Die Abgabe der Wohnmobile bei Fraserway verlief für uns völlig problemlos. Leider hatten 2 Teilnehmer Steinschläge an der Karosserie und Windschutzscheibe und mußten mehr als 700 Dollar zahlen, da Steinschläge nicht versichert sind.
Wir verbrachten noch einige Stunden in Whitehorse bei einem Spaziergang und wurden dann zum Flughafen gebracht. Der Rückflug von Whitehorse nach Vancouver in einer mittelgroßen Maschine war ruhig und bot noch einige schöne Ausblicke auf die Berg- und Gletscherwelt Kanadas.









Mit einem Taxi fuhren wir dann Nach Downtown Vancouver, wo wir unser Airbnb Appartement gemietet haben. Die Prozedur bis zum Betreten der Wohnung ist kompliziert, aber sicher. Mit einem Code, den wir an einem Terminal vor dem Hochhaus eingaben, gelangt man in das Haus. Dann hat man 2 Minuten Zeit, den Fahrstuhl ohne Chipkarte zu benutzen. Im 7. Stock fanden wir Appartement 702. Dort an einer elektronischen Klinke gaben wir einen 2. Code ein und wurden mit einer Stimme willkommen geheissen. Das Apartement ist der Hammer. Wir glauben, wir beziehen gerade als eine der ersten Gäste diese neu renovierte kleine Wohnung. Sie ist sehr geschmackvoll und funktionell eingerichtet, es fehlt nichts.






Die nächsten Tage plante meine Reiseleitung Ute. Nach einer erholsamen Nacht starteten wir am späten Vormittag zur ersten Excursion. Am Visitor Center erhielten wir nicht sehr ergiebige Infos, und so entschieden wir uns, mit einem Wasserflugzeug-Flug über Vancouver und Umgebung zu starten. Für den Tag gab es aber nur am späten Nachmittag noch eine Gelegenheit, also buchten wir für den nächsten Tag. Dann entschlossen wir uns, die Wanderung um den Stanley Park zu machen, da das Wetter perfekt war. Diese Wanderung hatten wir uns sowieso vorgenommen, als wir bei unserer Stadtrundfahrt vor 5 Wochen dort entlang fuhren.
Man geht über 13 km nur am Wasser entlang, hat Blicke auf Downtown, North Vancouver und der offenen See, sehr abwechslungsreich. Den Rückweg verlängerten wir, um noch die English Bay zu sehen. Es war viel los, denn es war ja Sonntag. Abends hatten wir 20 km auf der Uhr und waren rechtschaffend müde.

















Pünktlich um 9:30 Uhr waren wir am Seaplane Terminal. Der Scenic Flug mit dem Wasserflugzeug war wieder ein tolles Erlebnis, da wir noch nie zuvor mit einem solchen Flugzeug geflogen waren. Das Wetter war wieder super, und so genossen wir die schönen Ausblicke auf Vancouver und Umgebeung.




















Danach schlenderten wir Richtung Gastown und Chinatown . In Gastown sahen wir noch einmal die Steam Clock, die auch im Richtigen Moment Dampf abließ und dabei einen Pfeifton abgab.






Dann erreichten wir ungewollt die Hölle Vancouvers. Plötzlich fanden wir uns in der Hastingsstreet und Umgebung wieder. Auch wenn es inhuman klingt, aber man ist von Zombies umgeben. Hier liegen und kriechen die Drogenabhängigen vollgepumpt auf den Bürgersteigen. Statistisch werden hier jeden Tag 6 Tote abtransportiert. Ich will hier nicht noch mehr in Details gehen, aber wir wurden aus unserer Komfortzone brutal wieder mit einer Wirklichkeit konfrontiert, die kaum auszuhalten war. Mir reichte es dann auch und wir besuchten ohne weitere Umwege Chinatown und den dort schön angelegten Zengarten des Dr. Yun Sat Zen.







Wir hatten vom Blumenfestival Voyage Fleurs de Villes gehört, das zur Zeit im VanDusen Botanischen Garten stattfindet. Der liegt recht weit in einem anderen Stadtteil Vancouvers. Unterwegs kamen wir durch das Olympische Viertel mit dem beeindruckenden Stadion.


Von dort nahmen wir ein Taxi. 13 Städte oder Länder der Welt haben im Botanischen Garten nur mit Blumen eine Figur kreiert, die das jeweilige Land repräsentieren soll. Hat uns wieder gut gefallen.














Der Botanische Garten stand voll in Blüte und so gab es auch außerhalb des Festivals schöne Stellen zu erkunden.







Dann ging es mit einem Uber zurück „nach Hause“.
An nächsten Tag ließen wir es ganz langsam angehen. Erst gegen Mittag brachen wir auf, um das Strassenleben hier in Vancouver zu erleben. Wir starteten mit der Davie Street, die ganz im Zeichen des Regenbogen steht. Hier befindet sich das Gayviertel Vancouvers.




Dann ging es kreuz und quer durch den Stadtteil Robson sowie der Robson Street entlang. 90 % aller Geschäfte, die wir sahen, waren Restaurants. Man kocht in Vancouver nicht, sondern isst in Restaurants oder holt sich sein Essen dort. Wenn jemand die Idee hat, Küchen in Vancouver zu verkaufen – keine gute Idee. Überall unterwegs blühte es, und am Ende der Robson Street sahen wir die lustigen Gesellen wieder, an denen wir schon vorgestern vorbei kamen. Wir flanierten noch durch einige weitere, benachbarte Viertel und machten anschließend eine ausgiebige Kaffeepause in unserer Unterkunft, bevor wir den Abend mit einem Abendspaziergang zum Hafen ausklingen ließen.






Am letzten Tag in Vancouver probierten wir die Aquabusse aus, die von Granville mehrere Ziele ansteuern. Wir fuhren zum Village, dem früheren Olympische Dorf und gingen dann zurück zum Granville Island, immer am Wasser lang. Dort konnte man auch die Kugel der Expo86 sehen.



Dann fuhren wir noch einmal mit dem Wasserbus zum Village und spazierten die gegenüberliegende Seite entlang und dann zurück zum Apartement. Unterwegs fielen wieder die schön blühenden Blumen ins Auge, die ich Euch nicht ersparen kann.




So, jetzt ist die Reise aber wirklich zu Ende. Morgen steht nur noch der Rückflug an. Wie immer nach langen Reisen freuen wir uns, Euch dann wieder zu sehen.
