28.4. bis 5.5.

Anaheim, Los Angeles, Santa Barbara, Pismo Beach, Monterey, San Francisco
Bevor wir nach Anaheim aufbrachen, fuhren wir zum AAA Center. Das ist der US ADAC mit dem er auch kooperiert. Als Mietglied des ADACs erhielten wir kostenlos Strassenkarten und Stellplatzkarten für die Staaten, die wir noch alleine bereisen werden.
Die folgende Strecke führte an der Küste entlang, nordwärts, mit schönen Buchten und Aussichten. Leider konnten wir erst in La Jolla einen Parkplatz finden und schauten uns die Waterfront des Ortes an, an der zahlreich Seelöwen, Pelikane und andere Vögel leben.




Carlsbad und Ocean Side waren weitere Orte, wo wir kurze Stopps einlegten. Je näher wir uns Los Angeles näherten, umso mehr nahm der Verkehr und die Fahrspuren zu. Ich habe bis zu 8 gezählt – in eine Richtung. Trotzdem gab es einen großen Stau, durch den wir uns kämpfen mußten.



Unser Stellplazu war in Anaheim, einer Stadt vor Los Angeles. Hier sahen wir zu ersten Mal bewußt, dass mindestens die Hälfte der dort stehenden Wohnwagen und Wohnmobile als Dauerunterkunft genutzt wurden. Die Menschen können sich in der Stadt keine Wohnung leisten. Sie gehen ganz normal morgens zur Arbeit und leben in ihren Wohnwagen bzw Wohnmobilen.
Abends gab es um 21:30Uhr noch ein schönes Feuerwerk von Disneyland, nicht weit vom Stellplatz. Das machen die an jedem Wochenende von Freitag bis Sonntag.


Am nächsten Tag starteten wir um 8 Uhr zu einer, wie sich herausstellte, 11 stündigen Stadtrundfahrt. Unser Stadtführer, gleichzeitig Fahrer, war Deutscher, der Anfang der 90er Jahre ausgewandert war. Zunächst ging es nach 1 stündiger Anreise nach Downtown. Hier gründeten die Spanier Los Angeles, indem sie eine Mission errichteten. Dies taten sie an der gesamten Küste bis über San Francisco hinaus im Abstand von 25 Meilen, was einem Tagesmarsch entsprach.








Danach fuhren wir zum Observatorium, von dem man einen guten Blick auf den berühmten Hollywood Schriftzug hat. Dan folgte der Griffith Park, der Fashion District und das Staple Center, das jetzt crypto.com Arena heißt.




Unser Guide zeigte uns nicht nur die zu erwartenden schönen und bekannten Teile Los Angeles, sondern auch andere. Zum Beispiel Skid Row, eine Strasse in der zur Zeit etwa 5000 Obdachlose in Pappkartons, Zelten oder Planen „vegetieren“. Insgesamt gibt es im Los Angeles County über 60000 Obdachlose. Es wurde ob dieser Bilder still im Bus.




In Farmers Market machten wir eine Mittagspause. Wir kauften 1 Baguette und 2 Broten bei einem Bäcker und waren sage und schreibe 30 Dollar los.
In Beverly Hills machten wir einen Fußmarsch zum teuren Rodeo Drive, wo die Dekadenz keine Grenze kennt.








Wir besuchten dann das Dolby Theater, wo kürzlich die Oscars verliehen wurden und den Walk of Fame. Dann folgte der Sunset Strip mit Bars und Restaurants.










Es folgte Sant Monica mit ihrem schönen Strand und langen Pier, furchtbar überlaufen , laut, hat uns gar nicht gefallen.





Venice Beach hingegen hat mir wieder besser gefallen, mit den ausgeflippten Leuten, alles etwas alternativer, aber natürlich auch völlig touristisch ausgebeutet.







Den Abschluß bildete ein Besuch von Del Rey Harbour mit seinen Seelöwen und Pelikanen, die beide aber schon Feierabend hatten.
Das war ein toller Tag, der uns Los Angeles, nicht zuletzt durch die vielen Hinweise unseres Stadtführers, in allen Facetten gezeigt hatte.
Am nächsten Tag fuhren wir den Pacific Ocean Drive weiter nordwärts Richtung Santa Barbara. Malibu und Ventura lagen auf der Strecke, die landschaftlich super schön war.



Santa Barbara hat uns ausgesprochen gut gefallen. Alles sehr edel, sauber, keine unnützen Schnickschnack Geschäfte. Wir spazierten 2 Stunden durch den Ort und am Strand entlang und befuhren dann den etwa 15 Meilen langen Scenic Drive durch die schönsten Teile Santa Barbaras.







Unser Stellplatz ernüchterte uns dann wieder, er liegt 5m vom US 101 entfernt, die Autos fahren gefühlt hinten ins Bad, dann durch die Küche und hinaus durchs Fahrerhaus.
Weiter ging es nordwärts. Mit dem Wetter haben wir Glück, es war sonnig aber nachts teilweise einstellig.
Wir machten Halt in Solvang, ein dänisches Städtchen In Amerika. Es gibt einige gute Bäckereien und der Ort war wirklich sehenswert.





Unser Stellplatz liegt direkt am Pazifik in Pismo Beach. Abends wurden wir wieder von unseren Reiseleitern zum Sundowner an den Strand eingeladen.




Dann folgte die schönste Etappe dieser Reise. Auf dem Pacific Highway 1 gab es wunderbare View Points, die wir gar nicht alle anfahren konnten. Das Wetter war wieder gut, der Seenebel hörte 1 Meile vor der Küste auf. Unterwegs sahen wir eine große Seeelefantenkolonie.














Über Big Sur, Carmel ging es nach Monterey, wo wir nach einem Bummel zur Fisherman`s Wharf noch den 10 Meilen langen Pacific Grove Scenic Drive durch und um Monterey herum fuhren.









Übernachten haben wir in Laguna Seca, auch bekannt als amerikanische Motorrennstrecke.
Abends überreichten Bodo und Robert, in einer amüsanten Form, noch die gesammelten Trinkgelder an Eva und Lukas, als Dankeschön, für die wirklich gute Reiseleitung.




Dann steuerten wir unsere letzte Etappe an, San Francisco. In Candelstick bezogen wir unseren Stellplatz für 2 Nächte und erlebten noch einmal ungezügelte Geldgier. Der ungepflegteste Platz der Reise, ohne Internet, kostete 120 Dollar/Nacht + Tax 20%.
Nachmittags fuhren wir mit Uber nach Chinatown, das wir uns bis abends anschauten. Dann hatten wir unser Abschiedsessen, natürlich chinesisch. Chinesisch ist übrigens die 2. Sprache in SF, nicht Spanisch, wie sonst in Kalifornien.






















Am letzten Tag ging es bereits 8:30 Uhr los. Wir fuhren mit der Cable Car eine ganze Strecke von Anfang bis Ende.





Dann sahen wir uns die Lombardstreet an mit den bekannten Zickzack Kurven und 26% Gefälle.





Dann folgten Fisherman`s Wharf und Pier 39 mit den Seelöwen. Es folgte ein Besuch im Hardrock Cafe und dann kam der Bus mit Anita, unsere chinesisch/amerikanische Stadtführerin, 7sprachig, aufgedreht, Typ Althippie. Sie brachte uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt wieder in einem anderen Stil näher. Wir hörten zwischendurch die Musik der 67er Jahre, die sie zum Teil lautstark mitsang.













Damit war dieser Teil der Reise für uns beendet. Unsere Mitreisenden hatten am nächsten Tag noch die RV Rückgabe und den Rückflug vor sich. Da die RV`s leer übergeben werden mußten, erhielten wir alles Überzählige, Lebensmitteln, Getränke, Werkzeuge, Grill, Holz, Kissen usw. Wir sind jetzt noch schwerer unterwegs.
Die Reise war bisher anstrengend aber lohnenswert. Wir haben wirklich viele Facetten Amerikas in einer schönen Form kennengelernt. Mit der Gruppe hatten wir Glück, sie war sehr homogen und harmonisch. Unsere Reiseleitung war Spitze.
Jetzt beginnt für uns die eigene Tour, die neue Herausforderungen bereits bereithält. So sind die Stellplätze in den Nationalparks seit 6 Monaten ausgebucht. Die Amis haben während Corona auch ihr Land entdeckt und Wohnmobile werden wie verrückt produziert und verkauft. Wir mußten unser geplante Strecke schon mehrfach ändern, da Strassen noch wegen Schnee gesperrt sind, Durchfahrten durch Parks angemeldet werden müssen, viele Campgrounds durch die letzten Feuer nicht geöffnet habe, alles online zu geschehen hat und das Internet, wenn vorhanden, teilweise grottenschlecht ist. Im Moment kostet der Einstieg Nerven, drückt die Daumen, dass wir, wie geplant, durchkommen.
