7. Lebenszeichen Dänemark – Schweden 2018

Die Nacht war kurz, und um 6 Uhr standen wir am Fährableger. Die Abfertigung war zügig und dann hieß es wieder 3 ½ Stunden entspannte Fährfahrt nach Oskarshamn. Danach ging es direkt nach Kalmar, wo wir den letzten Stellplatz in Schlossnähe beziehen konnten.

Kalmar war wieder eine nette, lebendige Stadt, in der wir den Rest des Tages verbrachten. Auf dem zentralen Platz, wurden wir Zeuge vom Soundcheck einer Abba Coverband, die, wie sich heraus stellte, abends ein kostenloses Konzert gab. Das besuchten wir und irgendwie passten die alten Abba Hits zu unserem Schwedenurlaub.

Kalmar Schloß
Abba Cover Band Kalmar
Sandskulptur Kalmar
Sandskulptur Kalmar

Am nächsten Tag begann unser Besuch Ölands.

Auf Öland verbrachten wir 3 Tage, allerdings sind wir mit der Insel nie ganz warm geworden. Es gibt so gut wie keine Küstenstraßen, so dass man die recht großen Entfernungen im Inland zurücklegt. Die Vegetation ist entweder steppen ähnlich, bewaldet oder landwirtschaftlich genutzt, nicht langweilig aber auch nicht spektakulär. Außerdem eignet sich die Insel nicht für Freisteher wie wir, da es überall Verbotsschilder gibt. Als Attraktionen wurden Windmühlen, alte Steine, meist aus Gräbern stammend, und unzählige Badestellen empfohlen. Letztere erreicht man nur durch Stichstraßen. 3 Badestellen hatten wir dann aufgesucht, die aber nicht mal schön waren. Das Wasser roch unangenehm, wahrscheinlich durch dem heißen Wetter geschuldete, verstärkte Algenbildung.

Also ignorierten wir die anderen 200 Badeempfehlungen und fuhren die Insel von Süden nach Norden ab. Des weiteren gibt es noch die quer über den Süden der Insel errichtete Karl X Gustav mur, eine aus Steinen errichtete Mauer.

Auf der Westseite fanden wir dann doch noch eine schöne freie Übernachtungsmöglichkeit am Meer und auch eine schöne Straße, die eine Zeit lag am Wasser lang führte.

Karlevistinen, 1000 Jahre alter Runenstein
Grabfeld von Gettlinge aus der Eisenzeit, Gräber in Schiffsform angeordnet
Öland
Öland
Der lange Erik an der Nordspitze Ölands
Der lange Jan am Südzipfel Ölands
Öland
Burg von Eketorp
Öland

Eigentlich wollten wir danach die Insel verlassen, gerieten dann aber in einen Megastau. Es war Sonntag und die ersten 3 Wochen der Ferien waren vorüber. Das hatten wir nicht auf dem Schirm gehabt. Nachdem wir 1 Stunde gen Süden schlichen und es noch 35 km bis zur Festlandsbrücke waren, bogen wir rechts ab und entschlossen uns in Borgholm zu bleiben. Das war eine gute Entscheidung, denn Borgholm war ein quirliger Urlaubsort mit einem schönen Hafen und natürlich mit Anbindung an Solliden, dem Sommersitz des schwedischen Königshauses. Dahin führte dann auch ein kleiner Spaziergang. Den Eintritt von 12€ pro Nase schenkten wir uns dann und investierten das gesparte Geld teilweise in Eis und Kaffee.

Borgholm

Was wir aber positiv Öland betreffend in Erinnerung behalten werden, sind die schönsten Sonnenuntergänge, die wir bisher in Schweden gesehen haben.

Sonnenuntergang Öland
Hier ist der Beweis, ich habe einen Heiligenschein
Sonnenuntergang Öland

Am nächsten Tag fuhren wir dann entspannt über die 6 km lange, beeindruckende Kalmarsundbrücke, und dann weiter südwärts nach Karlskrona. Es folgte ein Stadtbesuch und den Rest des Tages verbrachten wir am Wohnmobil, dass wir wieder frei am Hafen platzieren konnten.

Karlskrona

Wir beschlossen noch einen Tag zu bleiben und eine Fahrt durch die Schärengärten Karlskrona zu machen. Die Fahrt dauerte 3,5 Stunden und führte zu den Inseln Tjurkö, Säljö, Sanda, Senoren, Yttre Park, Ytteron, Inlängan und Stenshamn. Das Wetter war wieder, wie schon in den letzten Wochen, sehr schön.

Schärenfahrt Karlskrona
Schärenfahrt Karlskrona
Schärenfahrt Karlskrona

Nach der Fahrt besuchte Ute noch das Marinemuseum. Ich hatte dazu keine Lust und fuhr zum Wohnmobil. „Ich hab noch eine Überraschung für Dich“, mit diesen Worten kam Ute nach ihrem Besuch zurück. Sie sagte aber nichts weiter. Nach dem Abendessen meinte Ute, wir müßten noch mal mit den Fahrrädern zum Hafen fahren. Das taten wir dann auch. Am Hafen befand sich der kostenpflichtige Stellplatz für Wohnmobile.

Als wir durch die Reihen fuhren, entdeckte ich plötzlich Elisabeth und Armin aus der Schweiz, die mit uns die Südafrikareise Anfang des Jahres gemacht hatten. Ute hatte sie auf ihrer Rückfahrt zum Wohnmobil zufällig entdeckt. Die Wiedersehensfreude war natürlich auf beiden Seiten groß und wir verbrachten dann einen sehr schönen Abend bei ihnen in Ihrem nagelneuen Wohnmobil. Sie kamen gerade vom Nordkap und wollten wieder nordwärts nach Stockholm und dann mit der Fähre nach Tallin, wo die nächste Seabridgetour „Die Schätze Russlands“ startet. Im nächsten Jahr haben sie schon die Seidenstrassentour gebucht und in 2020 geht es für sie auf dem Landweg nach Australien, wo sie dann noch 1 ½ Jahre verbringen möchten.

Die nächsten Tage führten uns über Kristianstad, Käseberga,Ystad, nach Koge.

Das südliche Schweden haben wir als nicht so eindrucksvoll erlebt, als Mittelschweden oder Lappland. Die Landschaft wird vorwiegend landwirtschaftlich genutzt und gilt als die Badewanne Schwedens, mit unzähligen Badebuchten. Einige alte Grabstätten hatten wir besucht, aber davon gibt es viele, und die Besuche des Wickingergrabes bei Käseberga und des Kungagravens in Kivik hatten dann auch unseren Hunger nach alten Steinen gedeckt.

Kivik, Kungagraven
Kivik, Kungagraven, alte Grabplatten
Ales Stenar, Käseberga, größte Schiffsetzungsgrabstätte Schwedens
Ales Stenar, Käseberga, größte Schiffsetzungsgrabstätte Schwedens
Hafen Käseberga

In Koge bezogen wir ausnahmsweise mal einen Campingplatz, da „große Wäsche“anstand. Wir verlängerten dann noch einmal um 1 Tag, schauten uns Koga an und genossen mal einen Tag mit Nichtstun.

 

 

 

 

 

 

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