne sie mit der Stadtrundfahrt begannen. Es waren auch nur 6 Personen in Kapstadt gelandet, die anderen sollten angeblich den Flug verpaßt haben.

Der Tafelberg war voll in Wolken gehüllt, damit war an eine Gondelfahrt zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken. Wir fuhren auf den Signal Hill, ein vorgelagerter Berg, von dem man auch eine schöne Aussicht auf Kapstadt hat. Es lockerte etwas auf und die Sicht wurde besser. Mittags stand die Entscheidung an, auf den Tafelberg zu fahren aber der Gondelbetrieb war jetzt aufgrund zu starker Winde eingestellt.

Stattdessen machten wir mit dem Stadtführer einen geführten Spaziergang durch Kapstadt, trafen auf die verspäteten „Neuen“ und hatten danach den Rest des Tages zur freien Verfügung.

Kaum waren wir abends wieder an den Wohnmobilen, fing es wieder an zu regnen, den Kapstädtern sei es gegönnt. Morgen soll das Wetter wieder besser werden.

Kapstadt mit Tafelberg
Kapstadt
Robben Island, Mandelas Gefängnisinsel
bunter Stadtteil in Kapstadt
Parkbewohner
WM Stadion Kapstadt
Greenmarket
Protea, Nationalblume Südafrika
Protea, Nationalblume Südafrika
alter Sklavenmarkt in Kapstadt
Gedenkstätte an die Sklaverei
Namen von Sklaven

Unser Stadtführer berichtete am nächsten Tag, dass der gestrige Regen das Thema der Kapstädter sei. In unseren Breiten würde man den Regen als normale Luftfeuchtigkeit bezeichnen.

Der Tag war wieder voll beplant und wir begannen mit der Kaprundfahrt. Den ersten Teil der Strecke, bis Hout Bay, hatte ich gestern schon mit dem Sightseeing Bus gemacht, allerdings bei bestem Wetter. Dann überquerten wir die Halbinsel und über Simons Town, auf einer wunderschönen Küstenstrasse, fuhren wir in den Table Mountain Nationalpark zum Kap der Guten Hoffnung.

Kaprundfahrt, Hout Bay
Kaprundfahrt
Elanantilope
Kap der Guten Hoffnung

Dort waren wir nicht alleine und es galt sich anzustellen, um das Photo mit dem Holzschild zu machen.

Christine hatte sich wieder eine Überraschung ausgedacht und baute eine Sektbar auf. Dann stieß die ganze Gruppe auf die schöne Reise und das Erreichen des Kaps an.

Gruppenfoto am Kap

Das Wetter wurde jetzt wieder gut und ich unternahm eine kleine aber anspruchsvolle Wanderung zum Cape Point. Dort nahm uns der Bus wieder auf und weiter ging es zum Boulder Beach, zur Pinguin Kolonie. Es machte Spaß die Pinguine so nah zu beobachten. Schamlos trieb es ein Pärchen hinter Büschen. Ein anderes war schon weiter und hatte sich um 2 Eier zu kümmern. Bei der Familie nebenan, sah man schon ein neu geschlüpftes Wesen. Eifrig wurden woanders Bruthöhlen ausgehoben oder vom Nachbarn Nistmaterial geklaut. War sehr kurzweilig.

Kapwanderung
Kapwanderung
Kapwanderung
Kapwanderung
Pinguinkolonie Boulder Beach
Pinguinkolonie Boulder Beach
Pinguinkolonie Boulder Beach
Pinguinkolonie Boulder Beach
Pinguinkolonie Boulder Beach

Am nächsten Tag hieß es Abchied nehmen von Kapstadt. Es ging Richtung Stellenbosch der Weinregion des Kaps. In der Umgebung von Stellenbosch gibt es mehr als.80 Weingüter, 3 davon galt es zu besuchen und 2 Weinproben standen an.

Nach dem Abstellen der Wohnmobile in Stellenbosch, fuhren wir mit dem Bus zum Weingut Delheim. Dort wurden 5 Weine verköstigt, mit entsprechenden Erklärungen eines Mitarbeiters.

Weinprobe beim Weingut Delheim
Weingut Delheim

Dann ging es zum Weingut Camberley. Dort war es ganz fein. Auf der Terasse, mit freinem Blick auf den Tafelberg, wurde zunächst Sekt angeboten. Dann folgten Lachshäppchen. Dann gab es 2 Weinproben, unterbrochen mit Springbockcarpachio. Beim anschließenden Mittagessen gab es Strauß und 3 weitere Weinproben. Das ganze hatte Stil. Schließlich wird ein Wein dieses Weingutes auch in der 1. Klasse der Lufthansa angeboten.

Weingut Camberley
Weingut Camberley
Weingut Camberley

Das dritte Weingut, das wir besuchten, besichtigten wir nur kurz, aus dem Grund, weil es völlig anders war, als die beiden anderen. Es hieß Tokaro, war ganz modern gestaltet und mit moderner Kunst geschmückt. War ein interessanter Kontrast zu den vorherigen.

Kunst beim Weingut Tokaro

Dann hatten wir noch etwas Freizeit in Stellenbosch.

Der nächste Tag bot eine landschaftlich schöne Strecke durch die Weinbauregion von Stellenbosch und Franschhoek bis zum Atlantik nach Hermanus.

Über den Sir Lowry’s Pass ging es zu einem Aussichtspunkt, von der man einen atemberaubenden Ausblick auf die False Bay und den Tafelberg im Hintergrund hatte. In der Ebene besuchten wir kurz Gordon’s Bay mit einem schönen weißen Strand.

Dann folgten 10 km auf einer Küstenstrasse, die zu den schönsten Südafrikas zählt.

Panoramaküstenstrasse nach Hermanus
Panoramaküstenstrasse nach Hermanus
Panoramaküstenstrasse nach Hermanus
False Bay
False Bay mit Tafelberg
Gordon’s Bay
Gordon’s Bay
Blinder Pasagier

Wir erreichten Betty’s Bay und damit die zweite Pinguinkolonie, die wir besichtigten.

Pinguinkolonie Betty’s Bay
Pinguinkolonie Betty’s Bay

Danach fuhren wir Richtung Hermanus und bezogen unser Camp.

Wenn ich in der Schule besser aufgepasst hätte, wüßte ich, dass das Kap der Guten Hoffnung nicht der südlichste Punkt Afrikas ist, sondern Cape Agulhas. Da ich aber nicht der Einzige mit diesem Wissensdefizit zu sein scheine, hatte Seabridge dieses Ziel mit in die Reise aufgenommen. Diese Fahrt stand am nächsten Tag auf dem Programm.

Vorher sahen wir uns aber noch Hermanus an und frühstückten in einem sehr schönen Cafe am Meer. Hermanus hat uns sehr gefallen. Es ist ein sehr gepflegter Ort mit vielen Geschäften und Freizeitangeboten.

Bucht bei Hermanus

Die weitere Fahrt verlief im Vergleich zu den Vortagen etwas trister. Wir sind eben schon verwöhnt, dass uns eine Aussicht auf den Atlantik nicht mehr zum Anhalten bringt.

In Cape Agulhas bezogen wir unser Camp und gingen etwa 1,5 m zum Kap. Hier kommen von links der Indische und von rechts der Altantische Ozean zusammen. Im Gegensatz zum Kap der Guten Hoffnung herrscht hier noch kein Massentourismus.

Cape Agulhas
Indischer Ozean
Atlantischer Ozean, oder doch umgekehrt?
Leuchtturm vom Capa Agulhas
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6 Antworten auf „8. Lebenszeichen Südafrika – Botswana – Simbabwe – Namibia“

  1. Ja, herzlichen Dank für die sehr lebhafte und spannende Berichterstattung über die Reise. Es hat Spaß gemacht so weit entfernt, und doch so nah dabei zu sein. Ich denke, ihr habt die letzten Tage der Reise noch voll genossen. Vielleicht freut Ihr euch ja auch nach so langer Zeit wieder mal in D-Land zu sein. Ja, also dann noch gutes Gelingen für den Rest der Reise.
    Dann bis demnächst!‍♂️‍♀️
    Gruß Hartmut

  2. Wahnsinn Eure Erlebnisse
    Es ist immer wieder herrlich, zwischendurch, wenn ne Mußestunde angesagt ist, in Euren Erlebnissen und tollen Aufnahmen zu
    stöbern….
    Danke schön
    Kommt gut nach Hause, und bis bald
    Herzlichst
    Monika und Burkhard

  3. Danke auch für die letzten wunderschönen Fotos! Euch einen guten und pannenfreien Abschluß und einen guten Flug nach Hause. Schön, Euch dann mal wieder zu sehen 🙂
    LG, Martina

  4. Hallo Ute, hallo Manfred,

    bei all dem Neid, den Ihr mit dem Blog auslöst, fällt der letzte Betreff schon auf. Müssen wir uns Sorgen machen? 🙂
    Wir wünschen Euch einen guten Rückflug und freuen uns auf das Wiedersehen.
    Obwohl hier der zarte Frühling aufkeimt: Stellt Euch auf einen harten Klimawechsel ein.

    Beste Grüße
    Maria und Joachim

  5. Hallo Reisende,

    ich komme mit dem lesen kaum nach. Macht weiter so. Wir grüßen euch aus dem -10 Grad kalten Wetter. Tanja zieht am 24.03.18 endlich um und dann gehts bei uns los. Wenn ihr also irgendwann mal aus diesem wahnsinns Urlaub wieder kommt sind wir vielleicht schon im Vivaldi.
    Lg. Renate und Uwe

  6. Hallo Weltenbummler,
    nach den wieder sehr spannenden Zeilen und Bildern stellt sich so langsam bei mir die Frage, wo nehmt ihr den die ganze Energie und Power her, die man ja mit Sicherheit für so eine Rundreise benötigt. Da kann ich nur sagen „Hut ab“. Ich habe so den leisen Verdacht, dass abends am Lagerfeuer vielleicht was geraucht oder verteilt wird. Denn alles Erlebte vom Tag zu verarbeiten, und wieder genug Kraft für den nächsten Tag zu tanken, ist schon olympische Leistung. Wann ist die nächste Dopingkontrolle!!??.

    Ihr merkt schon, da kommt nur der pure Neid durch. Aber ich wünsche Euch trotzdem, dass Ihr weiterhin so unter Strom und Dampf steht und das Alles so intensiv genießt.
    Grüße Hartmut

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