vom 30.12. 2018 bis 9.1.2019
Al Jazirah Al Hamra-Ras Al Khaimah-Fujairah-Hatta-Shinas-Sohar-Yangui-Nakhl-Wekan-Sawadi Beach-Barka-Muscat
Vor einigen Tagen hatte uns Valery in Kenntnis gesetzt, dass eine Programmänderung für Silvester geplant sei. Ursprünglich wollten wir in Fujairah feiern, da Dubai absolut überfüllt ist über Silvester und ein Nachhausekommen irgendwann in der Nacht unmöglich ist. Valery eröffnete uns, dass er, als wir in Musandam waren, nach Fujairah gefahren sei, um vor Ort die Lokalitäten in Augenschein zu nehmen. Diese gefielen ihm allesamt nicht, so dass er komplett neu planen musste. Unser neuer Spot hieß Bin Masjid Beach Resort im Emirat Ras Al Khaimah. Er hatte es geschafft, dort Parkmöglichkeiten zu finden und die Teilnahme an der Silvesterfeier mit Programm und Buffet zu ermöglichen. Das Beste war jedoch, dass dort das größte Feuerwerk der Welt stattfindet, dass 2018 ins Guinness Buch der Rekorde einzog.
Die Fahrt zum Bin Masjid Beach Resort war auf den Top Autobahnen kein Problem. Je näher wir uns unserem Ziel näherten, um so deutlicher wurde das Ausmaß der geplanten Feierlichkeiten an der Küste in Form von angelegten Parkplätzen für die zu erwartenden 100.000 Zuschauer.
Den 30.12. verbrachten wir im Resort, wo wir die Annehmlichkeiten genießen konnten.
Am 31.12. bekamen wir unsere Zutrittsbändchen und um 18 Uhr gings los. Wir erhielten einen eigenen Tisch mit Dekoration.



Es wurde ein mindestens 200 m (nicht übertrieben) langes Buffet aufgebaut mit Allem, was das Herz begehrt, sehr kreativ und aufwendig dekoriert.











Um 19 Uhr wurde das Buffet freigegeben und im Nanosekundenbereich schafften es die ca. 800 russischen Gäste des Resorts, die Optik des Buffets zu ruinieren. Sie wurden mal wieder ihrem Ruf nach nicht gerade guter Kinderstube gerecht. Die Speisen waren von Spitzenqualität und schmeckten hervorragend.
Auf der Bühne begann das Programm, zunächst mit LED Showtänzer, dann folgte eine Sängerin, dann eine Bellydance Show, einer Zaubershow und zum Schluss noch einmal 3 Sängerinnen. Dazwischen spielte der Dj Musik ein und ließ die Stimmung nicht absinken.


Kurz vor 12 gingen wir zum Strand um das Feuerwerk zu genießen. So etwas hatte keiner aus der Gruppe je gesehen. Auf einer Länge von bestimmt 5 km, auf dem gegenüber liegendem Ufer, wurden 10 Minuten lang, in einer perfekten Choreografie wunderschöne Bilder gezeichnet. Die ganze Länge des gegenüberliegenden Ufers war illuminiert. Dazu wurden stehende Bilder gezeichnet, die aus 100derten von Drohnen stammten, die vernetzt durch Software gesteuert wurden.. Hatte ich noch nie zuvor gesehen. Es war einfach toll, mit einer solchen Silvesterfeier hatte keiner von uns gerechnet.





Der nächste Tag begann spät und ganz entspannt, da nur 90 km vor uns lagen. Es ging nach Fujairah an den Agga Beach, einem öffentlichen Strand, wo wir 1 Nacht stehen werden.
Wir gerieten mitten in einen Quadparcour und durften stundenlang die von Schalldämpfern befreiten Geräusche „genießen“. Als es dunkel wurde, schwand die Hoffnung, dass sie jetzt wohl nicht mehr fahren könnten – sie hatten Licht. Es gesellte sich eine Gruppe Araber in unserer Nähe, die noch einmal ein Feuerwerk abbrannten, laute Musik hörten und dafür sorgten, dass an geruhsamen Schlaf, nicht zu denken war.
Am nächsten Morgen brachen wir nach Hatta auf, einer Grenzstadt zum Oman, den wir am nächsten Tag erreichen werden.
Die Fahrt nach Hatta war entspannt, obwohl uns das Navi plötzlich an die omanische Grenze brachte und wir nicht genau wussten, wo wir eigentlich waren. Der freundliche Grenzer half gerne und nach einem Umweg von 5 km waren wir wieder on track.
Es ist geschafft. Nach 7500 km reisten wir in den Oman ein. Hier werden wir bis Ende Februar bleiben. Ab jetzt wird die Reise entspannter, die Etappen kürzer und wir werden öfters auch 2 oder 3 Tage an einem Ort verweilen.
Vorher besichtigten wir noch das Heritage Village in Hatta.



Dann hieß es aus der VAE ausreisen und in den Oman einreisen. Erfahren wie wir mittlerweile sind, konnten uns die 5 Stunden Warterei nichts anhaben.
Unser erstes Ziel im Oman war Shinas, das wir bereits nach 45 km erreichten. Unser Stellplatz war wieder ein öffentlicher Naturpark in Meernähe. Endlich hatten wir einmal eine ruhige Nacht.
Die nächste Etappe unserer Reise führte uns 125 km nach Sohar. Unterwegs besuchten wir Mangan, das Kupferland der Sumerer. Hier konnten wir die Zikurrat bei Arja besichtigen, eine 4600 Jahre alte Stufenpyramide. Seit mehr als 5000 Jahren wird hier Kupfer abgebaut. In eine aktive Mine konnten wir dann noch einen Blick werfen.


Unser Stellplatz befand sich malerisch direkt am Strand des Golfs von Oman.
Im Laufe des Tages erfuhren wir, dass um 16 Uhr ein traditioneller Stierkampf in Sohar stattfinden sollte. Wir erkundigten uns, ob dieser hier im Oman blutig ausgetragen würde. Nein, wird er nicht. 2 Stiere messen lediglich durch Wegdrücken ihre Kraft.
Also fuhren wir zu der Arena. Wir waren die einzigen Ausländer und es waren keine einheimische Frauen zu sehen. 50 mächtige Stiere kämpften anschließend immer 1 gegen 1 gegeneinander. Sobald ein Stier abdrehte, war der Kampf zu Ende, oder nach etwa 3 Minuten. Dann wurden die Tiere getrennt um sie nicht unnötig stark zu erschöpfen. Alles in allem war dies sehr sehenswert, da es keine Touri – Veranstaltung war, sondern alte gelebte omanische Tradition. Außerdem sah man, wie fürsorglich die Besitzer mit den Tieren umgingen.




Am nächsten Tag sollte es zu einem Naturstellplatz im Hajar Gebirge in der Nähe von Yangui gehen.
Vorher besichtigten wir noch die Sultan Quaboos Grand Moschee von Sohar. Diese, im Jahr 2013 fertiggestellte Moschee war wieder ein optischer Genuß. Unglaublich der perfekte Pflegezustand des Parks und die prächtige Gebetshalle mit den prunkvollen Leuchtern.





Danach machten wir uns auf den Weg über eine sehr schöne Strasse ins Hajar Gebirge.


Wir wußten, dass die letzten 4 km Schotterpiste waren und fanden die Koordinate, die uns den Schotterweg zeigt. Nach 1 km verlor das Navi die Route. Ich fuhr noch 2 km weiter. Die Piste wurde immer schlechter und das Navi wollte, dass wir umkehren sollten. Dann verkleinerte ich den Maßstab der Anzeige und sah, dass das Ziel nicht weit von unserer Positione entfwrnt war. Also fuhren wir weiter, bis wir von unserer Reiseleitung ein- und überholt wurden und sie plötzlich abbogen und stehen blieben. Das war also unser Stellplatz. Mitten im Nirgendwo, hier wären wir nie stehen geblieben. Wir suchten uns auf dem Geröllfeld einen Platz und bereiteten unsere Gemüseschiffchen fürs Grillen vor. Abends sollte es Lachs von der Reiseleitung geben und jeder sollte etwas vorbereiten für ein Grillbuffet.

Lange mußten wir warten, bis der nächste kam. Alle die dann kamen hatten sich verfahren, waren in abenteuerliche Bergstrecken geraten, wo selbst der 14 Tonner von Kai Schwierigkeiten bekam. Die traurige Bilanz war dann eine abgerissenen Abwasserleitung und eine defekte Luftfederung. Herbert und Estelle hatten sich schon vorher abgemeldet, sie fuhren nach Muscat in die Mercedes Werkstatt, da sie ihre Motorprobleme durch den schlechten Diesel im Iran nicht in den Griff bekommen hatten.
Der Grillabend war super, vor einer beeindruckenden Kulisse des Hajar Gebirges bei einem kitschigen Sonnenuntergang. Anschließend gab es wieder open air Kino, einen Film über den Oman. Der Tag schloß mit einem fulminanten Lagerfeuer.


Die nächste 190 km lange Etappe führte uns weiter durchs Hajar Gebirge über Rustag nach Nakhl.

Der geplante Fotostop am Jebel Akhdar war aufgrund schlechter Lichtverhältnisse nicht zu dokumentieren.
Wir trafen uns nachmittags um mit Geländewagen knapp 1000 Höhenmeter zum malerischen Bergdorf Wekan zu überwinden. Die Fahrt und die Schotterstrasse waren mehr als abenteuerlich. Oben machten wir noch eine kleine Wanderung und hatten sehr schöne Ausblicke ins Tal und auf das Dorf.



Danach fuhren wir nach Nakhl, wo wir vor dem Fort unseren Stellplatz bezogen.

Am nächsten Tag besichtigten wir das Fort und fuhren anschließend zum Wagenwaschen. Für 10€ war diese Aktion dank 6 Wagenwäscher schnell erledigt.

Danach wollten wir noch zu den heißen Quellen im Ort. Ich fand die Einstiegsstrasse nicht und fuhr immer weiter ins Dorf. Nachdem ich 3 Mal Utes Anweisung umzukehren ignoriert hatte, saß ich richtig fest – die Stimmung stieg! Ute stieg aus und lotste mich rückwärts durch die Strassen. Endlich waren wir draussen.
An den heißen Quellen genossen wir dann das kostenlose Fußpeeling durch die Knabberfische.

Anschließend fuhren wir die letzten 60 km zum Sawadi Beach am Golf von Oman, wo wir direkt am Strand standen.



Nachmittags unterhielten uns noch einige Motorschirmflieger mit ihren Manövern.


Der nächste Tag war ein reiner Entspannungstag am Meer. Nach einem gemütlichen Strandfrühstück und anschließendem Bad fuhren wir mit einem Boot die Küste entlang zu den kleinen vorgelagerten Inseln.



Am Nachmittag machten wir bei Ebbe eine Wattwanderung zu der ersten Insel. Über Treppen erreichten wir den Wehrturm, von dem wir eine schöne Aussicht hatten. Zurück ging es über eine große Düne im Laufschritt.
Der nächste Tag begann erst einmal mit einem schönen Sonnenaufgang.

Wir fuhren nach Barka, zum Fisch- und Gemüsemarkt. Hat uns beiden sehr gut gefallen, da kein einziger Tourist dort war und alles noch sehr ursprünglich abläuft. Es gibt einen Auktionator, dem die Fischer ihre Fische bringen und der diese dann versteigert. Das lief alles sehr entspannt ab und es wurde alles verkauft. Einen ganzen Thunfisch von 40 kg hätte man für umgerechnet 70 € kaufen können. Ich kaufte mir für 4 € eine große Scheibe Thunfisch und anschließend füllten wir noch eine große Tüte mit Gemüse und Salat. Diese gab ich dann dem Verkäufer um den Preis zu erfahren und zu bezahlen. Er lächelte und schenkte uns den ganzen Beutel. Wieder erfuhren wir Großzügigkeit und Gastfreundschaft gegenüber Fremden, wie schon auf der ganzen Reise.





Das nächste Ziel war der Besuch der Parfümerie Amouage. Diese rühmt sich, das teuerste Parfüm der Welt, das „Be Loved“ herzustellen. Wir erhielten eine kurze Einführung in die Parfümherstellung, dann ging es zum wichtigeren Teil, dem Verkauf. Ich glaube, keiner hat was gekauft, nur Valery, unser Reiseleiter.

Dann folgte die letzte Etappe des Tages, es ging nach Muscat, wo wir die nächsten Tage auf dem Parkplatz des City Yachtclubs stehen werden.
























































































































































































































































































































































































