6.4. – 13.4.
Fort Myers, Myakka River State Park (S. P.), Hillsborough S.P., Manatee Springs S.P., Panama City Beach, Pensacola, New Orleans

Der Campingplatz in der Nähe von Fort Myers bot allen Luxus. Strom, Ver-und Entsorgung am Platz, 2 Pools, Abfallabholung. Hier überwintern die sogenannten snowbirds, das sind die gut situierten Senioren, die vor dem Winter fliehen. Von Anfang Oktober bis Ende April leben sie in der Regel hier.
…….und wieder kam ein Womo Mechaniker auf den Platz.
Unsere Womos haben eine grottenschlechte Auslieferungsqualität. Fast alle Tourteilnehmer haben mit Schäden zu kämpfen. Wir gehören, nachdem unsere Pumpe nach 1 Woche wieder zufriedenstellend lief, da Lukas das halboffene Ablaufventil des Wassertanks entdeckte und schloß, noch zu den Glücklicheren der Truppe. Außer, dass die Wohnraumtür stark klemmt und sich eine Schublade, in der Lebensmittel gelagert waren beim Ausziehen zerlegte, sind wir zufrieden. Unsere Mitstreiter haben Wassereinbrüche und dadurch nasse Betten, Schubladen, die sich während der Fahrt selbstständig machen und mit Polstern gesichert werden müssen, sich lösende Innenwände usw. Am Härtesten hat es Gebhard und Angelika getroffen. Von Anfang an piepte der Kühlschrank, wenn wir fahren oder autark stehen, ohne Strom, und er mit Gas versorgt werden muß. Trotz aller Expertise der Teilnehmer und einem 3-fachen Monteurbesuch schaffte es keiner, den Fehler zu beheben. Die Armen schliefen keine Nacht durch.
Der oben erwähnte Monteur versuchte auch sein Glück und meldete „fertig“. Nach 5 Meilen auf dem Highway piepte es wieder. Daraufhin beorderte unsere Reiseleitung den Monteur auf die nächste Raststätte. Jetzt hatte man ihn an seiner Ehre getroffen. Er fing an, das Womo zu zerlegen. Erst dem Kühlschrank, dann die Wand, wo das Panel für die Füllstände angebracht ist, dann eine weitere Seitenwand. Dann demonierte er die Betten und fand den Fehler. Keiner traute seinen Augen, auch der Mechaniker nicht. Die hatten in der Fabrik den Wassertank nicht vollständig fixiert, er rutschte während der Fahrt immer hin und her. (Gefüllt wiegt der Tank 150 kg). Neben dem Tank lag die Gasleitung, die von dem rutschenden Tank gequetscht war, so dass keine ausreichende Gaszufuhr für den Kühlschrank möglich war. Nicht zu glauben, wie die im Werk gepfuscht haben.
Heute Abend habe ich Angelika gefragt, ob sie gut geschlafen hätte, nein, sagte sie, diesmal hatten sie einen Raben auf dem Dach, der die ganze Nacht hin- und hertänzelte.
Wir ließen es am nächsten Morgen langsam angehen und fuhren mittags direkt zum Myakka River State Park. In wunderschöner Natur gibt es hier einen Stellplatz.




Am nächsten Morgen kreisten Geier über unserem Platz.

Dies verhieß nichts Gutes, und so kam es dann auch. Wir waren auf Baden am – angeblich als schönsten Strand der USA ausgezeichneten – Soto North Beach eingestellt. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn es goß fast den ganzen Tag.








Wir entschlossen uns nach einem kurzen Besuch des Strandes, das Florida Aquarium in Tampa zu besuchen. Wir hatten nicht alleine diese Idee. Das Aquarium war megavoll, ohrenbetörend laut und gefühlt sah man mehr Kinder als Fische. Trotzdem sahen wir einige Exponate, die wir noch nicht in anderen Aquarien gesehen hatten.



Unser Stellplatz lag im Hillsbourough River State Park, konnte aber nur zum Teil genutzt werden, da er unter Wasser stand – wenn es hier regnet, dann richtig. Das für den Abend geplante Lagerfeuer mit Würstchen-Stockbrot-Grillen fiel dann auch dem Wetter zum Opfer.
Tags drauf war es wieder schön. Es hatte sich allerdings auf 20°C abgekühlt. Auf der 150 Meilen Etappe durch schöne Natur und kleinen Städtchen machten wir am Manatee Springs S.P. halt, um mit viel Glück Manatees (Seekühe) zu sehen. Leider hatten diese etwas anderes vor, und so blieb ein Gang an wunderschönen Mangroven entlang.








Unser heutiger Stellplatz war der Suwannee River Bend RV Park in der Nähe von Chiefland.

Abends wurden dann Würstchen im Brotmantel und anschließend Marshmellos über dem offenen Feuer gegrillt.






Panama City Beach stand auf dem Programm für den nächsten Tag. Unterweg besuchten wir den Edward Ball Wakulla State Park. Dort gibt es eine Quelle, und im Sommer kommen die Manatees. Jetzt ist es noch zu kalt, sie brauchen mindestens 22 Grad C Wassertemperatur. Es war überraschend kühl geworden, nicht mehr als 15°, was aber nach den Tagen der Schwüle recht angenehm war.
Im State Park wurde der erste Tarzanfilm mit Jonny Weismüller gedreht. Sehenswert war auch die historische Walkulla Springs Lodge. Wir unternahmen noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald und „Jane griff die Liane“.

Panama City Beach ist wieder eine typische Urlaubslocation mit einem super schönen Strand. Dort fand ein hochklassisches Strandvolleyballturnier statt, dem wir einige Zeit folgten.





Dann hieß es Einkaufen bei Walmart und Abendessen.
Ute lag schon im Bett und war am Lesen, es war 22:30 Uhr, ich zog mir gerade den Schlafanzug an, da erhielten wir von Eva die Mitteilung, dass die Polizei da sei, und wir auf dem Walmartparkplatz nicht übernachten dürften. Wir erhielten Koordinaten für einen anderen Walmart 17 Meilen entfernt und machten uns auf den Weg. Dort angekommen sammelten sich nach und nach unsere Mitstreiter. Lukas holte sich vom dortigen Walmart-Manager das OK für die Übernachtung und dann war wieder alles gut.
Am nächsten Tag erfuhren wir, dass der Manager des 1. Walmarts und die Polizei die Situation folgendermaßenn erklärten. Die Stadt hatte kurzfristig das Übernachten auf den Parkplätzen verboten, da die Springbreak Jugendlichen den Walmart derart zurstört hatten, dass er einige Zeit geschlossen werden musste und erst seit 2 Tagen wieder geöffnet war. Der Tipp, den 2. Walmart anzufahren, kam von der Polizei.
Dann folgte ein Tag, an dem wir die schönsten Strände des Golfs von Mexiko abfuhren.
Wir machten eine Pause am Destin Harbor Boardwalk, wo uns als Touristen alles geboten wird, was wir nicht brauchen.




Die Fahrt zum Fort Pickens Nationalpark war wieder in unserem Sinne, schöne Strasse, links und rechts weißer Sand.


Abends lud uns unsere Reiseleitung zum Sundowner an den Strand ein, als kleine Entschädigung für das Ungemach der letzten Nacht.







Dann folgte wieder eine etwas längere Etappe nach New Orleans, mit einer Pause in Biloxi, die eine sehr sehenswerte und informative Touristeninfirmation haben. Dort konnten wir uns einen Film anschauen über die Geschichte Biloxis, die Auswirkungen vom Hurrikan Kathrina und die spätere Entwicklung zum Las Vegas der Golfküste, mit einigen Casinos.
Die Strasse säumten dann typische Südstaatenhäuser und später bei Mobile die Häuser der Krabbenfischer.






Unser Stellplatz lag etwas vor New Orleans. Abends wurden wir vom Bus abgeholt zu einer Mississippi Cruise.




Anschließend entschlossen wir uns, nicht mit der Gruppe wieder zum Womo zu fahren, sondern das Nachtleben des French Quarters und insbesondere der Bourbon Street zu erleben. Wahnsinn, was da abends abgeht. Aus allen Kneipen schallt Livemusik, einem werden offen Drogen angeboten, Freaks wo man hinschaut, aber auch überall Polizeipräsenz, sogar hoch zu Roß.






Wir blieben in einem Club mit guter Rockmusik bis Mitternacht und fuhren dann mit dem Uber zurück.


Am nächsten Tag gab es eine Stadtrundfahrt mit einer deutschen Führerin. Hiltraud ihr Name. Dabei lernten wir viele Ecken und Viertel New Orleans kennen, die sehr sehenswert waren. Unter anderem erfuhren wir beim Besuch eines Friedhofs, dass die Gräber gekauft werden und über Jahrhunderte alle Angehörigen der Familien dort beigesetzt werden, und zwar über der Erde. Sind die Kammern voll, wird ausgefegt um neuen Platz zu schaffen, makaber zwar, aber so ist das hier üblich, haben wir live gesehen.


























Nachmittags verabschiedete sich die Thermo-Sicherung unseres Gasbrenners für den Heißwasser-Boiler ein zweites Mal., d. h. wir haben wieder kein warmes Wasser, z. B. zum Duschen oder Abwaschen. Die Sicherungen sind ausverkauft, da es sich hierbei wahrscheinlich um einen Konstruktionsfehler handelt, und alle Coachmen Fahrzeuge davon betroffen sind. Die Sicherungen sind zu sensitiv. Der Vorteil einer Gruppenreise ist, dass es immer jemanden gibt, der eine Idee hat: die Idee war, die Thermo-Sicherung einfach wegzulassen. Wir haben sie einfach überbrückt, und schon haben wir wieder warmes Wasser. Ich glaube, Thermo-Sicherungen werden überschätzt. (Scherz)
