4. Lebenszeichen 2021 Litauen, Lettland, Estland, Polen

17.8. – 25.8.

Von Lümanda ging es, nach einer stürmischen Nacht, dann nordwärts, die Küstenlinie entlang zum ersten Etappenziel, den Klippen von Panga. Dort unternahmen wir eine kleine Wanderung, den Klippen entlang mit sehr schönen Aussichten.

Dann folgten, als nächste Station, die Mühlen von Angla. Dort sind 7 Bockwindmühlen zu besichtigen, die letzten der Insel. Früher soll es bis zu 800 Mühlen auf Saaremaa gegeben haben.

Hier fand ich auch mein neues Reisemobil, exklusiv lackiert.

Mein Neues

Wir verließen Saaremaa und erreichten mit der Fähre die dritte Insel, Hiumaa. Da es schon spät war, steuerten wir den kleinen Hafen Haldi Sadam an. Dort steht noch eine verlassenen Fischfabrik, die man gut als“ lost place“ bezeichnen kann. Wir übernachteten am neuen Hafen ganz alleine und sehr ruhig.

Der folgende Tag stand unter dem Motto: Leuchttürme besichtigen. Als erster folgte der Leuchtturm von Köpu, der bereits im 15. Jahrhundert errichtet wurde, mit sehr eindrucksvoller Bauweise und kilometerweit im Inland stehend.

Dann folgte Ristna Tuletorn, ein Turm ganz in rot und an der Küste stehend.

Schließlich landeten wir bei Tahkuna, ganz in weiß, ebenfalls wie der rote im 18. Jahrhundert errichtet. Dort befindet sich auch eine freistehende Glocke, die bei Wind selbstständig läutet. Dies ist das Denkmal an den Untergang der Estonia im Jahre 1994.

Weiter ging’s nach Kärdla, wo wir 2 5l Kanister mit Wasser aus dem dort befindlichen artesischen Brunnen füllten. 

Damit beendeten wir die Inselbesichtigung von Hiumaa, nahmen in Heltermann die Fähre nach Rohhküla auf dem Festland und fuhren zum Campingplatz nach Haapsalu.

Haapsalu hat ein beeindruckendes Eisenbahnmuseum und einen gut restaurierten Bahnhof. Außerdem gibt es dort eine alte Bischofsburg. 

Die nächsten 3 Nächte verbrachten wir in Tallin. Wir fanden einen Stellplatz direkt an der alten Stadtmauer, nicht gerade leise aber super gelegen. 

In Tallin fuhren wir wieder mit dem bewährten Hop On Hop Off Bus, um einen Überblick zu erlangen und Details zur Geschichte Tallins zu erfahren. Wir unternahmen mehrer Spaziergänge durch die gut erhaltene Altstadt mit Kathedrale und besuchten mit dem Bus das Segelolypiazentrum in Pireta.

Am Freitag feierte Tallin ihren Unabhängigkeitstag. Nachmittags konnten wir von außen ein Konzert mitverfolgen, und abends gab es eine feierliche Kranzniederlegung am Kreuz der Freiheit.

Dann verließen wir Tallin und arbeiteten uns auf kleinen Straßen ostwärts an der Küste entlang von Loksa, Vinistu, Käsmu, Vösu, Vainupea bis zum sehr schönen Campingplatz Mereoja in Purtse. 

Abends wurde wieder einmal gegrillt und am nächsten Tag Wäsche gewaschen und abends ein am Strand liegendes, sehr schönes, estnisches Lokal besucht.

Unser nächstes Ziel war die Grenzstadt Narva. Vorher passierten wir noch Sillamäe, eine geheime Stadt, die es nach dem 2. Weltkrieg auf keiner Karte gab. Die estnische Bevölkerung wurde von den Russen vertrieben und konnte erst in den 90er Jahren zurückkehren. Darum sind die Russen in der Bevölkerung dominierend. In Narva wurde Uran angereichert für das sowjetische Atombombenprogramm. Noch heute sollen die Auswirkungen unsachgemäßer Behandlung der atomaren Abfälle vorhanden sein. In der Stadt muß in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch EU Gelder, viel gebaut, verändert und saniert worden sein. Wir fanden dort eine nagelneue Uferpromenade, begrünte Zonen und einige schon sehr schön renovierte Häuser vor.

Dann erreichten wir die geteilte Stadt die auf estnischer Seite Narva und auf russischer Seite Ivangorod heißt. Sehenswert war auf jeden Fall die ebenfalls geteilte Festung, Hermanni Linus in Estland, Festung Ivangorod in Russland. Außerdem besuchten wir das vom Lübecker Architekten Teufel erbauten Rathaus.

Unseren Übernachtungsplatz hatten wir dann vor dem Nonnenkloster von Kuremäe, das wir vorher besichtigten und dass uns sehr beeindruckte.

Der viertgrößte See Europas, der Peipsi See war unser nächstes Ziel. Er ist 40 km breit. In der Mitte läuft die Grenze zu Russland.

Auf der Strecke fuhren wir auf kleinen Straßen durch alte, von altgläubigen Russen bewohne Dörfer. 

In Kallaste gab es noch rote Klippen zu sehen.

Auf unserem malerischen Campingplatz in der Nähe waren wir die einzigen Gäste.

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3 Antworten auf „4. Lebenszeichen 2021 Litauen, Lettland, Estland, Polen“

  1. Ja, was soll ich sagen, die Bezeichnung „Weltenbummler“ ist für euch bestimmt nicht übertrieben. Es ist euch wieder gelungen, die zu Hause geblieben, mit den lebendigen Berichten, Kommentaren und Fotos, ein bisschen auf eurer tollen Reise mitzunehmen. Die Reise ist ja von viel Kultur und Natur geprägt die ihr dann an den idyllischen Übernachtungsplätzen in Ruhe verarbeiten könnt. Auch die kleinen ungeplanten Ereignisse ergänzen das Ganze noch mit ein bisschen Abendteuer. Da ist jeder Tag immer wieder ein neues Erlebnis .
    Also, macht so weiter, passt gut auf euch auf. Ich wünsche euch noch viele spannende und interessante Urlaubstage.
    Liebe Grüße aus Hagen von Hartmut

  2. Liebe Ute,!

    Lieber Manfred,
    Unseren herzlichen Glückwunsch nachträglich zu deinem Geburtstag, viel Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und Energie
    für die nächsten Jahre.
    Alles Gute von

    Eckerhardt & Ulla

  3. Lieber Manfred, liebe Ute,
    wir grüßen euch auch aus unserem Urlaub. Natürlich sind wir in keiner Art und Weise so weit gekommen wie ihr. Morgen fahren wir nach Marburg. Dort treffen wir über das Wochenende Martina und Dirk.
    Zu deinem Lebenszeichen Manfred wieder Daumen hoch . Wir erwarten mit Spannung weitere Schilderungen.

    Liebe Grüße von Renate und Uwe

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