29.3. bis 5.4.
Florida City Homestead, Miami, Key West, Everglades Nationalpark, Ft. Myers

Aufgrund zweier Nachfragen füge ich einige Bilder unseres Wohnmobils bei. Das Mobil ist 7,6 m lang, 2,45 breit, 3,65 hoch und wiegt 6 t. Es hat einen 5,7 l, 8 Zylinder Ford Benzinmotor mit 255 PS. Der Tank faßt 180 l. Es hat einen Benzingenerator zur Stromerzeugung, wenn Landstrom nicht vorhanden ist, eine Außendusche und alle Ver- und Entsorgungen können in der Regel über Schläuche direkt am Stellplatz vorgenommen werden.









Am Abend des nächsten freien Tages gab es ein gemeinsames Grillen.







Es folgte ein anstrengender Fahrtag, der mit 240 Meilen gar nicht so extrem lang war, allerdings ging es an den Städten Fort Lauderdale und Miami auf z. T. 7 spurigen Strassen vorbei, mit extrem viel Verkehr. Wir machten einen Schlenker zum Indian River Drive, am Atlantik entlang, durch Siedlungen mit extrem schicken Häusern.





Nach 6 Stunden erreichten wir dann unser Tagesziel, Florida City Homestead. Wir schienen früh genug losgefahren zu sein, denn abends beim Briefing erfuhren wir, dass ein Teil unserer Mitstreiter bis zu 10 Stunden gebraucht hatte, oder noch gar nicht eingetroffen war.
Miami stand auf dem Programm für den nächsten Tag. Morgens wurden wir per Bus nach Bay Side Miami gebracht. Dort wartete ein Ausflugsdampfer auf uns, und wir unternahmen eine super Rundfahrt, am Finanzdistrikt vorbei, bis zu den Millionenanwesen der Reichen und Superreichen. Wir sahen die Häuser von unter andern Gloria Estefan, Ricky Martin, Puff Daddy, Shakira, Mike Krieger (Instagram Gründer), Philipp Frost (Erfinder von Viagra).













Danach ging es zum Ocean Drive in South Beach. Dort gibt es die bekannten Art Deco Häuser zu sehen und einen endlosen Strand.















Zum Schluß besuchten wir noch einen etwas neueren Bezirk Wywood. Hier haben sich Galerien und Künstler angesiedelt und den vorher heruntergekommenen Bezirk sehr attraktiv gemacht. Graffity Künstler haben beinahe jedes Haus mit ihrer Kunst dekoriert.











Dann folgte die Etappe, auf die ich mich schon die ganze Zeit gefreut hatte, die Fahrt über die Keys bis Key West. Ute hatte an diesem Tag auch Geburtstag. Die Fahrt war, wie erwartet. ausergewöhnlich.







Wir hielten an einigen schönen Stränden und gingen zum ersten Mal ins Wasser. Bei 27° Wassertemperatur kostete das keine Überwindung.





In Robbies Marina machten wir einen Halt und konnten zusehen wie Tarpunfische gefüttert wurden.








Den nächsten freien Tag nutzten wir, Key West auf eigene Faust zu erkunden. Mit dem öffentlichen Bus ging es für 50 Cent, wir sind ja schließlich Seniors, in die Innenstadt. Dort schlenderten wir bis Mittag durch die Altstadt, die eine einzige Partymeile ist. Allerdings hat Key West einen eigenen Flair. Der kommt wahrscheinlich daher, dass sich Key West 1982 von den USA losgesagt hatte. Es erklärte sich für unabhängig und rief einen eigenen Staat, die Republik Concha (Fechterschnecke) aus. Dann erklärte es den USA der Krieg und ergab sich nach 1 Minute, nur um anschließend 1 Mrd. Dollar Wiederaufbauhilfe zu beantragen. Mit dieser Aktion schafften es die Key Wester, dass die USA die unseligen Kontrollstellen auf der einzigen Landverbindung abschafften. Diesen Freiheitsspirit tragen viele der rund 20.000 Einwohner noch heute in sich. Jedes Jahr gibt es ab 23.4., dem Unabhängisgkeitstag, eine tagelange Feierlichkeit. Concha unterhält weltweit auch einige Generalkonsulate, sogar eins in Bingen. Eigene Pässe werden auch ausgereicht, allerdings kann man nicht damit reisen. Wenn sich die Key Wester vom Militär bedroht fühlen, wehren sie sich: sie werfen Weißbrot, Toilettenpapier und spritzen mit Wasserpistolen.













Mit dem Uber ging es zurück zum Stellplatz, um etwas der schwülen Hitze zu entkommen. Dann am späten Nachmittag zogen wir wieder los, um pünktlich den weltberühmten Sonnenuntergang zu erleben. Hunderte von Zuschauern sehen ihn sich an, es kommen Strassenkünstler, Zauberer, Feuerschlucker zum Spot. Außerdem sieht man dort und in den Strassen dann wirklich verrückte Leute.











Die Rückfahrt am nächsten Tag verlief etwas anders als geplant. Wir hatten für 16 Uhr eine Glasbodenbootsfahrt in Key Largo reserviert und bezahlt. Also ließen wir den Tag locker angehen. Die Stops am Blue Hole und der kurze Spaziergang im Key Deer Nature Park waren unspektakulär und bei der schwülen Hitze auch nicht so angenehm.
Am Sombrero Beach legten wir dann eine Pause ein und gingen baden. Dann ging es weiter, wir hatten noch reichlich Zeit bis zum Bootsstart, füllten unsere Vorräte in einem Supermarkt auf und brachen auf zur letzten, etwa 47 Meilen langen Etappe. Nach 25 Meilen gerieten wir in einen Stau, der uns 1 1/2 Stunden Zeit kostete. Damit konnten wir die Bootsfahrt ad acta legen. Dann gerieten wir noch in ein tropisches Gewitter und kamen schließlich leicht genervt an unserem Stellplatz an. Hier verstärkte sich das Gewitter noch einmal und es gab tatsächlich Hagel.
Wir starteten früh in Richtung Everglades National Park. Durch unsere Jahreskarte sparten wir wieder 30 $ Eintritt. Es waren wenig Besucher dort und Gott sei Dank auch keine Mücken.
Die Fahrt durch die Everglades war sehr schön und bot ein gutes Kontrastprogramm zum Touristenrummel in Key West. Wir liefen einige sogenannte Boardwalks ab, dass sind Rundwege auf Stegen in unterschiedlichen Längen. Dabei stießen wir auch auf Alligatore und sogar auf eine Mutter mit Kind. Pause machten wir in Flamingo den südlichsten Ort der Everglades.














Unterwegs gerieten wir wieder in ein mächtiges Gewitter mit Starkregen.
Nach den Everglades ging es über den Tamiami Trail ins Naturschutzgebiet Big Cypress Preserve am Nordrand der Everglades. Hier lag auch unser Stellplatz.


Tags drauf ging es den Tamiami Trail, dem Damm zwischen Miami und Tampa, weiter Richtung Westen. Wieder gingen wir einige Boardwalks ab, die hier zuhauf angeboten wurden.










Außerdem fanden wir das kleinste Postoffice der Welt.

In Naples machten wir eine Badepause im badewannenwarmen Ozean.
Noch ein Stück weiter und wir erreichten unseren Stellplatz in der Nähe von Fort Myers.
